09/06/2026
Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte am Sonnabend, den 06.06. , die Feuerwehren aus Wulfsen, Garstedt und Salzhausen am Rüschweg in Wulfsen. Ein Pferd war auf einer Weide in einem morastigen Bereich eingesunken und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Vermutlich hatte das Tier zuvor einen beschädigten Weidezaun passiert und war auf eine benachbarte Wiese gelangt, um dort zu grasen. Dabei geriet es in eine schlammige Senke und versank trotz eigener Befreiungsversuche immer tiefer im weichen Untergrund. Wie lange das Pferd bereits feststeckte, bevor es von seinen Besitzern entdeckt wurde, ließ sich nicht mehr feststellen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Tier jedoch bereits deutlich geschwächt.
Die Besitzer wählten daraufhin den Notruf. Die Rettungsleitstelle in Winsen alarmierte die Freiwilligen Feuerwehren aus Wulfsen und Garstedt sowie die Freiwillige Feuerwehr Salzhausen mit ihrer erst kürzlich in Dienst gestellten Ausrüstung zur Großtierrettung. Die Einsatzkräfte rückten unmittelbar vom gleichzeitig stattfindenden Gemeindefeuerwehrtag in Toppenstedt zur Einsatzstelle ab.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten mehrere Landwirte bereits erste Rettungsmaßnahmen eingeleitet und einen Gurt unter der Brust des Pferdes hindurchgeführt. Eine ebenfalls alarmierte Tierärztin sedierte das Tier, um sowohl die Einsatzkräfte als auch das Pferd während der Rettungsarbeiten zu schützen.
Mithilfe eines Traktors mit Frontlader wurde das Pferd zunächst vorsichtig angehoben. Dadurch konnte ein weiterer Rettungsgurt unter dem Bauch des Tieres platziert werden. Anschließend wurde das Pferd behutsam aus dem Morast gehoben und auf einer speziellen Gleitplatte der Feuerwehr Salzhausen abgelegt. Mit vereinten Kräften zogen die Einsatzkräfte das Tier auf sicheren Untergrund.
Auf der Wiese übernahmen die Besitzer gemeinsam mit der Tierärztin die weitere Versorgung des erschöpften Pferdes. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach knapp einer Stunde beendet.
Text und Bilder: © Mathias Wille, GPW Salzhausen