Interkulturelle Woche IKW Regensburg

Interkulturelle Woche IKW Regensburg Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Interkulturelle Woche IKW Regensburg, Politische Organisation, Regensburg.

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet seit 1975 bundesweit statt und wird von Integrations-und Ausländerbeiräten, Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kommunen und Religionsgemeinschaften organisiert, mit Inhalten gefüllt.

𝐏𝐨𝐝𝐢𝐮𝐦𝐬𝐝𝐢𝐬𝐤𝐮𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐧 𝐎𝐁-𝐊𝐚𝐧𝐝𝐢𝐝𝐚𝐭*𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐊𝐨𝐦𝐦𝐮𝐧𝐚𝐥𝐰𝐚𝐡𝐥 𝟐𝟎𝟐𝟔Integration, Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Regen...
10/02/2026

𝐏𝐨𝐝𝐢𝐮𝐦𝐬𝐝𝐢𝐬𝐤𝐮𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐧 𝐎𝐁-𝐊𝐚𝐧𝐝𝐢𝐝𝐚𝐭*𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐊𝐨𝐦𝐦𝐮𝐧𝐚𝐥𝐰𝐚𝐡𝐥 𝟐𝟎𝟐𝟔

Integration, Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Regensburg

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 lädt der Integrationsbeirat der Stadt Regensburg, das EBW - Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V. und unten genannte Kooperationspartner*innen zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidat*innen ein.

Kommunalpolitik entscheidet darüber, wie Integration, Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Regensburg konkret gestaltet werden. Dabei geht es um Fragen des Zugangs zu Bildung, Wohnen, Arbeit, Verwaltung und gesellschaftlicher Beteiligung. Gleichzeitig leben in Regensburg viele Menschen mit Migrationserfahrung, deren Lebensrealitäten von kommunalen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind, unabhängig davon, ob sie bei Kommunalwahlen wahlberechtigt sind oder nicht. Vor diesem Hintergrund rückt die Podiumsdiskussion die integrationspolitischen Positionen der OB-Kandidat*innen in den Mittelpunkt.

Die Veranstaltung bietet Raum für einen direkten und öffentlichen Austausch darüber, z.B.
• welche Bedeutung Integration in der kommunalen Politik der Kandidat*innen hat,
• wie Teilhabe und Chancengerechtigkeit in einer vielfältigen Stadt konkret gestärkt werden sollen,
• und welche Verantwortung die Stadt Regensburg gegenüber Menschen mit Migrationserfahrung und Fluchtgeschichte trägt.
Ziel der Podiumsdiskussion ist es, integrationspolitische Fragen als zentrale kommunalpolitische Aufgabe sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Politik und Stadtgesellschaft zu stärken.

Die Diskussion wird von Carsten Lenk moderiert und findet in einem offenen, respektvollen Rahmen statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Beteiligung aus dem Publikum.

Ort: Evangelisches Bildungswerk Regensburg (EBW)
Zeit: 24. Februar 2026, 19:00 Uhr
Veranstalter: Integrationsbeirat der Stadt Regensburg und EBW - Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V.

In Kooperation mit:
• BI Asyl
• BSj-Bayerische Sportjugend Kreis Regensburg
• CampusAsyl
• Caritas Regensburg
• FOS/BOS Regensburg
• IKS-Internationaler Kultur- und Solidaritätsverein Regensburg e.V.
• Jugendbeirat der Stadt Regensburg
• Jugendmigrationsdienst der KJF Regensburg e.V.
• Ukrainisch-Bayerischer Verein Hromada Regensburg e.V.
• Vietnamesische Gemeinde Regensburg

„Unser Stadtbild lebt, weil wir darin leben.“Ein leidenschaftliches Statement des Integrationsbeirats der Stadt Regensbu...
12/12/2025

„Unser Stadtbild lebt, weil wir darin leben.“

Ein leidenschaftliches Statement des Integrationsbeirats der Stadt Regensburg

In unserem Land wird in diesen Tagen über das „Stadtbild“ gesprochen, aber nicht über jenes, das wir jeden Tag erleben.
Wir hören Worte, die verletzen. Worte, die Mauern bauen. Worte, die Menschen, die hier geboren wurden oder hierherkamen, in ein „Wir“ und „Sie“ aufspalten sollen.

Und wir sagen klar: So etwas darf ein Bundeskanzler nicht tun!

Ein Kanzler, der von einem „Stadtbild“ spricht, als wäre Vielfalt ein Schaden, verfehlt seine Verantwortung, verachtet Menschen, die das Land am Laufen halten und beschämt seine Bewohner.
Er spricht nicht für das ganze Land – er spricht an vielen Menschen vorbei.
Er vergiftet den Blick auf Städte, die längst viel weiter sind als seine Worte.

Worte können trennen.
Aber sie können auch aufrütteln.

Wir möchten, dass unsere Stadt hört, was wirklich gemeint ist, wenn auf „das Stadtbild“ gezeigt wird.

Sie sollen von den Problemen ablenken, die wir alle kennen:

steigende Mieten
Kinder- und Altersarmut
kaputtgesparte Schulen
überlastete Kitas
ein Pflegenotstand
ungleiche Bezahlung
die Folgen des Klimawandels
rechte, rassistische und antisemitische Gewalt – auch an Schulen
Keines dieser Probleme hat etwas mit Herkunft zu tun.
Aber alle diese Probleme haben etwas mit Politik zu tun.

Wenn Menschen, die hier leben, als Störung des „Stadtbilds“ beschrieben werden, dann ist das eine Nebelkerze.
Eine bewusste Ablenkung von Verantwortlichkeiten.
Eine Verlagerung von Schuld.

Wir sagen: Schluss damit.

Schluss damit, Menschen zu erklären, sie seien nicht Teil dieses Landes, obwohl sie jeden Tag dafür arbeiten, es am Laufen zu halten.
Schluss damit, Vielfalt als Gefahr darzustellen, weil man keine Antworten auf echte soziale Probleme hat.
Schluss damit, Bürger*innen gegeneinander auszuspielen.

Was uns im Stadtbild wirklich stört?

Nicht die Vielfalt.
Nicht die vielen Farben unserer Stadt.
Nicht Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, verschiedene Traditionen leben oder andere Namen tragen.

Was uns stört, ist etwas ganz anderes:

rassistische Werbung
Beleidigungen in Bussen
Angriffe auf queere Menschen
antisemitische Schmierereien
menschenfeindliche Sticker
das Verdrängen wohnungsloser Menschen
die Abwertung Geflüchteter
unbezahlbare Mieten
fehlende Kitaplätze
überlastete Pflegekräfte
Das zerstört das Stadtbild.
Nicht wir.
Nicht die Vielfalt.
Nicht Menschen, die hier ihr Leben aufbauen.

Wofür wir kämpfen – und was wir fordern

Wir kämpfen für ein Stadtbild, das uns alle sieht.
Für eine Sprache der Verantwortung.
Für politische Führung, die nicht spaltet, sondern zusammenführt.
Für Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Bildung, Sichtbarkeit.

Wir fordern:

eine klare Abkehr von ausgrenzender, gefährlicher Rhetorik,
konkrete Schritte gegen soziale Ungleichheit,
Investitionen in Bildung, Wohnen, Betreuung und Pflege,
Schutz vor Diskriminierung in allen öffentlichen Räumen,
politische Anerkennung von Migration als Teil der Zukunft dieses Landes.
Wir erinnern die Stadt an etwas Wichtiges

Wir sind nicht irgendein Randphänomen.
Wir sind keine statistischen Fußnoten.
Wir sind nicht „Störung“.
Wir sind Bürger*innen dieser Stadt.

Wir sind Teil davon.
Wir sind mittendrin.
Wir sind das, was dieses Stadtbild lebendig macht.

Er sagt Stadtbild.
Wir sagen Zuhause.
Er sagt Problem.
Wir sagen Mitmenschen.
Er zeigt mit dem Finger.
Wir reichen die Hand.

An unsere Stadtbevölkerung

Wir stehen mit Ihnen – nicht gegen Sie.
Unsere Vielfalt gehört zu Ihrem Alltag, zu Ihrem Arbeitsplatz, zu Ihrer Nachbarschaft.
Wir tragen mit bei.
Wir gestalten mit.
Wir gehören dazu.

Wenn jemand behauptet, wir seien ein Problem –
dann erkennen Sie darin bitte nicht die Realität,
sondern die Absicht.

Wir bleiben. Wir gestalten. Wir gehören dazu.

Dieses Stadtbild lebt – weil wir alle darin leben.



Herr Aumer, ich bin Teil des „Stadtbilds“, von dem Sie sprechen.Morgens in Regensburg sehe ich Kinder, die hungrig zur S...
21/10/2025

Herr Aumer, ich bin Teil des „Stadtbilds“, von dem Sie sprechen.

Morgens in Regensburg sehe ich Kinder, die hungrig zur Schule gehen.
Rentner*innen, die an der Supermarktkasse jeden Cent zweimal umdrehen.
Familien, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind und in zu kleinen Räumen leben.

Ich sehe junge Menschen, die trotz Ausbildung keinen sicheren Job finden.
Mütter, die zwei Jobs machen, um die steigende Miete und Lebenshaltungskosten zu zahlen.
Ich sehe Studierende, die zwischen Hörsaal und Nebenjob kaum noch studieren können, weil das Bafög kaum noch was abdeckt.

Ich sehe Schulen, in denen die Zukunft eines Kindes vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Ich sehe Menschen, die trotz Vollzeitstelle kaum über die Runden kommen, weil der Mindestlohn zu niedrig ist, viele in prekären Jobs arbeiten und aufstocken müssen, während die Inflation alles teurer macht.

Das ist das echte Stadtbild.
Es erzählt von sozialer Ungleichheit, nicht von Migration.

Sie reden von „Problemen im Stadtbild“, als wären Menschen mit Migrationsgeschichte der Grund für alles.
Das ist nicht nur falsch.
Es ist rassistisch und absolut menschenunwürdig, Geflüchtete und Asylsuchende nur auf Kriminalität zu reduzieren.

Diese rassistische und stigmatisierende Debatte findet auf dem Rücken von Menschen statt, die keine politische Teilhabe haben und sich dagegen nicht wehren können.

Die wirklichen Probleme sind politisch gemacht: steigende Mieten, Alters- und Kinderarmut, explodierende Energiepreise, ungleiche Bezahlung, kaputtgesparte Schulen, überlastete Kitas, prekäre Arbeitsverhältnisse und ein Pflegenotstand.
All diese Missstände zusammen belasten das ganze gesellschaftliche System und verschärfen die sozialen Ungleichheiten noch weiter.

Wer die Ursachen sozialer Ungleichheit nicht bekämpft, sondern Sündenböcke sucht, verrät genau jene Menschen, die am meisten Unterstützung bräuchten, egal ob sie Müller oder Mehmet heißen.

Die Geschichte hat gezeigt, wohin solche Aussagen geführt haben. Schon einmal führte diese Rhetorik zu Verfolgung, Gewalt und Pogromen.
Eine Gesellschaft, die Menschen aus dem „Stadtbild“ ausschließt, beginnt, ihre Existenz zu entwerten, fängt an, sie auch aus ihrer Menschlichkeit herauszudenken.

Eine Stadt ist kein Museumsraum.
Sie lebt durch ihre Bewohnerinnen.
Durch Vielfalt, Solidarität, Nachbarschaft und Zusammenhalt.

Kinder, die gemeinsam spielen.
Nachbarinnen, die einander helfen.
Menschen, die sich umeinander kümmern, egal woher sie kommen, welche Hautfarbe, Religion, Sprache oder sexuelle Orientierung sie haben.

Wir gehören alle dazu.
Unsere Würde ist unantastbar.

Was wir brauchen, ist nicht mehr Spaltung, sondern soziale Gerechtigkeit.
Faire Löhne. Sichere Renten. Bezahlbare Wohnungen und Energie.
Gleiche Bildungschancen für alle.

Wir brauchen eine sozial gerechte und ganzheitliche Politik für die breite Gesellschaft und diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen, und nicht für Großkonzerne und Dax-Unternehmen.

Wer auf Ausgrenzung setzt, spielt mit der Würde von Millionen.
Und wir sagen: genug.





Mit seiner Aussage zu den Auswirkungen der unkontrollierten und irregulären Migration auf das Stadtbild hat Bundeskanzler Friedrich Merz vollkommen recht.

Ja, die fehlgeleitete Migrationspolitik der letzten Jahre hat vielerorts in Deutschland und auch in Regensburg das Stadtbild verändert und die Integrationsmöglichkeiten in Städten und Gemeinden mehr als überfordert.

Wenn sich in Städten wie in Regensburg Hotspots etablieren, an denen Asylsuchende – zum Beispiel aus den Maghreb-Staaten – die kaum Anerkennungschancen haben, Straftaten begehen, dann verändert das das Stadtbild.

Wenn es nicht mehr erlaubt ist, dies anzusprechen und die Sorgen und Bedenken der Menschen nicht ernstgenommen werden, dann schafft man den Nährboden für Radikale.

Seit dem Regierungswechsel ist es Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gelungen, die illegale Migration massiv zu reduzieren.

Ich habe dem Bundeskanzler in einem Schreiben meine volle Unterstützung für diesen Kurs zugesichert und ihn eingeladen, sich bei einem Besuch in Regensburg selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Unsere Linie bleibt klar:
👉 Migration muss gesteuert, begrenzt, am Bedarf orientiert und humanitär sein.



Meinen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz finden Sie unter:
https://peteraumer.de/bundeskanzler-merz-hat-recht/

20/10/2025

Wiederholung, Verrohung und Verantwortungslosigkeit

Friedrich Merz benutzt diesmal nicht nur abwertende Sprache, er instrumentalisiert Frauen für seine rassistische Erzählung.
Er sagt sinngemäß: „Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte....“
Das ist mehr als bloß populistische Rhetorik. Das ist die bewusste Instrumentalisierung von Angst und das Missbrauchen realer Sorgen für eine rassistische Agenda.

Er benutzt das Bild „der Töchter“, um Emotionen zu wecken, aber nicht, um über reale Gewalt gegen Frauen zu sprechen. Nicht über patriarchale Strukturen, sexualisierte Gewalt oder mangelnde Prävention. Sondern um den Schuldigen schon zu liefern: den Fremden, den Anderen, die nicht so aussehen wie wir.
So wird aus Sorge Stimmung, aus Angst Ausgrenzung.

Friedrich Merz wiederholt seine Worte, Menschen mit Migrationserfahrung seien ein „Problem im Stadtbild“ und daran muss was geändert werden.
Das ist kein Missverständnis.
Kein Ausrutscher.
Das ist Rassismus.
Eine Sprache, die entmenschlicht, spaltet und tief verwurzelte Diskriminierung normalisiert.

Und diesmal kommt aus den eigenen Reihen kaum noch Widerspruch.
Im Gegenteil: CDU-Fraktionschef Jens Spahn verteidigt Merz und meint, er habe „nur ausgesprochen, was jeder sieht, wenn er durch Duisburg oder Essen geht“.
Was für eine entlarvende Aussage. Wer so spricht, übernimmt nicht Verantwortung, er reproduziert genau die rassistische Logik, die Menschen zu Problemen macht, statt über politische Ursachen zu reden.

Und Markus Söder legt nach.
Er sagt: „Natürlich hat Friedrich Merz recht! Es ist die Wahrheit, dass wir die Situation an der Grenze entspannt haben. Aber wir haben natürlich in unseren Innenstädten nach wie vor Herausforderungen. An Hauptbahnhöfen, in Schwimmbädern, an manchen Marktplätzen ist es natürlich für einen ganz großen Teil der Bevölkerung eine Herausforderung.“

Auch das ist keine Analyse, sondern der Versuch, Vorurteile politisch zu instrumentalisieren. Söder nennt Vielfalt eine „Herausforderung“ und macht damit Alltagsleben zur Gefahr.
Das ist keine konservative Sorge, das ist schlichte Entfremdung vom realen Leben dieser Gesellschaft.

Diese Aussagen zeigen, wie weit die Verrohung schon vorangeschritten ist. Wer in einem Satz ganze Bevölkerungsgruppen als ästhetisches oder soziales Problem markiert, sendet ein gefährliches Signal:
Eure Sichtbarkeit ist unerwünscht.
Eure Existenz ist störend.
Euer Beitrag zählt nicht.

Solche Worte sind nicht bloß „unglücklich formuliert“, sie sind politische Gewalt in Sprache. Sie greifen Menschen an, die sich politisch kaum wehren können, weil sie oft nicht repräsentiert sind.
Weil ihre Stimmen in Parlamenten fehlen.
Weil viele von ihnen noch immer ausgeschlossen sind von echter Teilhabe, von Mitbestimmung, von Entscheidungsräumen.
Das ist der Kern der Ungleichheit in diesem Land:
Wer betroffen ist, wird nicht gefragt.
Über sie wird geredet, selten mit ihnen.
Und genau das ist das gefährliche Muster, das sich durchzieht.

Friedrich Merz steht dabei nicht allein.
Die Zustimmung von Spahn, Söder und anderen in der Union zeigt:
Das ist keine Einzelmeinung, sondern eine Richtung. Eine bewusste politische Entscheidung, den rechten Rand nicht zu schwächen, sondern ihm zuzuwinken. Man glaubt, so Stimmen zurückzuholen. Aber in Wahrheit verliert man etwas anderes: Menschlichkeit.

Diese Sprache ist kein Beitrag zur Debatte über Integration, sie ist ein Angriff auf gesellschaftliche Realität. Denn Deutschland ist längst vielfältig, lebendig, hybrid. Unsere Städte sind Spiegel dieser Wirklichkeit, mit Sprachen, Farben, Kulturen, Hoffnungen, Geschichten.
Wer das „Stadtbild“ problematisiert, sagt im Kern:
Diese Realität passt nicht in mein Weltbild.

Doch dieses Land gehört nicht den Blicken derer, die es „aufräumen“ wollen. Es gehört den Menschen, die es gestalten, jeden Tag, im Alltag, in Schulen, auf Baustellen, in Krankenhäusern, in Familien. Sie tragen dieses Land und sie verdienen Respekt, keine Verachtung.

Rassismus beginnt mit Sprache.
Und wer solche Worte ausspricht, schafft die Rechtfertigung für Ausgrenzung. Er macht den Weg frei für jene, die Hass in Politik übersetzen wollen. Wir haben das in der Geschichte schon erlebt, und wir wissen, wohin es führt, wenn Schweigen zum Begleitsound wird.

Deshalb braucht es Haltung, klar und unmissverständlich:
Nicht Anpassung an den rechten Diskurs, sondern Widerstand dagegen.
Nicht Spaltung, sondern Solidarität.
Nicht Ausgrenzung, sondern gleiche Rechte, gleiche Stimme, gleiche Würde.

Denn das Problem liegt nicht im Stadtbild, es liegt im Blick.
Und dieser Blick muss sich ändern, wenn wir als Gesellschaft gerecht und menschlich sein wollen.



Wenn Menschen mit Migrationserfahrung plötzlich als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet werden, dann ist das mehr als nur ...
17/10/2025

Wenn Menschen mit Migrationserfahrung plötzlich als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet werden, dann ist das mehr als nur eine unsensible Phrase, es ist Entmenschlichung und klar rassistisch.

Was heißt „Stadtbild“ in diesem Kontext? Wer entscheidet, wie eine Stadt aussehen „sollte“, und wer wird dabei als „störend“ empfunden?
Wenn Politik beginnt, nach Aussehen oder Herkunft Menschen auszugrenzen, statt über konkrete soziale Probleme wie Kinder- und Altersarmut, Pflegenotstand, Bildungsungleichheit, explodierende Mieten, Wohnungsnot, die Überlastung des Gesundheitssystems, prekäre Arbeitsverhältnisse, schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege oder Klimaungerechtigkeit zu sprechen, dann wird das gefährlich.

Das ist schädlich und gefährlich weil:
• Es schafft ein „Wir gegen Die“, ein Gefühl: Die Zugezogenen, die Anderen, die man nicht sehen oder hören will.
• Es lenkt von den genannten echten Herausforderungen ab und reduziert sie auf bloße Kultur oder Herkunftsmerkmale.
• Es bestärkt Vorurteile, macht Menschen verletzlich, spürbar diskriminiert und stigmatisiert.
• Es widerspricht dem Grundsatz der Verfassung, dass alle die gleiche Würde haben und gleichwertig sind, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Identität.

Wir fordere:
• Keine „Stadtbild-Sündenböcke“, sondern differenzierte Diskussion über Integration und Inklusion, echter Teilhabe, Lösungen für die sozialen Probleme, Ungerechtigkeiten und wie wir solidarisch, vielfältig und gleichberechtigt zusammenleben wollen.
• Verantwortung von politisch Verantwortlichen: Aussagen, die spalten und Menschen stigmatisieren, sollten zurückgenommen und unterlassen werden.
• Mehr Empathie: Menschen sind keine Kulisse und Vielfalt ist unsere Realität und eine Chance.

Blick in die Vergangenheit:
Merz’s wiederholte Entgleisungen

Damit das nicht ungesehen bleibt:
Die aktuelle Aussage reiht sich ein in eine Reihe von früheren Äußerungen von Friedrich Merz, die rassistisch und diskriminierend sind und kritisiert wurden:
• Er bezeichnete Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund als „kleine Paschas“.
• Er behauptete, abgelehnte Asylbewerber*innen ließen sich „die Zähne machen“, während Deutsche angeblich Probleme bekommen, Arzttermine zu bekommen.
• Er sprach von „Sozialtourismus“ im Zusammenhang mit ukrainischen Geflüchteten.
• Er schlug vor, dass straffällig gewordene Doppelstaatler*innen ihre Staatsbürgerschaft verlieren sollten – ein Vorschlag, der vielfach als diskriminierend und rassistisch gewertet wird.

Diese wiederholten Aussagen zeigen ein Muster: Nicht nur punktuelle Fehltritte, sondern systematische Wortwahl, die Gruppen, die ohnehin schon marginalisiert sind, weiter stigmatisiert.

Das Problem ist nicht das Stadtbild , das Problem ist der Blick darauf.

Wenn Friedrich Merz Menschen mit Migrationserfahrung als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet, sagt er mehr über sein Weltbild als über unsere Städte.
Denn hier geht es nicht um Ordnung oder Integration, es geht um Deutungshoheit: Wer gehört dazu, und wer soll lieber unsichtbar bleiben?

Die Aussage fügt sich ein in eine Reihe früherer abwertender Formulierungen von Merz, die das gleiche Muster zeigen: abwehren, spalten, ablenken.
Das ist kein Zufall, sondern eine politische Strategie auf Kosten derer, die ohnehin weniger Stimme und politische Teilhabe haben.

Solche Worte sind nicht neu.
Schon einmal wurde in diesem Land darüber gesprochen, „das Stadtbild zu bereinigen“, damals als Jüdinnen und Juden aus den Straßen, Geschäften und Häusern vertrieben wurden.
Die Sprache kam zuerst, die Gewalt folgte.
Das war kein Zufall, sondern System.

Wer heute wieder über ein „unerwünschtes Stadtbild“ redet, sollte wissen, welche historischen Schatten er damit aufruft.
Denn eine Gesellschaft, die beginnt, Menschen aus ihrem Stadtbild herauszudenken, fängt an, sie auch aus ihrer Menschlichkeit herauszudenken.

Rassismus beginnt mit Worten und und führt zu Ausgrenzung, Stigmatisierung und zu Unmenschlichkeit.

Deshalb braucht es klare Haltung:
Wer von Demokratie spricht, muss auch Menschenrechte meinen.
Wer soziale Gerechtigkeit will, muss Vielfalt schützen und nicht bekämpfen. Echte Verantwortung heißt, dieser Logik zu widersprechen, klar, laut und solidarisch.

Und eines muss klar sein:
Wer die Sprache und Positionen rechter Parteien übernimmt, schwächt sie nicht, er stärkt sie.
Er signalisiert ihren Wähler*innen, dass ihre Ausgrenzungsideen „berechtigt“ seien und verschiebt damit die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts.

Echte Verantwortung bedeutet, dieser Entwicklung entgegenzutreten, mit Haltung, Solidarität und dem Mut, die Menschenwürde über Stimmungen zu stellen.



Pressemeldung des Integrationsbeirates der Stadt Regensburg :Solidarität mit Hamado Dipama – Absage einer Veranstaltung ...
29/09/2025

Pressemeldung des Integrationsbeirates der Stadt Regensburg :

Solidarität mit Hamado Dipama – Absage einer Veranstaltung in den Interkulturellen Wochen aufgrund von Hetze und Drohungen
Der Integrationsbeirat der Stadt Regensburg verurteilt mit aller Deutlichkeit die massiven rassistischen Angriffe und Verleumdungen gegen Hamado Dipama.

In den letzten Tagen wurde Hamado Dipama Ziel einer rechten Hetz- und Diffamierungskampagne, nachdem er öffentlich die Entscheidung des NDR begrüßte, die Zusammenarbeit mit einer „konservativen“ Journalistin zu beenden.
Unmittelbar danach setzten gezielte Angriffe ein: Zahlreiche einschlägig rechte Blogs und Portale wie „Apollo-News“, „Tichys Einblick“, „ÖRR-Blog“ oder „Junge Freiheit“ verbreiteten frei erfundene Lügen über seine Person und griffen ihn rassistisch an. Diese Kampagne blieb nicht bei Worten, Hamado Dipama erhielt auch direkte Drohungen auf sein Handy.

Hamado Dipama ist Mitglied im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks – seit 2017 als einziger Vertreter von Migrant*innen in Bayern – und arbeitet als Antirassismus- und Anti-Diskriminierungsberater für die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY). Er ist eine wichtige Stimme für Menschenrechte, gegen Rassismus und für gleiche Teilhabe und Vielfalt. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2025 in Regensburg sollte er als Referent der Veranstaltung „Macht und Rassismus in migrantischen Kontexten“ auftreten. Aufgrund der massiven Drohungen musste diese Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Diese Absage zeigt deutlich: Hier geht es nicht um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um einen Angriff auf Vielfalt, auf demokratische Teilhabe und auf das Recht, ohne Angst für Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit einzutreten.
„In einer Demokratie müssen unterschiedliche Meinungen offen ausgesprochen werden können. Wer Hamado Dipama bedroht, greift nicht nur ihn an, sondern auch die Grundlagen einer offenen, vielfältigen und toleranten Gesellschaft.“ betont Tünde Kaip, Sprecherin der AG Politik, Soziales und Antirassismusarbeit des Integrationsbeirats.

Unsere Haltung ist klar:
· Drohungen und Hetze gegen Hamado Dipama
müssen konsequent strafrechtlich verfolgt werden.
· Wir fordern Schutz für alle Menschen, die sich für
Demokratie, Vielfalt und Solidarität einsetzen.
· Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern unsere Stärke.
Teilhabe ist kein Geschenk, sondern ein
demokratisches Recht.

„Wir verurteilen die Hetze und die Drohungen gegen Hamado Dipama aufs Schärfste.“ kritisiert Dogan Cetinkaya. „Solche Angriffe sind Angriffe auf uns alle – auf alle, die für eine solidarische, gerechte und vielfältige Gesellschaft einstehen. Hamado ist seit Jahren ein gern gesehener Referent bei unseren Veranstaltungen. Wir schätzen seine klare Haltung und seine Expertise außerordentlich. Gerade seine Stimme zeigt, wie wichtig es ist, nicht zu schweigen. Rechte Hetze und Angriffe sollen uns einschüchtern – doch wir sagen klar: Das wird nicht gelingen.“ ergänzt Cetinkaya, Sprecher der AG Veranstaltungen des Integrationsbeirats und Hauptorganisator der Interkulturelle Wochen, weiter.

Hamado Dipama betont regelmäßig „Demokratie schützt man nicht durch Gleichgültigkeit, sondern durch klare Haltung.“ Dieser Haltung schließen wir uns ohne Einschränkung an. Wir stehen fest an seiner Seite. „Spaltung und Einschüchterungen dürfen nicht zur Normalität werden. Wir verteidigen eine Gesellschaft, in der alle Menschen sicher leben, sichtbar sind und politisch mitbestimmen können.“, so die Vorsitzende des Integrationsbeirats, Julia Lang.

Solidarität ist unsere Antwort – und wir werden lauter sein als der Hass und die Hetze.

Integrationsbeirat der Stadt Regensburg

Ergänzend das Statement von Hamado Dipama auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DPCIExJihFS/

Die Auftaktveranstaltung der IKW2025 auf TVA Regensburg
23/09/2025

Die Auftaktveranstaltung der IKW2025 auf TVA Regensburg

Regensburg: Start der 50. Interkulturellen Wochen | Vom 20. September bis 12. Oktober finden in Regensburg die Interkulturellen Wochen 2025 unter dem Motto „dafür!“ statt. Der Integrationsbeirat der Stadt hat …

Redebeitrag des Integrationsbeirates der Stadt Regensburg auf der Auftaktkundgebung zum 50 jährigen Jubiläum der Interku...
20/09/2025

Redebeitrag des Integrationsbeirates der Stadt Regensburg auf der Auftaktkundgebung zum 50 jährigen Jubiläum der Interkulturellen Wochen 🌍
Mit dem Motto „dafür“ – fünf Jahrzehnte voller Begegnungen, Austausch und gelebter Solidarität.




Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer,
Liebe Regensburgerinnen und Regensburger,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

herzlich willkommen zur Auftaktkundgebung der Interkulturellen Wochen 2025.
Das diesjährige Motto lautet schlicht und kraftvoll: „Dafür.“
Ein kleines Wort – aber ein großes Bekenntnis. Dafür, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion oder Aufenthaltsstatus in unserer Gesellschaft gleichberechtigt zusammenleben können. Dafür, dass Vielfalt kein Problem ist, sondern eine Stärke. Dafür, dass wir uns nicht spalten lassen, sondern gemeinsam stark sind.
Und gerade in diesem Jahr braucht es solche Signale mehr denn je.
Wir erleben, wie die politische Stimmung in unserem Land rauer wird. Im letzten Bundestagswahlkampf wurden Geflüchtete und Migrant*innen gezielt instrumentalisiert – nicht als Teil der Gesellschaft, sondern als Problem. Damit wurde nicht nur Angst geschürt, sondern auch von den eigentlichen Herausforderungen abgelenkt: Kinderarmut, Bildungsungleichheit, Wohnungsnot, Altersarmut, die Überlastung des Gesundheitssystems und wachsende soziale Ungleichheit. Nach der Wahl hat die neue Bundesregierung diese Logik nicht gebrochen, sondern verstärkt: schnellere Abschiebungen, gekürzte Leistungen, Arbeitsverbote, schlechtere Unterbringung und Einschränkungen beim Familiennachzug. Was noch vor wenigen Jahren rechte Parolen waren, ist heute Regierungshandeln. Die Botschaft ist deutlich: Wer Schutz sucht, soll abgeschreckt werden.

Diese Politik verletzt nicht nur den Geist des Grundgesetzes, sondern auch die internationalen Menschenrechtsstandards, die wir uns nach 1945 gegeben haben. Menschenrechte sind unteilbar – sie gelten für alle. Ob jemand hier geboren ist oder vor kurzem angekommen ist, darf nicht über seine Würde entscheiden.
Genau hier setzen die Interkulturellen Wochen einen Gegenakzent: Wir sagen nicht „dagegen“, wir sagen „dafür“. Dafür, dass Familien zusammengehören. Dafür, dass soziale Gerechtigkeit alle meint – nicht nur diejenigen mit deutschem Pass. Dafür, dass Zugehörigkeit nicht an Herkunft, Namen oder Hautfarbe gebunden ist. Dafür, dass niemand Angst haben muss – weder in seiner Unterkunft noch im Alltag.
Und wir sagen auch: dafür, dass alle Menschen, die hier leben, auch politisch mitbestimmen dürfen. Es ist höchste Zeit für ein kommunales Wahlrecht für alle, die ihren Lebensmittelpunkt seit Jahren und Jahrzehnten in dieser Stadt haben. Demokratie heißt Teilhabe – und Teilhabe darf nicht am Pass enden.
Liebe Freundinnen und Freunde, dieses Jahr ist ein besonderes Jubiläumsjahr: 50 Jahre Interkulturelle Wochen. Dahinter steht eine lange Geschichte des Ringens um Anerkennung, Teilhabe und Menschenwürde. Seit fünf Jahrzehnten bauen die Interkulturellen Wochen Brücken, schaffen Räume der Begegnung und machen deutlich: Unterschiedlichkeit ist keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung für alle.
Und auch in Regensburg haben wir Grund zum Feiern: Seit 10 Jahren gibt es den Integrationsbeirat– als demokratisch gewählte Vertretung der Menschen mit internationaler Herkunft in dieser Stadt. Er ist die Stimme vieler Menschen, die selbst keine politische Teilhabe haben, und macht sichtbar, was sonst oft übersehen wird.

Während die Wochen Begegnung, Austausch und Sichtbarkeit schaffen, bringt der Beirat Themen wie die Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus, das kommunale Wahlrecht für alle, gleichberechtigte Repräsentation und Teilhabe in die politische Debatte ein – klar, laut und beharrlich.

Der Integrationsbeirat ist unbequem, und das ist gut so.
Er hat konkrete Veränderungen angestoßen oder gefordert: zum Beispiel
• die Einrichtung einer städtischen Antidiskriminierungsstelle,
• die Forderung nach einem Haus der Kulturen,
• die kritische Auseinandersetzung mit belasteten Straßennamen,
• und immer wieder den Ruf nach mehr politischer Mitbestimmung.
Der Beirat steht damit für Sichtbarkeit, für Gerechtigkeit und für echte Teilhabe. Er macht deutlich: Integration ist kein Geschenk. Integration, echte Teilhabe und Mitbestimmung ist ein Recht. Und sie ist keine Einbahnstraße, die Anpassung verlangt, sondern ein gemeinsamer Prozess des gegenseitigen Anerkennens, Gestaltens und des sich Veränderns.
Umso wichtiger ist es, dass wir zusammenhalten und laut sagen: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Vielfalt nicht verwaltet, sondern gelebt wird. Eine Gesellschaft, in der Behörden verständlich kommunizieren, Schulen Mehrsprachigkeit als Schatz begreifen, Arbeitsplätze diskriminierungsfrei sind, Gesundheitsdienste kultursensibel handeln und Kultur Brücken baut statt Mauern.
Und dafür braucht es Mut, Haltung und Solidarität. Genau das verkörpern die Interkulturellen Wochen seit 50 Jahren – und der Integrationsbeirat seit 10 Jahren.

Das alles klingt nach einer großen Vision – und das ist es auch. Aber es beginnt im Kleinen, hier bei uns, in Regensburg. In unseren Nachbarschaften, in unseren Schulen, in unseren Vereinen.
Die nächsten Jahre fordern Mut, Haltung und Zusammenarbeit. Wir müssen Haltung zeigen – gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen das Auseinanderdividieren unserer Gesellschaft. Und wir brauchen Solidarität – die Bereitschaft, füreinander einzustehen, gerade in schwierigen Zeiten.
Die Interkulturellen Wochen sind seit 50 Jahren ein Ort, an dem genau das möglich ist: Begegnung, Austausch, Diskussion, Kultur, gelebte Solidarität. Ein Ort, an dem wir nicht über „die anderen“ reden, sondern miteinander.
Wir sind dieses Jahr besonders stolz, denn gemeinsam mit unseren Kooperationspartnerinnen haben wir zum 50. Jubiläum ein vielfältiges Programm mit 39 Veranstaltungen auf die Beine gestellt.
Unser Dank gilt ausdrücklich allen Kooperationspartnerinnen, deren Engagement dafür sorgt, dass Offenheit, Respekt und Teilhabe unser Zusammenleben prägen und stärken.
Besonders danken möchten wir BMW Regensburg für die finanzielle Unterstützung als Sponsor der Interkulturellen Wochen und der Oberbürgermeisterin als Schirmherrin der Wochen. Sie setzen damit ein klares Zeichen dafür, dass unsere Stadt für Vielfalt, Teilhabe und Solidarität steht.

Abschließend unser Aufruf an alle Regensburgerinnen und Regensburger:
Lassen Sie uns diese Wochen nutzen, um deutlich zu machen, wofür wir stehen:
Für ein Regensburg, in dem Herkunft kein Hindernis ist.
Für eine Gesellschaft, in der Menschenrechte unteilbar gelten.
Für ein „Wir“, das wirklich alle meint.
Und lassen Sie uns gemeinsam stark sein, damit die Stimme für Menschenrechte, für Vielfalt und für Gerechtigkeit nicht nur gehört, sondern auch politisch wirksam wird.
Denn am Ende geht es um nichts weniger als um die Frage: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? In einer, die spaltet und ausgrenzt? Oder in einer, die anerkennt, dass wir alle Teil derselben Geschichte sind?
Ich bin überzeugt: Wir entscheiden uns dafür – dafür, dass alle dazugehören.
Vielen Dank.

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93047

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