LAG Grundeinkommen NRW

LAG Grundeinkommen NRW Die LAG Grundeinkommen DIE LINKE.NRW setzt sich für die Umsetzung des Emanzipatorischen Grundeinkommens linker Prägung ein.

LAG Grundeinkommen NRW:

Gründungsimpuls

Die zunehmende Rationalisierung in der Arbeitswelt, ökologische Erfordernisse sowie der Freiheitswille der Menschen haben das Nachdenken über den Wert der Erwerbsarbeit und der Entkopplung der sozialen Absicherung des Menschen von dieser in Gang gesetzt. Die Einführung eines Grundeinkommens führt aus dieser Misslage. Die Partei DIE LINKE stellt sich dies

em gesellschaftlichen Diskurs und hat ein eigenständiges, die ungerechten Verhältnisse in unserer Gesellschaft aufhebendes Grundeinkommensmodell formuliert. Denn Grundeinkommen, Mindestlohn und spürbare Verkürzungen der Erwerbsarbeitszeit sind für uns ein unverzichtbarer Dreiklang. Ebenso selbstverständlich ist der Umstand, dass das Grundeinkommen nicht zu einer weiteren Ausdünnung des sozialen Netzes an anderen Stellen folgen darf. In diesen Punkten unterscheidet sich das Modell der Partei DIE LINKE von anderen Grundeinkommensmodellen. Der Bedeutung der Diskussion um das Grundeinkommen entsprechend ist die Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen integraler Bestandteil des Programms des Partei DIE LINKE. Daher hat sich auf Bundesebene eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die den innerparteilichen Diskurs betreibt und das Grundeinkommensmodell der Partei DIE LINKE nach außen hin umsetzt. Nach dem Vorbild dieser Arbeitsgemeinschaft auf Bundesebene hat sich eine Arbeitsgemeinschaft auf der Landesebene gegründet. In enger Verzahnung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft ist die Landesarbeitsgemeinschaft bestrebt, den Diskurs um das Grundeinkommen auf Landesebene innerhalb und außerhalb der Partei DIE LINKE. NRW zu unterstützen und mit eigenen Projekten zu untermauern.

28/10/2024

Stellungnahme des Sprecher*innenrates
Wir bleiben am Ball
Der BSprR
Stellungnahme zur Abstimmung über den Mitgliederentscheid beim Bundesparteitag 2024 in Halle an der Saale

27.10.2024

Liebe Genossinnen und Genossen,

Wir bedauern die Entscheidung des Bundesparteitags, den Antrag P01 zum bedingungslosen Grundeinkommen abzulehnen. Diese Entscheidung spiegelt eine tiefgreifende Spaltung innerhalb unserer Partei wider. Während immer mehr Menschen in Deutschland auf existenzielle Sicherheit angewiesen sind, verweigert sich ein Teil der Partei der Zukunftsdebatte um das emanzipatorische, bedingungslose Grundeinkommen. Stattdessen werden Scheinargumente und Desinformationen angeführt.

Wir sehen darin jedoch einen Auftrag, unsere Argumente neu zu strukturieren und das BGE als zukunftsfähiges sozialpolitisches und transformatorisches Konzept zu positionieren.

Die Genoss*innen, die für das emanzipatorische BGE eingetreten sind, haben wiederholt dargelegt, dass es nicht um die Abschaffung des Sozialstaats geht, sondern um dessen Modernisierung und Ergänzung von Leistungen. [1] Doch diese Argumente wurden von den Gegner*innen nicht ernst genommen. Sie führen einen vermeintlichen Abbau des Sozialstaates an und delegitimierten den basisdemokratischen Mitgliederentscheid anstatt sich der sozialen Realität zu stellen. Dabei ignorierten sie sowohl die Mängel der sanktionsfreien Mindestsicherung, als auch den breiten Rückhalt, den das BGE in unserer Parteibasis hat.

Wichtige Zahlen und Fakten

Bereits vor zwei Jahren gab es einen Mitgliederentscheid, bei dem die Basis sich für die Aufnahme eines Bedingungslosen Grundeinkommens ins Parteiprogramm ausgesprochen hat. Rund 20.000 Genoss*innen, 33,22% aller Mitglieder, haben sich damals an der Abstimmung beteiligt, und das Ergebnis zeigt klar den breiten Rückhalt in der Basis. 56,64 % stimmten mit „Ja“ und 38,43 % mit „Nein“ [2]. Die Basis der Partei hat also klar signalisiert, dass das BGE ein wichtiges Thema ist, das weiterverfolgt werden sollte. Diese Unterstützung der Mitgliedschaft zeigt, dass das BGE in der Partei eine zentrale Rolle spielt und wir dieses Momentum nutzen müssen. Die Ablehnung des Antrags auf dem Bundesparteitag widerspricht diesem eindeutigen Votum und untergräbt den demokratischen Willen unserer Mitglieder. Wir dürfen diese Stimmen nicht übergehen und müssen die Debatte fortsetzen.

Unterstützung der Basis und Rolle des Parteivorstands

Der Parteivorstand unter den Vorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan hat als Auftrag aus dem Mitgliederentscheid in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen den Antrag P01 [3] zum Bedingungslosen Grundeinkommen entwickelt. Der Antragstext war Konsens in der Arbeitsgruppe. In diesem Kompromissantrag wurden auch die Bedenken der Gegner*innen berücksichtigt. Trotzdem wurde der Antrag - auch aufgrund der Gegenrede aus dem gerade gewählten Parteivorstand - abgelehnt. Doch wir nehmen die neue Parteivorsitzende, Ines Schwerdtner, beim Wort. Sie hat angekündigt, dem Mitgliederentscheid gerecht werden zu wollen und das Thema Grundeinkommen daher in der weiteren Programmdebatte aufzugreifen [4]. Wir betrachten dies nun aus Auftrag, weiter zu erklären und Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Vorteile des BGE noch klarer darzustellen.

Wir müssen uns auch fragen: Wie können wir in der Partei Die Linke die innerparteiliche Demokratie stärken?

Doch wie konnte es überhaupt zu diesem Dilemma kommen, dass die Delegierten auf dem Bundesparteitag gegen den Willen der Basis stimmen? Die Ordnung für Mitgliederentscheide der Partei (https://www.die-linke.de/partei/grundsatzdokumente/ordnung-fuer-mitgliederentscheide/) regelt, dass ein Mitgliederentscheid den Rang eines Parteitagsbeschlusses hat. Im Parteiengesetz §9 ist allerdings geregelt, dass der Parteitag über das Programm einer Partei entscheidet. Daher heißt es in der Ordnung weiter: "Soweit das Parteiengesetz eine Aufgabe zwingend dem Parteitag zuweist, hat der Mitgliederentscheid empfehlenden bzw. bestätigenden Charakter für die Entscheidung des Parteitages." [5] Demnach ist der Parteitag souverän in seiner Entscheidung. Dennoch bleibt es fragwürdig, gegen den Willen der Basis zu stimmen und wirft Fragen bezüglich der demokratischen Kultur in unserer Partei auf.

Der Parteitag hat uns gezeigt, dass viele Debatten innerhalb der Partei zu sehr von kurzfristigen taktischen Überlegungen geprägt sind. Doch wenn wir über die langfristige Zukunft im Kampf gegen Armut und für Emanzipation sprechen, müssen wir uns die Zeit nehmen, um über Lösungen nachzudenken, die materielle Sicherheit mit Freiheit und Würde verbinden und sowohl solidarisch als auch ökologisch nachhaltig sind. Und wir müssen uns damit beschäftigen, wie wir gemeinsam als Partei zu diesen Lösungen kommen.

Wir sehen den Bundesparteitag als Hinweis darauf, dass wir die interne Diskussion über das BGE offensiver führen müssen.

Die Zustimmung in der Bevölkerung für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist mittlerweile so hoch wie nie zuvor – über 50 % befürworten das Konzept [6]. Es ist daher unsere Aufgabe, diese gesellschaftliche Dynamik aufzunehmen und in der Partei die Debatte weiterzuführen, damit wir als Linke wieder als sozialpolitischer Vorreiter agieren.

Die Bedeutung des emanzipatorischen BGE liegt weit über der bloßen finanziellen Absicherung.

Es ist ein Umverteilungsinstrument, das soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Menschenwürde stärkt. Es sichert die Existenz aller Menschen, unabhängig von ihrer Arbeitsmarktsituation, ihrer gesundheitlichen Situation oder ihrem sozialen Hintergrund, und hilft dabei, verdeckte Armut, prekäre Beschäftigung und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. Durch die bedingungslose Absicherung stärkt es die Verhandlungsposition von Beschäftigten und Erwerbslosen gegenüber Arbeitgebern und Auftraggebern. Es stärkt die gewerkschaftlichen Kämpfe, gerade in den prekären Bereichen und ermöglicht mehr Freiräume für ehrenamtliches oder politisches Engagement. Zudem kann es dazu beitragen, den Menschen Hoffnung zu geben und Zukunftsängste zu nehmen. Damit trägt es auch zum Gelingen der sozial-ökologischen Transformation bei und kann dem Rechtsruck in der Gesellschaft etwas entgegensetzen.

Die Auseinandersetzung mit dem BGE geht also weiter.

Daher werden wir daran arbeiten, das BGE weiter in der innerparteilichen Diskussion zu halten, um unsere sozialpolitischen Konzepte weiterzuentwickeln. Unsere Aufgabe sehen wir darin, den Mitgliedern die Vorteile des BGE zu vermitteln und durch sachliche Aufklärung den Weg für seine Realisierung zu ebnen. Wie Karl Marx sagte: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern.“ [7] Wir laden euch daher alle ein, mit uns an dieser Vision zu arbeiten. Gemeinsam werden wir das emanzipatorische Bedingungslose Grundeinkommen als zentrale Forderung der Linken etablieren – für eine solidarische Zukunft und ein Leben in Würde für alle!



Solidarische Grüße,

Der Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei Die Linke

07/09/2024

Michaela Kerstan, Mitglied des Sprecher*innenrates unserer LAG, ist tot. Bitte habt Verständnis, wenn wir bis auf weiteres neben der Spur sind.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! -
21/07/2024

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! -

Unter der Überschrift "Parteivorstand stellt gemäß Mitgliederentscheid Antrag an kommenden Bundesparteitag der Partei DIE LINKE zum Grundeinkommen" wurde über einen wichtigen Teilerfolg für die Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE. berichtet. Der vom 18. bis ...

09/07/2024

Der Vorstand meiner Partei hat sich dazu durchgerungen, dem anstehenden Bundesparteitag den Antragstext vorzulegen, den wir nach dem erfolgreichen Mitgliederentscheid in Sachen Grundeinkommen ausgearbeitet haben. Ein wichtiger Schritt!

Aber das höchste beschlussfassende Organ unserer Partei ist der Bundesparteitag. Jetzt gilt es, den Delegierten klar zu machen, dass die Partei mit ihrem Ja zum Antragstext wieder eine Zukunft hat.

Ich hätte nie gedacht, wie schwer es Menschen fällt, sich von alten Zöpfen zu verabschieden!

Ein willkommener Anlass, zu feiern!:
30/06/2024

Ein willkommener Anlass, zu feiern!:

10/06/2024

Es ist höchste Zeit für eine Runderneuerung der Partei DIE LINKE. Deshalb sollte der Parteivorstand umgehend zurücktreten. Wer es nicht schafft einen Entscheid der Mitglieder umzusetzen, hat es nicht verdient, in Amt und Würden zu bleiben! Die Partei braucht basisdemokratische Strukturen, zukunftstaugliche Ziele, neue Instrumente und vor allem authentische Personen.

15/09/2023

An die CDU (nicht nur in Thüringen)! Was habt Ihr an dem Spruch "Wehret den Anfängen!" nicht verstanden? Wegen einer Bagatelle, nämlich einer moderaten Anhebung der Grunderwerbsteuer, lasst Ihr Euch von den als rechtsextrem gerichtsfest zu bezeichnenden AfD unterstützen. Klare Kante geht anders!

01/09/2023

Es fragt: Annika Nadja Schmidt (Linke)Einführung: Dagmar PaternogaReferent: Werner Rätz, "Ehrenmitglied" der BAG BGE in und bei der LINKENDie Bundesarbeitsge...

Doch kein BGE bei den Linken? MORGEN Sonderkonferenz:
29/08/2023

Doch kein BGE bei den Linken? MORGEN Sonderkonferenz:

Ab Mittwoch, den 12.10.2022 starten wir mit unserer angekündigten kleinen Serie zur Frage, welche Rolle ein bedingungsloses Grundeinkommen bei der unumgänglichen sozialökologischen Transformation spielen könnte und sollte. Dass massive ökologische Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten ein...

07/08/2023

Ich habe eine Frage. Viele Politiker*innen fordern "Gute Arbeit". Aber was macht "Gute Arbeit" aus? Wird "Schlechte Arbeit" durch Lohnerhöhung zu "Guter Arbeit"? Ich bin da eher bei und mit Karl Marx, der Arbeit generell dem "Reich des Notwendigen" zugeordnet hat. Mir liegt jedoch eine spürbare Ausweitung des "Reichs der Freiheit" am Herzen. Ist also die Forderung nach "Guter Arbeit" eine Forderung, die hilft, das System namens Kapitalismus zu überwinden?

Arfst Wagner meint, dass dem Parteivorstand der Mitgliederentscheid reichlich egal sei. Mehr Wunsch als Wegweisung. Trag...
05/08/2023

Arfst Wagner meint, dass dem Parteivorstand der Mitgliederentscheid reichlich egal sei. Mehr Wunsch als Wegweisung. Tragen wir dazu bei, dass er sich irrt!

Zur Abstimmung eines Mitgliederentscheids über die Aufnahme der Forderung zum »Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) im Parteiprogramm, erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Tobias Bank:

03/10/2022

Mehrheit erreicht
Gratulation den mutigen Linken!

Die Grundeinkommenspartei „Bündnis Grundeinkommen“, gratuliert den Mitgliedern der Partei „die Linke“ zu ihrem mutigen und weitsichtigem Schritt! Mit fast 57% wurde der Antrag angenommen, als neues Ziel ein BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen für alle) in das Parteiprogramm aufzunehmen. Mit großem Interesse und Spannung haben wir den demokratischen Prozess verfolgt, der diesem Schritt vorausging. Monatelange Diskussionen des Für und Wider, der inhaltlichen und parteipolitischen Abwägungen, der Vertiefungen in das Thema und der prognostischen Planspiele waren für sich genommen bereits ein enormer Gewinn für das BGE-Thema! Dessen umfassende Bedeutung und zunehmende NOT-Wendigkeit scheinen einige größere Parteien noch immer nicht verstanden zu haben.

Langfristig für mehrere Generationen zu denken und zu planen fällt all denjenigen schwer, die ausschließlich die nächste Bundestagswahl im Kopf haben! Doch schon dann haben es die Bürger*innen in der Hand, weiser und mutiger den dringend erforderlichen Wandel in unserem Land voranzubringen. Ein entsprechender Wahlerfolg der „Linken“ dürfte auch bei den „Grünen“ das BGE-Thema wieder in den Vordergrund rücken.

Über kurz oder lang wird eine passende Form des Bedingungslosen Grundeinkommens für alle kommen und bald genauso selbstverständlich sein wie heute schon die Kranken- und Rentenversicherungen. Sie wurden vor ca. 140 Jahren ebenfalls trotz massivem politischen Gegenwindes eingeführt; der Bankrott des Mittelstandes und des Staates wurde befürchtet!

„Es wird Zeit, das BGE im Parlament ernsthaft und verantwortungsvoll zu diskutieren und eine Expertenkommission zu berufen, die 2 - 3 Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet“, sagt der Sozialmediziner Dr. med. Martin Sonnabend aus Rödinghausen. “Die erfolgreiche Abstimmung ist ein Meilenstein zur Abschaffung der beschämenden (Kinder-/Alters-) Armut in Deutschland. Wir gratulieren!“

Mit freundlichen Grüßen
gez.

Dr. med. Martin Sonnabend
Bundesvorstandsvorsitzender
der Grundeinkommenspartei
„Bündnis Grundeinkommen“

Adresse

Düppelstraße 51
Recklinghausen
45663

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