22/08/2026
Rommerskirchen (Bürgermeister und SPD/WFR) diskutiert gerade beides: Rechenzentrums-Ansiedlung und Netzausbau. Getrennt voneinander…
(Siehe letzten Satz)
"KI frisst so viel Strom, dass sie alte Kohlekraftwerke am Leben hält."
In den USA stimmt dieser Satz gerade. In China nicht.
Peking hat für neue Rechenzentren in acht festgelegten Regionen eine Quote eingeführt: mindestens 80 Prozent des Stroms müssen aus sauberen Quellen kommen. Grüne Rechenzentren sind dort keine freiwillige Selbstverpflichtung mit Hochglanzbroschüre, sondern Auflage.
Und das ist keine Ankündigung für irgendwann, das läuft:
👉 Innere Mongolei: ein Rechenzentrum an 200 Megawatt Windkraft, 100 Megawatt Solar und 45 Megawatt Batteriespeicher
👉 Provinz Qinghai: ein Pilotprojekt komplett über ein Solar-Mikronetz
👉 Nordchina: ein Rechenzentrum an 500 Megawatt Solar und 1,5 Gigawatt Wind
Die Größenordnung dahinter: Chinas Rechenzentren könnten laut einer Bloomberg-Schätzung bis 2030 auf bis zu 600 Terawattstunden kommen. Das ist mehr, als Deutschland heute insgesamt an Strom verbraucht.
Warum es dort schneller geht, ist keine Frage von Ideologie, sondern von Vorlauf und Verfahren. China baut seit Jahren sauberen Strom für seine Industrie aus, der KI-Bedarf trifft also auf ein System, das schon wächst. Dazu bündeln lokale Regierungen die Genehmigungen in eigenen Teams, eine Art One-Stop-Shop für Lizenz und Netzanschluss.
In den USA traf der plötzliche KI-Bedarf dagegen auf ein Netz, dessen Nachfrage jahrzehntelang flach war. Genehmigungen für Solar- und Windparks samt Netzanbindung dauern oft Jahre. Das Verteidigungsministerium hat seine Zustimmungen für Onshore-Windprojekte de facto eingefroren, mehr als 155 Vorhaben stecken fest. 18 Bundesstaaten und Washington, D.C. klagen dagegen.
Trotzdem wäre "China gut, USA schlecht" zu einfach. Auch in den USA wächst Solar schneller als Kohle. Google lässt seine Rechenzentren in Nevada mit Geothermie von Fervo Energy laufen, Meta kooperiert dafür in New Mexico mit XGS Energy. Und China bleibt der größte Treibhausgas-Emittent der Welt, auch wenn sich der Kohle-Boom zuletzt verlangsamt hat.
Der eigentliche Punkt für uns: Rechenzentren sind der am schnellsten wachsende Stromverbraucher unserer Zeit. Ob dieser Bedarf fossile Kraftwerke rettet oder den Ausbau sauberer Energie beschleunigt, entscheidet nicht die Technologie. Es entscheiden Genehmigungsverfahren, Netzausbau und die Frage, ob eine Regierung Auflagen macht oder Absichtserklärungen sammelt.
Deutschland diskutiert gerade beides: Rechenzentrums-Ansiedlung und Netzausbau. Getrennt voneinander.
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"KI frisst so viel Strom, dass sie alte Kohlekraftwerke am Leben hält."
In den USA stimmt dieser Satz gerade. In China nicht.
Peking hat für neue Rechenzentren in acht festgelegten Regionen eine Quote eingeführt: mindestens 80 Prozent des Stroms müssen aus sauberen Quellen kommen. Grüne Rechenzentren sind dort keine freiwillige Selbstverpflichtung mit Hochglanzbroschüre, sondern Auflage.
Und das ist keine Ankündigung für irgendwann, das läuft:
👉 Innere Mongolei: ein Rechenzentrum an 200 Megawatt Windkraft, 100 Megawatt Solar und 45 Megawatt Batteriespeicher
👉 Provinz Qinghai: ein Pilotprojekt komplett über ein Solar-Mikronetz
👉 Nordchina: ein Rechenzentrum an 500 Megawatt Solar und 1,5 Gigawatt Wind
Die Größenordnung dahinter: Chinas Rechenzentren könnten laut einer Bloomberg-Schätzung bis 2030 auf bis zu 600 Terawattstunden kommen. Das ist mehr, als Deutschland heute insgesamt an Strom verbraucht.
Warum es dort schneller geht, ist keine Frage von Ideologie, sondern von Vorlauf und Verfahren. China baut seit Jahren sauberen Strom für seine Industrie aus, der KI-Bedarf trifft also auf ein System, das schon wächst. Dazu bündeln lokale Regierungen die Genehmigungen in eigenen Teams, eine Art One-Stop-Shop für Lizenz und Netzanschluss.
In den USA traf der plötzliche KI-Bedarf dagegen auf ein Netz, dessen Nachfrage jahrzehntelang flach war. Genehmigungen für Solar- und Windparks samt Netzanbindung dauern oft Jahre. Das Verteidigungsministerium hat seine Zustimmungen für Onshore-Windprojekte de facto eingefroren, mehr als 155 Vorhaben stecken fest. 18 Bundesstaaten und Washington, D.C. klagen dagegen.
Trotzdem wäre "China gut, USA schlecht" zu einfach. Auch in den USA wächst Solar schneller als Kohle. Google lässt seine Rechenzentren in Nevada mit Geothermie von Fervo Energy laufen, Meta kooperiert dafür in New Mexico mit XGS Energy. Und China bleibt der größte Treibhausgas-Emittent der Welt, auch wenn sich der Kohle-Boom zuletzt verlangsamt hat.
Der eigentliche Punkt für uns: Rechenzentren sind der am schnellsten wachsende Stromverbraucher unserer Zeit. Ob dieser Bedarf fossile Kraftwerke rettet oder den Ausbau sauberer Energie beschleunigt, entscheidet nicht die Technologie. Es entscheiden Genehmigungsverfahren, Netzausbau und die Frage, ob eine Regierung Auflagen macht oder Absichtserklärungen sammelt.
Deutschland diskutiert gerade beides: Rechenzentrums-Ansiedlung und Netzausbau. Getrennt voneinander.
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