24/12/2025
Das Licht, das wir weitergeben
In jener heiligen Nacht, als der Himmel sich über der Welt öffnete, hörten die Menschen zum ersten Mal von der Geburt des Kindes, das Frieden bringen sollte. Nicht durch laute Worte, nicht durch Macht oder Glanz – sondern durch ein leises Licht, das in einem einfachen Stall begann zu brennen.
Es heißt, dass sich damals viele auf den Weg machten: Menschen mit großen Gaben und Menschen mit leeren Händen. Manche brachten Gold, andere kostbare Stoffe, wieder andere nur das, was sie im Alltag trug. Doch unter ihnen war auch jemand, der glaubte, nichts zu besitzen, das wertvoll genug wäre. Er hatte nur ein kleines Licht – unscheinbar, flackernd, kaum der Rede wert.
Und doch war es dieses kleine Licht, das den Stall erfüllte, als die Nacht am dunkelsten war. Ein Licht, das Wärme schenkte, Nähe schuf und die Herzen der Menschen miteinander verband. Ein Licht, das zeigte: Nicht die Größe der Gabe zählt, sondern die Liebe, mit der sie gegeben wird.
So erinnert uns Weihnachten auch heute daran, dass jedes Licht zählt. Das Licht eines guten Wortes. Das Licht einer ausgestreckten Hand. Das Licht eines Moments, in dem wir füreinander da sind.
Möge dieses Licht auch im Jahr 2026 in uns weiterbrennen – leise, aber beständig. Möge es uns Mut schenken, Hoffnung wecken und uns miteinander verbinden. Und möge es uns daran erinnern, dass selbst das kleinste Licht die Dunkelheit durchbrechen kann.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben eine gesegnete, friedvolle und lichtvolle Weihnachtszeit sowie ein hoffnungsreiches neues Jahr 2026.
Ihr Büchereiteam der Familienbücherei St. Josef