18/03/2026
Heimatfilm:
Idee & Projektierung: Jakob Friedl // Visualisierung: Max Erl
https://parkversorgung.de/
Folgender Vorschlag geht an die Kommission Kunst und Bauen:
Mitten am hektischen Bahnhofsvorplatz trifft brutale Zweckmäßigkeit auf eine fast freche Idylle. Während das graue Fundament lediglich kühle Funktion atmet, thront darauf die hölzerne Sehnsucht nach dem „stillen Örtchen“. Mit rosa Lattenzaun, Balkonblumen und dem klassischen Herz-Ausschnitt wirkt dieser Aufsatz wie ein surreales Augenzwinkern aus einer Parallelwelt. Es ist ein Clash der Lebensrealitäten: Das Bedürfnis nach Rückzug behauptet sich sichtbar auf der sterilen Notwendigkeit des öffentlichen Raums.
Das Häuschen wird so zum Zaungast der Stadt – ein Besucher, der zwar direkt am Geschehen steht, aber eigentlich außerhalb verbleibt. Er gehört hier nicht her, ist nur Gast an diesem trubeligen Ort. Die Installation bricht die Anonymität der Kreuzung auf und lässt uns innehalten: Während wir durch den Zaun blicken, werden wir selbst zum Zaungast an einem Ort, an dem wir sonst nur vorbeieilen.
Upcoming Projekt beim Interims-ZOB: „Heimatfilm“