19/06/2025
Szenische Lesung „Demokratie zwischen Hetze und Hoffnung - Friedrich Ebert im Jahr 1925“ und Diskussion "Senior_innen als Stütze der Demokratie"
Montag, 23. Juni, 15.00 Uhr
Artothek in der Mark Twain Bibliothek Bezirkszentralbibliothek Marzahn-Hellersdorf (im Freizeitforum Marzahn), Marzahner Promenade 55, 12679 Berlin
Anmeldung bitte unter Telefon 030 / 54 704 142 oder an [email protected]
Der Tod Friedrich Eberts - Sozialdemokrat und erster frei gewählter Reichspräsident der Weimarer Republik - am 28. Februar 1925 markierte einen tiefen Einschnitt in der Demokratiegeschichte Deutschlands. Ebert wurde angefeindet, verleumdet und verstarb im Alter von 54 Jahren im Amt. Sein Vermächtnis führte zur Gründung der Friedrich-Ebert-Stiftung vor 100 Jahren.
Das Gedenken an Eberts Tod führt uns vor Augen, wie bedroht die Demokratie ist, wenn ihre Feind_innen sie von innen heraus unterwandern und bekämpfen. In unserer szenischen Lesung werfen wir einen Blick in die turbulenten 1920er Jahre und lassen Stimmen von Weggefährten Friedrich Eberts und seiner Widersacher zu Wort kommen. Diese Stimmen versetzen uns in eine Zeit, von der wir annahmen, dass sie Geschichte ist.
Denn obwohl sich Geschichte nie wiederholt, sind die Parallelen zwischen gestern und heute auffallend. Heute wird die Demokratie so stark bedroht wie lange nicht und in ihren Grundfesten angegriffen. Ob Angriffe auf die Unabhängigkeit der Justiz oder auf die Pressefreiheit: Die Abschaffung demokratischer Prinzipien wird offizielle Regierungspolitik – auch in Ländern mit langer demokratischer Tradition. Antidemokratische Parteien gewinnen an Zulauf.
Ältere Menschen scheinen heutzutage ein großes Bewusstsein für diese Gefahren antidemokratischen Denkens und Handelns zu haben. Senior_innen in Deutschland nehmen überproportional an Wahlen teil und wählen stärker als andere Altersgruppen demokratische Parteien. Sie engagieren sich stark ehrenamtlich und können jüngeren Generationen viel mitgeben.
Wie können ältere Menschen ihre Kinder und Enkelkinder auf die Gefahren aufmerksam machen, die von antidemokratischen Parteien ausgehen? Welche Unterstützung benötigen Sie? Wie können wir einen zivilen Dialog in der Gesellschaft aufrechterhalten? Und was müssen die demokratischen Parteien tun, damit sich die Geschichte nicht doch wiederholt?
Darüber sprechen im Anschluss an die szenische Lesung miteinander und mit Ihnen:
Ülker Radziwill (MdA), Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der SPD-Fraktion, Landesvorsitzende AWO Landesverband Berlin e.V.
Angelika Krüger, OMAS GEGEN RECHTS e.V. (Berlin)
Linnea Fenske und Klaas Wolff, Stipendiat_in der FES
Die szenische Lesung wird gehalten von den Schauspieler_innen Anna Beetz und Alexander Steindorfer. Sie wird musikalisch begleitet vom „Trio d’anches“ bestehend aus Rebecca Mertens (Fagott), Markus H**b (Klarinette) und Vera-Isabel Volz (Oboe).