04/06/2026
Neu in unseren Sammlungen:
Ölgemälde von Ernst II. Graf zu Holstein-Schaumburg, (1569 – 1622)
Öl auf Leinwand, Kopie eines anonymen Malers nach einer Vorlage von Johannes Rottenhammer im Schloss Bückeburg
Das Gemälde aus dem Besitz des Rintelner Gymnasiums Ernestinum wurde vermutlich in der ersten Hälfte durch einen unbekannten Kopisten angefertigt. Es hing in der Aula des 1817 neu gegründeten Gymnasiums und erinnerte an den Gründer der vormaligen Universität, aus der nach ihrer Schließung die Schule hervorging. Zuletzt zog es mit dem Ernestinum 1975 vom Kollegienplatz an den heutigen Standort und hing im Zimmer des Direktors. Jetzt wurde es dem Museum übergeben, dafür soll in Zukunft eine Reproduktion die Aula des Ernestinums zieren.
Das Gemälde zeigt den Grafen und späteren Fürsten Ernst um 1610. Auf dem Bild - es handelt sich um ein etwa lebensgroßes, sogenanntes Kniestück- ist er in reichbesticktem, höfischem Gewand zu sehen. Die rechte Hand hat er selbstbewusst in die Hüfte gestemmt, im linken Arm hält er, erst auf den zweiten Blick zu erkennen, einen hohen schwarzen Hut mit Perlenbesatz. In der Hand trägt er seine ledernen Handschuhe, auch sie sind Zeichen seines adligen Standes, ebenso wie sein Degen. Der gestärkte Spitzenkragen entspricht der aus den Niederlanden überkommenen Mode der Zeit.
Im Hintergrund ist, schemenhaft und stark nachgedunkelt, eine Burganlage zu erkennen, vermutlich Schloss Bückeburg.
Der Rahmen des etwa 125 x 150 cm großen Gemäldes war einst mit Blattgold belegt und wurde später silbern überstrichen.
Soweit die ersten Eindrücke, weitere Untersuchungen werden folgen.