24/12/2022
Weihnachten wie's früher war, das wünschen sich viele Menschen. Der verklärte Blick zurück auf die berauschenden Weihnachtsfeste der Kindheit lässt gern Sentimentalität hochschwappen, die beim "O, du fröhliche" anlässlich des alljährlichen Gottesdienstbesuchs in Tränen die Wangen herunterströmt. Die gute alte Zeit, wie sie früher war, verklärt durch den Nebel der Geschichte.
Was wir uns nicht vorstellen können ist, wie Weihnachten im Krieg ist, mit der Angst vor dem nächsten Drohnenangriff auf das Nachbarhaus oder einem Raketeneinschlag im Wasserwerk oder einem Umspannwerk. Da sind die Sorgen ganz andere. Wie lange werden wir noch Strom haben? Wie lange wird die Heizung noch Wärme abgeben? Gibt's morgen noch reichlich Lebensmittel? Und die, die sich vor dem brutalen Angriffskrieg gerettet haben und froh sind, ein warmes Dach über dem Kopf gefunden zu haben, blicken jeden Tag hoffend und bangend in ihre Heimat, immer verbunden mit der Sorge um das Wohl der dort Lebenden.
Ihr habt heuer den Geflüchteten das Ankommen in Schönwald mit Eurer Tatkraft erleichtert und sie herzlich willkommen geheißen. Ihr habt geholfen, wo ihr konntet mit den Mitteln, die Euch zur Verfügung stehen. Freilich klappte nicht immer alles wie am Schnürchen. Der deutsche Amtsschimmel wieherte oft recht laut und lang anhaltend und zehrte an manchem Geduldsfaden. Dennoch habt Ihr und Eure Ukrainer die Herausforderung angenommen. Ihr habt ihnen ermöglicht, die ersten Schritte in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen und dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bei Euch bedanken.
Ich wünsche Euch und Euren Ukrainern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.
Slava Ukraini 🇺🇦
щасливого Різдв
Und a fleißigs Christkindl
👼🏼🎄