Rosa Luxemburg Stiftung Saarland

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Angeboten werden Diskussionen, Vorträge, Lesungen, Seminare und die Herausgabe von Publikationen.

DAS „UNTERNEHMEN BARBAROSSA“- Saarländer gegen Vernichtung Versklavung -Am 22. Juni vor 85 Jahren begann unter dem Deckn...
18/06/2026

DAS „UNTERNEHMEN BARBAROSSA“
- Saarländer gegen Vernichtung Versklavung -
Am 22. Juni vor 85 Jahren begann unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ ein beispielloser Vernichtungs- und Eroberungskrieg des faschistischen Deutschlands gegen die Sowjetunion. Nach dem „Generalplan Ost“ sollten 50 Millionen Menschen als „Untermenschen“ vernichtet, vertrieben oder versklavt werden. Die wirtschaftliche Ausplünderung der eroberten Gebiete bis zum Aushungern der Bevölkerung war von Beginn an Teil der Kriegsführung der Wehrmacht im Osten.
Wir erinnern an Saarländer, die sich zwischen 1941 bis 1945 auf die Seite der Roten Armee gestellt haben, um so die verbrecherischen Ziele Hitlers und seiner Clique zu durchkreuzen.
Die Bilanz: Infolge von Krieg und deutscher Besatzung wurden 27 Millionen Sowjetbürger getötet. Von den mehr als fünf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen kamen ca. 3,3 Millionen ums Leben. Die Wehrmacht hinterließ verbrannte Erde; zerstört wurden 1.710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Fabriken, 2.766 Kirchen und Klöster, 4.000 Bibliotheken und 427 Museen.

DRUCKFRISCH EINGETROFFEN!Erhältlich in unserer Geschäftsstelle
15/06/2026

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BUSEXKURSION AUF DEN SPUREN DES BAUERNKRIEGS 1525Im elsässischen Saverne (früher: Zabern) kam es im Mai 1525 zur bis dah...
31/05/2026

BUSEXKURSION AUF DEN SPUREN DES BAUERNKRIEGS 1525
Im elsässischen Saverne (früher: Zabern) kam es im Mai 1525 zur bis dahin größten Schlacht im Deutschen Bauernkrieg. Fast genau 501 Jahre später machte sich in Kooperation mit den Naturfreunde-Saarland ein Bus auf den Weg zu den Stätten dieses bedeutenden Ereignisses in der Deutschen Geschichte.
1525: Nur wenige Jahre nachdem mit Martin Luther die Reformation begann und die unterdrückten Schichten sahen, dass ihre Lebensbedingungen doch nicht „gottgewollt“ sein konnten, kam es zu einem Flächenbrand, bei der Kirche und Adel um ihre angestammten Privilegien bangten.
Immer häufiger lehnten sich Bauern gegen die traditionelle Gesellschaftsordnung auf. Vor allem in den deutschsprachigen Gegenden Thüringen, Schwaben, Tirol, Franken oder dem gesamten Elsass probten sie 1525 mit dem Mut der Verzweiflung einen Aufstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung.

Dank Buchdruck und Mundpropaganda verbreiteten sich die Informationen rasend schnell, nämlich immer dort, wo die Lebens- und Arbeitsbedingungen ebenso schlecht waren. Die Kritik an Adel und Kirche machte auch auf viele Menschen in der heutigen Gegend von Saar und Blies Eindruck. Doch diesmal blieb es nicht beim Lamentieren, stattdessen brachen Bauern mit Sensen und Äxte auf und organisierten sich in so genannten Bauernhaufen, um sich dem großen Bauernheer anzuschließen, das bei Saverne auf Verstärkung wartete. Der pure Anblick und die Entschlossenheit der Landleute sollten Feudalherren wie Klerus zum Einlenken bewegen. Diese gingen zunächst auf die Forderungen der Bauernvertreter ein und sicherten zu, die arme Bevölkerung zu entlasten und auch in Religionsfragen Zugeständnisse zu machen.

Doch nachdem das Bauernheer seine Waffen niedergelegt hat, kam es zum brutalsten Gewaltausbruch des Bauernkriegs: Angeführt von Herzog Anton von Lothringen, metzelten Landsknechte etwa 16 bis 18 Tausend Bauern nieder. Das Massaker verdeutlicht das Ausmaß exzessiver Gewalt, das den Deutschen Bauernkrieg von 1525 deutlich von anderen kriegerischen Konflikten der Frühen Neuzeit abhebt.

Nach über 300 Jahre kommt Friedrich Engels bei seiner Betrachtung des Deutschen Bauernkriegs zu der Einschätzung „Die Revolution ist die Lokomotive der Geschichte“ und betont die historische Bedeutung des Bauernkriegs als einen Vorläufer der bürgerlichen Revolutionen und Beweis für das revolutionäre Potenzial der Bauern.

Und die Bauern aus der Gegend von Saar und Blies? Gerüchte besagen, dass sie recht spät auf Zabern gezogen sind. Die Gründe waren vielfältig wie praktischer Art. In Herbitzheim (bei Sarreguemines) besetzte man zunächst ein Kloster, von dem heute nicht einmal mehr die Grundmauern existieren. Von dort ging es ins Graufthal, wo sie die dortige Benedektinerabtei stürmten und als verhasstes Symbol der Unterdrückung plünderten. Einige Historiker vermuten, dass sich dadurch der Vormarsch auf Saverne – tatsächlich sammelten sich die Bauernheere bei Marmoutier – entscheidend verzögerte. Einen Einfluss auf den Ablauf hatte dies nicht. Zu gewaltig war die Übermacht der in „Kriegshandwerk“ geübten Landsknechte.

Die Busgruppe machte daher zunächst Station im Graufthal und ließ sich von Vertreter*innen der lokalen Archäologen-Initiative den Stand der Ausgrabungen auf dem ehemaligen Klostergelände erklären, wo erst ein Bruchteil des Areals in den letzten zehn Jahren erforscht werden konnte.
Weiter ging es nach Marmoutier mit seiner die dörfliche Silhouette beherrschenden romanisch-gotische Klosterkirche. Nach einem stärkenden Mittagessen, besuchte die Gruppe in Lupstein das Gebeinhaus, mit Überresten der vor 500 Jahren Gefallenen. In dieser Form ein einmaliges und ergreifendes Zeugnis der damaligen Ereignisse.

Anschließend führte Herr David Peter von der Gesellschaft für Geschichte und Archäologie von Saverne und Umgebung (Société d'histoire et d'archéologie de Saverne et environs) die Teilnehmer*innen "Auf den Spuren des Bauernkriegs 1525". Die im 16. Jahrhundert bedeutende Stadt an der „Zaberner Steige“, einem wichtigen Verbindungsweg in Richtung Metz/Paris öffnete vielen Bauern die Tore, was jedoch am Verlauf der Handlungen nichts mehr änderte.

So grausam und so tiefgreifend die Niederlage der Bauerbewegung, spätestens bei der französischen Revolution rund 250 Jahre später haben die Bauern ihre Naivität abgelegt und konnten durch ihre Geschlossenheit den Feudalismus abschütteln und einen tiefgreifenden persönlichen und gesellschaftlichen Wandel herbeiführen.

Ganz herzlichen Dank an Herrn David Peter,  Gesellschaft für Geschichte und Archäologie von Saverne und Umgebung, Sociét...
31/05/2026

Ganz herzlichen Dank an Herrn David Peter, Gesellschaft für Geschichte und Archäologie von Saverne und Umgebung, Société d'histoire et d'archéologie de Saverne et environs zum Stadtrundgang in Saverne "Auf den Spuren des Bauernkriegs 1525".
Was nicht viele wissen, knapp 100 Kilometer von Saarbrücken tobte vor genau 501 Jahren die größte Schlacht im "deutschen Bauernkrieg". Tatsächlich wollten die meisten Bauern - teilweise aus der Gegend der Saar und Blies kommend - nur eine Verständigung mit der Kirchen und den Feudalherren über geringere Belastungen an Steuern und Abgaben.
Also, erzielten sie eine Einigung, legten die Waffen nieder und wurden von den Landsknechtstruppen niedergemetzelt. Man schätzt die Zahl auf etwa 18.000 tote Bauern.
So grausam und so tiefgreifend die Niederlage der Bauerbewegung, spätestens bei der französischen Revolution haben die Bauern ihre Naivität abgelegt und konnten durch ihre Geschlossenheit den Feudalismus abschütteln und einen tiefgreifenden Wandel herbeiführen.

Cet après-midi, sous un soleil de plomb, le président de la Shase a mené une cinquantaine de personnes de la Peter Imandt Gesellschaft de Sarrebruck (Allemagne) sur les traces de la guerre des Paysans à Saverne en 1525.

FILMAUFFÜHRUNG: GAZA - AUGENZEUG*INNENAm 13. Mai zeigten wir an der Universität den ergreifenden Film von Aleko Gotschef...
15/05/2026

FILMAUFFÜHRUNG: GAZA - AUGENZEUG*INNEN
Am 13. Mai zeigten wir an der Universität den ergreifenden Film von Aleko Gotscheff. Das Filmprojekt vereint unterschiedliche Perspektiven von Menschen aus Gaza und fängt ein breites Spektrum persönlicher Geschichten, Situationen und Erfahrungen ein. Palästinensische Künstler*innen präsentieren diese Geschichten und die Mischung ergibt ein umfassendes Bild von Tod und Leben, Verzweiflung und Ironie, Schrecken und Menschlichkeit in dem geschundenen Landstreifen.
Trotz der zerstörerischen Kräfte seitens der israelischen Besatzung und der Kriegsähnlichen Zustände, haben die Augenzeug*innen den unerschütterlichen Willen zu überleben.
Der Film ist in Arabisch mit deutschen Untertiteln. Anschließend gab es unter der Moderation von Sirin Knecht, RLS-Berlin die Gelegenheit zum Austausch mit Hossam Al-Madhoum, der von London aus via Zoom zugeschaltet war.

SIM AUSSTELLUNG VERLÄNGERT!Ursprünglich sollte sie bis zum 9. Mai laufen. Nun können sich die Besucher*innen noch bis zu...
06/05/2026

SIM AUSSTELLUNG VERLÄNGERT!
Ursprünglich sollte sie bis zum 9. Mai laufen. Nun können sich die Besucher*innen noch bis zum Mittwoch, 13. Mai die Bilder von José Luis Rey Vila, kurz SIM in der HBK-Galerie anschauen.
Danke Saarbrücker Zeitung für den einfühlenden Artikel.

HELENA STEINHAUS IN DER CAMERA ZWOTotalsanktionen, Nullrunde, Quadratmeterdeckel, das Leben wird den Betroffenen auf all...
01/05/2026

HELENA STEINHAUS IN DER CAMERA ZWO
Totalsanktionen, Nullrunde, Quadratmeterdeckel, das Leben wird den Betroffenen auf allen Ebenen schwerer gemacht. Zugleich sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt historisch schlecht. Die neue Grundsicherung ist ein Damoklesschwert über Erwerbslosen und allen, die Lohnarbeit machen.
Auf unsere Einladung hin berichtete die Gründerin von Sanktionsfrei, einem gemeinnützigen Verein, der sich für die Belange von Erwerbslosen einsetzt, sowohl juristisch als auch finanziell und durch Öffentlichkeitsarbeit im Saarbrücker Kino, wie der Sozialstaat Deutschland immer weiter an Glanz verliert. Jüngstes Beispiel ist das von CDU und SPD abgeschaffte Bürgergeld und die Installierung eines verschärften Sanktionsregimes.
Dabei wird laut Steinhaus mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn tatsächlich richtet sich der von CDU angestachelte Volkszorn gegen so genannte Totalverweigerer, deren Anzahl allerdings im Promille-Bereich liegt. Vielmehr bedeuten die jüngsten Maßnahmen ein neues Level des Kampfs von Reichen gegen Arme. Denn während die einen Erbschaft und Karriere genießen, darben die anderen ohne Arbeit, ohne Wohnung, ohne Vermögen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen „Aufstocker“ brauchen trotz Arbeit staatliche Hilfe. Von Armut Betroffene werden ausgegrenzt und stigmatisiert.
Unter der Moderation von Carina Webel, Arbeitskammer des Saarlandes, Abteilung Wirtschafts- und Umweltpolitik las Steinhaus mehrere Passagen ihres 2023 im S. Fischer Verlag erschienen Buches „Es braucht nicht viel“, in dem sie flapsig, faktenreich und mitunter wohlbegründet zynisch offen legt wie politische Debatten über Armut und Sozialleistungen entgleisen und wie mit Menschen in Armut umgegangen wird.
Der Auftritt von Helena Steinhaus war eine Kooperationsveranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Saar mit der Arbeitskammer des Saarlandes, der Solidarische Aktion Saar, dem Haus der Nachhaltigkeit, der Saarländische Armutskonferenz e.V. und der Küche für Alle (KüFa).

SIM AUSSTELLUNG IN DER HBK-GALERIE Fulminante Eröffnung zu Ehren des Spanischen Malers Jose Luis Rey Vila, genannt SIM, ...
30/04/2026

SIM AUSSTELLUNG IN DER HBK-GALERIE
Fulminante Eröffnung zu Ehren des Spanischen Malers Jose Luis Rey Vila, genannt SIM, in der Keplerstraße (nahe Ludwigskirche).
Obwohl Jose Luis Rey Vila (1900-1983) der berühmteste Künstler seiner Zeit war, geriet er nach dem Bürgerkrieg völlig in Vergessenheit. Seine Werke waren Jahrzehntelang weder in Spanien noch in Deutschland zu sehen.
Darauf verwiesen die Brüder Dr. Stephan und Johannes Peter, die diese Ausstellung maßgeblich initiiert haben.
Als besondere Gäste waren die Großnichte des Malers Mercè Balda Rey eigens aus Barcelona und Carmen Negrin, Enkelin des Ministerpräsidenten der Spanischen Republik Juan Negrin aus Paris angereist.
Beim Betrachten der teilweise 100 Jahre alten Werke wird schnell klar, SIM's Oeuvre kann noch heute den Gegnern des Autoritären Mut machen und sie veranlassen für mehr direkte Demokratie in Staat und Wirtschaft zu kämpfen. Denn nur dort wo allgemeine Partizipation besteht, erweisen sich die gewachsenen pluralistischen Strukturen als resistent gegenüber ihren Feinden.
Danke an alle Organisatoren und Unterstützer, die diese Schau ermöglichen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 9. Mai 2026
Öffnungszeiten: https://galerie.hbksaar.de/kontakt-galerie

Adresse

Futterstraße 17-19
Saarbrücken
66111

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