17/09/2026
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Martha Else Gutheim (geb. Stern) wurde am 21. März 1908 in Kirchheimbolanden geboren. Sie wuchs in einer jüdischen Familie auf. 1926 besuchte sie die Jüdische Haushaltsschule in Frankfurt am Main. Dort lernte sie Edith Kleeblatt kennen und verbrachte in den folgenden Jahren viel Zeit in Salder. Hier traf sie ihren späteren Ehemann Julius Gutheim.
Nach ihrer Ausbildung arbeitete Else zunächst im Manufakturwarengeschäft ihrer Eltern in Kirchheimbolanden. Ab 1930 war sie als Ver- und Einkäuferin bei der Firma S. Kleeblatt in Salder tätig. Im Dezember desselben Jahres heiratete sie Julius Gutheim. Das Paar bekam zwei Töchter.
Mit der zunehmenden Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten wurde auch das Leben der Familie Gutheim immer schwieriger. 1935 sah sich die Familie gezwungen Salder zu verlassen und zog zu Elses Eltern. Dort begannen die Vorbereitungen für die Emigration.
Ende 1937 gelang der Familie die Flucht in die USA. Am 11. Dezember 1937 gingen Else, Julius und ihre beiden Töchter an Bord der Washington nach New York.
In den USA begann die Familie, sich ein neues Leben aufzubauen. Else arbeitete später im Familienunternehmen und erhielt 1944 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
1965 reichte Else Gutheim eine Wiedergutmachungsklage gegen das Land Rheinland-Pfalz ein. Sie machte unter anderem berufliche und wirtschaftliche Nachteile geltend, die durch die nationalsozialistische Verfolgung und die Unterbrechung ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden waren.
Else Gutheim starb 2022 in New York.
Bild 1 + 3: Copyright Privatbesitz
Bild 2: Copyright: United States Holocaust Memorial Museum
Provenance: Dena Rueb Romero