Rosa Luxemburg Stiftung Saarland

Rosa Luxemburg Stiftung Saarland Rosa Luxemburg Stiftung Saar will einen Betrag leisten, Menschen für Politik, Gesellschaft und Geschichte zu sensibilisieren.

Angeboten werden Diskussionen, Vorträge, Lesungen, Seminare und die Herausgabe von Publikationen.

FILM "ALICE & HORST" GLÄNZT IN ITALIENKai Reppert und Antonia Rib nehmen „Special Mention“ beim i-Fest persönlich entgeg...
16/09/2026

FILM "ALICE & HORST" GLÄNZT IN ITALIEN
Kai Reppert und Antonia Rib nehmen „Special Mention“ beim i-Fest persönlich entgegen.

Saarbrücken / Castrovillari (Italien) – Großer Erfolg auf internationalem Parkett: Am vergangenen Samstag, erlebten der saarländische Regisseur Kai Reppert und die Illustratorin und Animatorin Antonia Rib einen besonderen Höhepunkt ihrer bisherigen Filmarbeit. Auf dem feierlichen Gala-Event des renommierten i-Fest International Film Festivals in Süditalien durften die beiden persönlich die Auszeichnung „Special Mention“ (Besondere Erwähnung) der internationalen Jury für ihren Dokumentarfilm „Alice und Horst“ entgegennehmen.
Die Rosa Luxemburg Stiftung Saarland – Peter Imandt Gesellschaft e.V., die bei dem Projekt als Produzentin fungiert, gratuliert dem gesamten Team herzlich zu dieser bedeutenden Würdigung.
„Es war eine großartige Erfahrung, am Samstagabend bei der Gala in Italien dabei zu sein“, so Regisseur Kai Reppert nach der Preisverleihung. „Dass die Geschichte von Alice und Horst auch über die saarländischen Grenzen hinaus eine solche emotionale Kraft entfaltet und geehrt wird, bedeutet uns enorm viel.“ Um den internationalen Gästen die besondere handwerkliche Machart des Films auch haptisch näherzubringen, hatte das Duo zudem eine kreative Idee im Gepäck: Vor Ort in Castrovillari verteilten sie kleine Daumenkinos mit Motiven aus den Animationen von Antonia Rib, die beim Festivalpublikum auf große Begeisterung stießen.
Der Erfolg beim i-Fest ist dabei nicht die einzige gute Nachricht für das Team. Wie just bekannt wurde, hat es „Alice und Horst“ zudem in die „Official Selection 2026“ des Forward Film & Television Festival in Birmingham in der Kategorie Dokumentarfilm geschafft, eine weitere Bestätigung für die internationale Relevanz des Werks.
Trotz dieses Erfolgs im Ausland bleibt der Film fest in der Erinnerungskultur der Region verwurzelt.
In Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kommt der Film nun zurück ins Saarland: Für Sonntag, den 8. November 2026, ist eine besondere Filmvorführung in Saarbrücken geplant.
„Werke wie ‚Alice und Horst‘ sind für eine wehrhafte, lebendige Erinnerungskultur unverzichtbar. Wir sind unglaublich stolz auf Kai Reppert, Antonia Rib und das ganze Team, die dieses wichtige Thema so virtuos auf die große Leinwand gebracht haben“, betont der Vorstand der Rosa Luxemburg Stiftung Saarland – Peter Imandt Gesellschaft e.V. abschließend.
Weitere Details zur Veranstaltung der IG BAU am 8. November werden in Kürze über die offiziellen Kanäle der Stiftung bekannt gegeben.

„UNSERE HEIMT IST HEUTE VOR MADRID“Saarländer im Spanischen Bürgerkrieg90 Jahre ist es her, im Juli 1936, dass die Spani...
12/09/2026

„UNSERE HEIMT IST HEUTE VOR MADRID“
Saarländer im Spanischen Bürgerkrieg

90 Jahre ist es her, im Juli 1936, dass die Spanische Militärspitze unter General Francisco Franco gegen die demokratisch gewählte republikanische Regierung putschte.
Nach heutigem Forschungsstand folgten mindestens 245 Saarländer dem Aufruf der Spanischen Republik, Kommunistischer Internationale und vieler anderer demokratischen Organisationen, den Vormarsch der Faschisten aufzuhalten. Sie riskierten ihr Leben, um das zu schaffen, was mit der Einheitsfront von KP und SP 1934 nicht gelang: Den Faschismus zu stoppen und den zu erwarteten großen europäischen Krieg zu verhindern. 67 Saarländer bezahlten diesen Einsatz mit ihrem Leben.
Gestern fand zu dem Thema im Kino Achteinhalb eine Filmvorführung und anschließende Podiumsdiskussion statt. Zunächst gab es die SR-Produktion „Unsere Heimat ist heute vor Madrid“ aus dam Jahr 1986 zu sehen. Unter der Moderation von Silvia Buss diskutierten Harald Wittstock und Fritz Mergen von den Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (KFSR) über den Verlauf des Krieges und was dieser für die Menschen, die sich mit Spanien solidarisierten bedeutete.
Wittstock und Mergen sind selbst Kinder von Spanienkämpfer*innen, was bis ins hohe Alter ihr Leben prägte. Mergen selbst, ging als junger Heranwachsender nach Berlin (DDR), weil er die Ausgrenzung und Stigmatisierung seiner nächsten Umgebung im saarländischen Neunkirchen nicht länger ausgesetzt sein wollte. Kurze Zeit später zog die ganze Familie nach.
Beide warben dafür, die Erinnerung der vielen Deutschen in den Internationalen Brigaden wach zu halten, denn schließlich habe sich das Thema Faschismus bis heute nicht erledigt. Ganz im Gegenteil.
Dazu gehöre auch weiter nach Kämpfer*innen zu suchen, bzw. diese Biografien zu erforschen. Aktuell ergeben sich immer noch neue Erkenntnisse und öffnen sich bislang unbekannte Archive.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer des Abends u.a. Marcelo Lazcano für die musikalische Begleitung und die VVN-BdA Saar.

VORBESPRECHUNG FÜR DEN SPANIEN-ABENDAuf dem Friedensfest in Berlin traf Regionalmitarbeiter Patric Bies auf Fritz Mergen...
10/09/2026

VORBESPRECHUNG FÜR DEN SPANIEN-ABEND
Auf dem Friedensfest in Berlin traf Regionalmitarbeiter Patric Bies auf Fritz Mergen (rechts) von den Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (KFSR). Fritz ist morgen um 19 Uhr zu Gast Kino 8 1/2 und berichtet dort über seinen Vater, und wie es ihm und seiner Familie im Saarland nach 1945 erging.
Als Folge der Volksabstimmung 1955, verließen sie das Saarland auf Nimmerwiedersehen in Richtung Berlin.
Seit Vater, der ebenfalls Fritz hieß, überlebte den Spanischen Bürgerkrieg und das Konzentrationslager Dachau.
Bildmitte: Ewald P. Schulz ist Historiker bei KFSR.
https://www.sn.at/salzburg/politik/dieses-weinen-und-schreien-liess-mir-keine-ruhe-art-81153

HERZLICHE EINLADUNG FÜR FREITAG, 11. SEPTEMBER
07/09/2026

HERZLICHE EINLADUNG FÜR FREITAG, 11. SEPTEMBER

KINDERARMUT MUSS NICHT SEINDas "schönste Bundesland der Welt" gehört bei der Armutsgefährdungsquote zu den Bundesländern...
28/06/2026

KINDERARMUT MUSS NICHT SEIN
Das "schönste Bundesland der Welt" gehört bei der Armutsgefährdungsquote zu den Bundesländern mit dem höchsten Risiko. Schon jedes vierte Kind im Saarland gilt als armutsgefährdet. Tendenz steigend. Kinderarmut bedeutet Ausgrenzung, Benachteiligung, ständiger Verzicht. Sie ist oftmals behaftet mit Scham sowie dem dauernden Kampf gegen Vorurteile. Und: Sie kann sich auf das gesamte Leben der betroffenen Kinder auswirken.
Dass diese Misere weder Menschengemacht, noch irgendwelchen Naturgesetzlichkeiten unterliegen, dürfte jedem klar sein.

In Kooperation mit Saarländische Armutskonferenz e.V. diskutierten letzten Freitag Annette Helfen (Konrektorin), Nicole Schäfer-Brand (Schulsozialarbeit), Denise Sier (Förderlehrerin), Ramona Stuchlik (Elternvertretung), Eva Schmitt-Vollmer (DBSH Saar) früher beruflich Schulsozialarbeit und Christine Steimer (SAK Vorständin) unter der Moderation von Michael Leinenbach.

Zur Überwindung von Kinderarmut sind ein Bündel von Maßnahmen erforderlich. So sind staatlicherseits direkte finanzielle Entlastungen für Familien erforderlich. Gleichzeitig müssen gebührenfreie Bildungs- und Betreuungsangebote sowie soziale Initiativen vor Ort ausgebaut werden.

Gedenkfahrt am 21. Juni 2026ARBEITERBEWEGUNG DER GROSSREGION FÜR FRIEDENAus Anlass des 85. Jahrestages des Überfalls des...
26/06/2026

Gedenkfahrt am 21. Juni 2026
ARBEITERBEWEGUNG DER GROSSREGION FÜR FRIEDEN

Aus Anlass des 85. Jahrestages des Überfalls des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion (Operation Barbarossa) am 22. Juni 1941 führte der Ortsverein ver.di Saar Blies in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt ein internationales Treffen gegen Faschismus und Krieg im Drei-Länder-Eck gemeinsam mit Kooperationspartnern durch.
Der Feldzug der N***s zielte auf einen rassistischen Vernichtungskrieg zur Zerstörung des „jüdischen Bolschewismus“. Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion sollte erobert, ihre politischen und militärischen Führungskräfte ermordet und große Teile der Zivilbevölkerung dezimiert und entmachtet werden.
Mit dem Hungerplan, zu dem die Belagerung Leningrads gehörte, wurde der Hungertod vieler Millionen Kriegsgefangener und Zivilisten einkalkuliert, und nach dem „Generalplan Ost“ sollten großangelegte Vertreibungen folgen. Außerdem wurden Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ausgebildet, die hinter der Front Massenmorde an Juden, Slawen und kommunistischen Funktionären begehen sollten. Zu all dem erteilte das NS-Regime seit März 1941 völkerrechtswidrige Befehle, die von der Wehrmachtsführung ihrerseits übernommen und weitergegeben wurden. Das alles war Grund genug, an diesem Tag feierlich dieses Ereignis zu gedenken und deutlich zu machen, wir wollen weder Krieg noch Faschismus.
Am Sonntag, 21. Juni, fuhren wir bei brutaler Hitze mit vollem Bus ins Musée National de la Résistance et des Droits Humains (MNRDH) in Esch-sur-Alzette in Luxemburg. In zwei Gruppen gab es eine Führung zum Widerstand, zur NS-Repression und zum Holocaust im Nachbarland. Begleitet wurden wir von aktiven Gewerkschaftern, die uns von ihrer antifaschistischen Friedensarbeit erzählten.
Um 11 Uhr hieß es weiterfahren nach Frankreich, das Ziel hieß Guinkirchen. Die Anfahrt war für den großen Bus nicht so einfach, aber unser Fahrer war spitze und er kann auch rückwärtsfahren an Abgründen vorbei. Im modernen Gemeinschaftshaus trafen wir auf französische Kolleginnen und Kollegen und wir stärkten uns mit leckerem Grillschinken und Getränken. Seit dem frühen Morgen war der Schinken gegrillt worden.
Nach dem Freundschaftsessen verlegten wir die Kundgebung kurzerhand in den Saal. Unser Kollege Hans Ruge interpretierte gefühlvoll Jepestinija Stepanowas Garten und Kollege Rainer Tobae hielt eine bewegende Rede, die auf viel Zustimmung stieß. Anschließend schilderte Kollegin Christine Le Yaouanc von La France insoumise für die französische Seite deren Kampf.
Ernst-Rainer Hertel sprach ein Grußwort für die VVN-Bund der Antifaschisten. Der Lehrer Gabriel Becker informierte über die Bedingungen des La**rs und zeigte sehr eindrucksvolle Bastelarbeiten der Gefangenen, die den Bauern geschenkt wurden, zu deren Arbeitseinsatz sie abkommandiert wurden. Sie erhofften sich so Lebensmittel. Diese Bastelarbeiten waren sehr beeindruckend und lösten bei den Teilnehmern Betroffenheit aus. Hannelore Philippi schenkte namens der Gruppe Kraniche aus Homburg zwei Rechercheergebnisse zweier Gefangener , die im L***r gewesen waren.
Dann ging es weiter zum Camp Ban Saint Jean bei Boulay. Auf dem Weg dorthin hielten wir am ukrainischen Friedhof. Dort sind nahezu 3.000 Sowjetbürger in einem Massengrab vergraben. Wir legten ein paar Blumen nieder.
Hier nahe der saarländischen Grenze wurden von Herbst 1941 bis Herbst 1944 ca. 320.000 sowjetische Kriegsgefangene verwahrt und in unwürdigsten Bedingungen gehalten. Es war ein Zweiglager der Wehrmacht in Forbach und wurde Stalag XII G Johannis-Bannberg genannt. Gebaut wurde das Camp für 1.200 Menschen.
Zeitweise pferchte man 4.000 Männer in das L***r. Wer arbeitsfähig war, musste arbeiten, versorgt wurden sie nicht. Sie aßen Gras und Würmer. 30.000 von ihnen starben an Hunger, Entkräftung, Totschlag oder Erschießungen, wie uns dort erklärt wurde.
In praller Sonne auf offenem Feld ist eine Stele erbaut. Gemeinsam mit dem Lehrer Becker und Freunden und Kollegen aus Frankreich legten wir feierlich das Gebinde nieder und gedachten schweigend den Kriegsopfern.

Text: Michael Quetting

22/06/2026

85 JAHRE ÜBERFALL AUF DIE UDSSR
Gedenk-Exkursion zum Ban St. Jean bei Boulay. Der Ban St. Jean war ehemalige Kaserne und eines der schlimmsten Kriegsgefangenenlager im Dreiländereck Saarland-Lothringen-Luxemburg während des Zweiten Weltkriegs. Wo heute zwei Stelen an das L***r erinnern, starben zwischen 1941 bis 1944 etwa 20.000 Soldaten der Sowjetunion, vorwiegend aus Russland und der Ukraine an Unterernährung, Krankheiten, Kälte oder wurden erschossen.
Danke an die Gewerkschaft Ver.di-Saar-Blies, VVN-BdA Saar.
Spezieller Dank an unsere Kamerad*innen von La France insoumise Departement Moselle.
Weiterer Bericht folgt!

HEUTE VOR 85 JAHREN...
22/06/2026

HEUTE VOR 85 JAHREN...

Heute vor 85 Jahren: Einen beispiellosen Vernichtungs- und Eroberungskrieg begann NS-Deutschland am 22. Juni 1941 gegen die Sowjetunion. Es war der größte und grausamste Feldzug der Geschichte.

Schätzungsweise 27 Millionen Bürger*innen der Sowjetunion fielen dem rassistischen, antisemitischen und antikommunistischen „Weltanschauungskrieg“ zum Opfer. Darunter waren vermutlich 13 Millionen Angehörige der Roten Armee und 14 Millionen Zivilist*innen, tausende Städte und Dörfer wurden zerstört. Zeitgleich fand im Hinterland der Front durch die „Einsatzgruppen“ unterstützt von der Wehrmacht der Holocaust statt, dabei starben 2,8 Millionen jüdische Bürger*innen der Sowjetunion, vor allem in Belarus und der Ukraine.

Zu den Opfern zählen aber auch die mehr als drei Millionen sowjetischen Soldat*innen, die durch Massenmord, beabsichtigten Hungertod und Krankheiten starben. Der Krieg endete schließlich mit der Einnahme Berlins durch die Rote Armee im Mai 1945.

DAS „UNTERNEHMEN BARBAROSSA“- Saarländer gegen Vernichtung Versklavung -Am 22. Juni vor 85 Jahren begann unter dem Deckn...
19/06/2026

DAS „UNTERNEHMEN BARBAROSSA“
- Saarländer gegen Vernichtung Versklavung -
Am 22. Juni vor 85 Jahren begann unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ ein beispielloser Vernichtungs- und Eroberungskrieg des faschistischen Deutschlands gegen die Sowjetunion. Nach dem „Generalplan Ost“ sollten 50 Millionen Menschen als „Untermenschen“ vernichtet, vertrieben oder versklavt werden. Die wirtschaftliche Ausplünderung der eroberten Gebiete bis zum Aushungern der Bevölkerung war von Beginn an Teil der Kriegsführung der Wehrmacht im Osten.
Wir erinnern an Saarländer, die sich zwischen 1941 bis 1945 auf die Seite der Roten Armee gestellt haben, um so die verbrecherischen Ziele Hitlers und seiner Clique zu durchkreuzen.
Die Bilanz: Infolge von Krieg und deutscher Besatzung wurden 27 Millionen Sowjetbürger getötet. Von den mehr als fünf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen kamen ca. 3,3 Millionen ums Leben. Die Wehrmacht hinterließ verbrannte Erde; zerstört wurden 1.710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Fabriken, 2.766 Kirchen und Klöster, 4.000 Bibliotheken und 427 Museen.

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