14/05/2026
Gestern folgte der Landratskandidat Thomas Kresse der Einladung von Thomas Voigt, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion, sowie Georg Kamrath, Kreissprecher von BVB / FREIE WÄHLER. Im Theos Steakhouse in Neuruppin stellte sich Thomas Kresse den Fragen und Anliegen der Mitglieder.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sowie die Zukunft kommunaler Einrichtungen. Kritisch äußerte sich Thomas Kresse angesichts des Haushaltsdefizits zu weiteren Übernahmen durch den Landkreis – etwa des Kurt-Tucholsky-Museums oder des Frauenhauses in Neuruppin. Bereits die Übernahme der Oberschulen stelle den Landkreis vor große finanzielle Herausforderungen.
Einigkeit bestand darin, dass Haushaltsdebatten künftig ehrlich, transparent und nachvollziehbar geführt werden müssen. Ebenso brauche die Kreisverwaltung dringend ein modernes Personalentwicklungskonzept, was seit Jahren bereits eingefordert werde. Thomas Kresse betonte zudem, dass endlich Brücken zwischen Landkreis und Gemeinden gebaut werden müssten, um zu einer kommunalen Familie zu werden, die diesen Namen auch verdient.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Stabilisierung der Gesundheitsversorgung im Landkreis. Gerade im ländlichen Raum brauche es verlässliche medizinische Angebote und eine langfristige Sicherung der Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger.
Die Verwaltung müsse sich wieder als erster Diener des Bürgers verstehen. Empathie, Hilfe und Unterstützung benötigte es nicht nur in der Kinder- und Jugendhilfe, sondern müssten in allen Bereichen – ob Bauamt, KFZ-Zulassung oder Gewerbeamt – selbstverständlich werden.
Positiv bewertet wurde die Aussage, politische Brandmauern im Kreistag überwinden zu wollen. Die Ausgrenzung von einzelnen Fraktionen soll beendet werden. Nur gemeinsam könne der Landkreis wieder nach vorne gebracht werden. Ebenfalls diskutiert wurde die Einführung von Beiräten, um den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen besser gerecht zu werden, sowie die transparente Aufarbeitung der Vermittlung und Betreibung von Flüchtlingsunterkünften.
Thematisiert wurde außerdem die Frage, wie es sein könne, dass die Partei Die Linke offiziell Thomas Kresse unterstützt, während gleichzeitig in Wittstock, Rheinsberg und Lindow aktiv Wahlkampf für den amtierenden Landrat gemacht werde. Thomas Kresse bezeichnete diese kleine Gruppe als „Geisterfahrer“. Er selbst sei mehrheitlich von den Mitgliedern der Linken als Kandidat aufgestellt worden.
Kritik wurde bezüglich der Unterstützung durch CDU und Linke geäußert. Immerhin tritt er als parteiloser Kandidat an. Herr Kresse hat versichert, dass er in keine Partei eintreten wird.
Bei einigen Fragen blieb Thomas Kresse jedoch aus Sicht vieler Teilnehmer zu unklar. So wurde insbesondere die Frage nach dem Gendern in der Verwaltung kontrovers diskutiert und es erfolgte keine Positionierung durch Herrn Kresse. Doreen Beier aus dem Neuruppiner Behindertenbeirat machten deutlich, dass Gendern aus ihrer Sicht ausgrenze, abwerte und insbesondere für Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche zusätzliche Hürden schaffe. Hier hätten sich viele Anwesende ein klares Nein zum Gendern gewünscht. Eine Aufarbeitung und Aufklärung der Asylgeschäfte wurde leider ausweichend beantwortet. An den Kandidaten Kresse wird die Erwartung geäußert, dass er eine klare Haltung und Position einnimmt zur lückenlosen Aufklärung der Asylgeschäfte.
Unsere Forderungen bleiben deshalb klar:
• Keine Brandmauern und Einbeziehung aller Fraktionen im Kreistag OPR
• Keine Hinterzimmer- oder Kamingespräche mehr
• Ehrliche und vollständige Aufarbeitung der Asylgeschäfte im Landkreis
• Konsequente Digitalisierung der Verwaltung
• Bürokratieabbau zum Schutz und zur Unterstützung unserer Gewerbetreibenden
• Stabilisierung der Gesundheitsversorgung im Landkreis
• Einstellung aller Verfahren gegen die Bürgermeister Karl-Friedrich Schült und Frank-Rudi Schwochow
• Ein klares Nein zum Gendern in der Verwaltung und ein klares Ja zur Anwendung deutschen Rechtschreibung
BVB / FREIE WÄHLER stehen für einen Wechsel an der Spitze des Landratsamtes. 16 Jahre SPD haben dem Landkreis nachweislich nicht gutgetan.
Wir rufen alle Wahlberechtigten dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und zur Wahl zu gehen.
Unsere Wahlempfehlung: Alle außer Ralle!