03/02/2026
Der Kreishaushalt 2026 ist beschlossen.
Die finanzielle Lage ist angespannt. Um die Kreisumlage stabil zu halten und die Städte nicht stärker zu belasten, werden 91,24 Mio. Euro aus der Ausgleichsrücklage entnommen. Ohne Veränderungen bei den Kommunalfinanzen wird diese Rücklage bis 2029 vollständig aufgebraucht sein. Mit der Zustimmung zum Haushalt übernehmen wir Verantwortung.
Gleichzeitig sagen wir klar, wo das Problem liegt: Der Bund hat ein Sondervermögen von 500 Mrd. Euro beschlossen.
Der Kreis Recklinghausen profitiert hiervon mit 70 Mio. Euro.
Für unsere Städte hätten rund 428 Mio. Euro mehr zur Verfügung stehen können.
Diese Mittel wurden von der CDU-geführten Landesregierung nicht vollständig an die Städte weitergegeben. Hier braucht es deutliche Kritik und öffentlichen Druck.
Inhaltlich setzen wir klare Schwerpunkte:
* Wir setzen uns ein für mehr bezahlbarer Wohnraum – die soziale Frage unserer Zeit
• Mobilität, die unseren Alltag erleichtert
• Schutz für Frauen und Kinder – dauerhaft und verlässlich
Mit dem Haushalt werden außerdem folgende Projekte umgesetzt: die neue Kreisleitstelle in Marl, Sanierungen von Gebäuden und Brücken, die Emscherpromenade in Castrop-Rauxel und weitere Planungsmaßnahmen in den Kreisstädten.
Wir stimmten dem Haushalt zu, aber wir bleiben unbequem, wo Stillstand droht.
Denn Politik darf kein Wartesaal sein – sie muss Motor sein, wenn Dinge feststecken. Ein Motor, der Richtung gibt und Kraft entfaltet für uns alle im Kreis Recklinghausen.
Unser Ziel bleibt klar:
Politik für einen Kreis zu machen, in dem jede und jeder seine Chance bekommt.