14/06/2026
▶️Unterdrückung lesbischen Lebens - Der Mut der Betroffenen! ◀️
Im gestern veröffentlichten Kurzvortrag "Was Frauen wollten, zählte nicht" sprach Dr. Kirstin Plötz über die Unterdrückung lesbischer Frauen in der NS-Zeit & in Nachkriegsdeutschland. Sie zeigt dabei, in welchen Formen sich die Unterdrückung durch das 20. Jahrhundert zieht & warum diese bis heute kaum erforscht ist.
Dabei gibt die Referentin ein persönliches Beispiel preis, welches sie betroffen machte: Nach einem ihrer Vorträge, vertraute sich eine Dame Frau Plötz an & erzählte, dass 1981 ihr Kind aufgrund ihrer Sexualität entrissen wurde.
Anhand dieses Falles, erläuterte die Historikerin, dass sich viele Opfer nicht wirklich trauen mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Frauen, denen das Sorgerecht aufgrund ihrer Sexualität entzogen wurden, waren oft als "gescheiterte" gesellschaftlich gebrandmarkt.
Vieles der queeren Geschichte, besonders die lesbische, aber auch die trans- und intergeschlechtliche, ist noch weitgehend unerforscht, weil Betroffene glauben, niemand höre ihnen zu.
Plötz stellt klar, dass dies nicht stimmt. Die Scham gehört nicht denen, die geschwiegen, sondern denen, die sie zum Schweigen gebracht haben.
❗️ Zum Pride Month posten wir jeden Sonntag einen Kurz-Vortrag auf unserem YouTube-Kanal. Plötz' Vortrag findet ihr hier:
https://youtu.be/BPBawdDcIJE
Den gesamten Vortrag "Queeres Leben in der Großregion" findet ihr hier:
https://www.youtube.com/live/rJXioKCgdaE?si=0rhudCNYFaOB7lIf