28/07/2026
FDP: Weinstand darf nicht an Bürokratie scheitern
FDP-Fraktion zeigt Unverständnis über das Aus für den Weinstand auf dem Wochenmarkt
Die FDP-Fraktion Rodgau reagiert mit großem Unverständnis auf die Entscheidung der Stadtverwaltung, den Weinstand auf dem Wochenmarkt in Nieder-Roden zum 31. August zu untersagen.
"Gerade in Zeiten, in denen überall darüber diskutiert wird, wie Innenstädte und Wochenmärkte attraktiver werden können, schafft es die Rodgauer Verwaltung, einen beliebten Treffpunkt zu beseitigen. Das ist das völlig falsche Signal", erklärt die FDP-Fraktion.
Der Weinstand von Volker Kosancic ist weit mehr als ein Ausschank. Er bringt Menschen zusammen, er steigert die Aufenthaltsqualität auf dem Puiseauxplatz und belebt den Wochenmarkt. Dass andere Kommunen hierfür praktikable Lösungen finden, Rodgau hingegen nicht, wirft aus Sicht der Liberalen erhebliche Fragen auf.
Besonders unverständlich ist für die FDP die Untätigkeit von Bürgermeister und Magistrat. Anstatt frühzeitig gemeinsam mit dem Betreiber nach einer rechtssicheren Lösung zu suchen, wurde offenbar über Monate hinweg zugesehen, bis am Ende die Kündigung ausgesprochen wurde.
Ebenso kritisch bewertet die FDP das Handeln der Ersten Stadträtin, die für die Ordnungsbehörde verantwortlich ist. Die Wirtschaftsförderung sollte Ansprechpartner und Problemlöser für Gewerbetreibende sein. Statt einen engagierten Unternehmer zu unterstützen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, entsteht der Eindruck, dass man die Angelegenheit schlicht laufen ließ. Dieses Vorgehen wird dem eigenen Anspruch einer aktiven Wirtschaftsförderung in keiner Weise gerecht.
"Eine Wirtschaftsförderung muss Möglichkeiten schaffen und nicht Chancen verhindern. Wer einen Unternehmer, der mit Eigeninitiative den Wochenmarkt belebt, am Ende verliert, hat seinen Auftrag nicht erfüllt", so der Fraktionsvorsitzende der FDP Heino Reckließ.
Die Liberalen erwarten, dass Bürgermeister, Erste Stadträtin und Verwaltung alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Weinstand doch noch in Rodgau zu erhalten. Sollte eine Anpassung von Marktordnung oder Genehmigungspraxis erforderlich sein, müsse diese zügig auf den Weg gebracht werden
Es kann nicht sein, dass engagierte Unternehmer an bürokratischen Hürden scheitern, während andere Kommunen längst praktikable Lösungen gefunden haben. Rodgau braucht eine Verwaltung, die Wirtschaft ermöglicht statt verhindert.“
Unser Pressetext zum Weinstand