Rückblick in die örtliche Feuerwehrgeschichte, die in Rettersheim mit Aufzeichnungen aus dem Jahr 1869 beginnt:
In der Frühzeit des Feuerlöschwesens musste dem "Roten Hahn" noch mit einer Handdruckspritze zu Leibe gerückt werden. In der Praxis sahen die Löscheinsätze damals so aus, dass es für die Spritzenmänner erst dann "Wasser marsch" hieß, wenn die Druckspritze über eine Eimerkette "akti
viert" werden konnte. Am 4.Juli 1894 gründeten 22 Rettersheimer Männer die „Freiwillige Feuerwehr Rettersheim“. In der Rettersheimer Feuerwehrgeschichte ist auch festgehalten, welche Personen noch sieben Jahre vor der Wende zum 20. Jahrhundert als so genannte "Feuerläufer" in die Nachbardörfer rennen und "mündlichen Alarm" auslösen mussten: Adam Knüttel lief nach Lengfurt, Josef Hoh nach Trennfeld und Homburg, Martin Hoh nach Unterwittbach und Röttbach, Melchior Nöth nach Rettersheim, Barthel Väth nach Altfeld und Michelrieth. Zur damaligen Ausrüstung gehörten neben der üblichen Schutzkleidung sieben Beile, zwei Laternen, zwei Signalhörner und eine Druckpumpe.
1937 mußte die Wehr zu ihrem bisher größten Einsatz ausrücken, als gleich zwei Scheunen abbrannten. Während des Krieges von 1939 – 1945 wurde die Wehr in eine Pflichtfeuerwehr umgewandelt. Nach dem Krieg gab es wieder eine Freiwillige Feuerwehr.
1953 wurden die Hydranten in Rettersheim installiert und somit hatte die Handspritze ausgedient. Ein Jahr darauf, 1954, fand das 60jährige Stiftungsfest statt, in das der Kreisfeuerwehrtag integriert war. 1964 wurde das Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben und gleichzeitig das 70jährige Gründungsfest gefeiert. 1971 wurde die erste Motorspritze angeschafft. Seit dieser Zeit absolviert die Rettersheimer Wehr regelmäßig Leistungsprüfungen. Die Gemeinde Markt Triefenstein übergab 1978 ein gebrauchtes Feuerwehrauto, das zehn Jahre später durch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzt wurde. Einen weiteren Großeinsatz hatte die Rettersheimer Wehr 1991, als eine Scheune im Ort in Flammen stand. Im gleichen Jahr wurde das Florianstüble eingeweiht, in dem Schulungen, Sitzungen und Versammlungen abgehalten werden. Im Jahr 1994 wurde das 100 jährige Jubiläum der Wehr gefeiert.2004 beging die Wehr ihr 110jähriges Stiftungsfest, das an 4 Tagen groß gefeiert wurde.