17/06/2020
Helft das Mercosur-Abkommen zu stoppen!!
Das geplante Freihandels-Abkommen zwischen Südamerika und der EU setzt auf zusätzliche Exporte europäischer Firmen bei Autos und Autoteilen, Maschinen, Chemikalien und Pharmazeutika und gewährt den Mercosur-Staaten im Gegenzug höhere Rindfleisch-, Zucker- und Ethanol-Exporte nach Europa. Gleichzeitig trägt es aber nicht ausreichend Sorge für den Schutz von Umwelt, Klima, Menschenrechten sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Massive Zunahme illegaler Rodungen und Brände im Amazonas
Dieser mangelnde Schutz ist fatal, denn sowohl die Situation der Menschenrechte in Brasilien als auch die Vernichtung des Regenwaldes hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Jair Bolsonaro katastrophal verschlechtert. Mit seinen Ankündigungen, die Amazonasregion stärker für die Landwirtschaft und den Bergbau erschließen zu wollen, hat Bolsonaro den Teppich für illegale Brandrodungen und Angriffe auf Personen und Länder indigener Bevölkerungsgruppen ausgerollt. Das Mercosur-Abkommen droht mit den Handelsliberalisierungen im Agrarbereich dieser dramatischen Entwicklung weiter Vorschub zu leisten.
Ratifizierung stoppen und Nachverhandlungen mit neuem Mandat!
Wir Grüne im Bundestag fordern für das EU-Mercosur-Abkommen Nachverhandlungen auf Grundlage eines neuen Verhandlungsmandats.
Unterschreibt die Forderung von Greenpeace, das EU-Mercosur-Abkommen zu stoppen und fordert gemeinsam mit uns einen fairen Handel, der Klima, Artenvielfalt und Menschenrechte schützt.
Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss. Es sieht vor, die Zölle auf Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker sowie Bioethanol zu senken. Produkte, für die in Südamerika großflächig Wäld...