17/05/2024
Stellungnahme der Leitung der Feuerwehr Herford:
Mit tiefer Bestürzung und Unverständnis haben wir Kenntnis von einem Vorfall am Sonntag genommen, bei dem ein Mitglied unserer hauptamtlichen Wache während eines Einsatzes schwer verletzt wurde. Die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte, die wir in den letzten Tagen und Wochen beobachten, ist eine beunruhigende Entwicklung, die wir auf das Schärfste verurteilen.
Die verbale Aggression gegenüber unseren Einsatzkräften, egal ob im Rettungsdienst oder im Brandschutz, ist bereits eine untragbare Belastung im Alltag. Doch die physische Gewalt, die zu schweren Verletzungen führt, überschreitet jede Grenze des Respekts und der Menschlichkeit. Der betroffene Kollege befindet sich derzeit im Krankenhaus und wird dort wegen der erlittenen Verletzungen stationär behandelt. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie, gleiches gilt selbstverständlich auch für die weitere verletzte Person.
Zu den rechtlichen Konsequenzen: Der Fahrer, der durch sein rücksichtsloses Verhalten unseren Kollegen verletzt hat, muss mit ernsthaften rechtlichen Folgen rechnen. Gewalt gegen Einsatzkräfte wird in Deutschland zurecht nicht toleriert und kann mit empfindlichen mehrjährigen Freiheitsstrafen geahndet werden. Darüber hinaus kann ein solcher Vorfall als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gewertet werden, was zusätzliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Arbeit der Einsatzkräfte zu respektieren und zu unterstützen. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, ein sicheres Umfeld für diejenigen zu schaffen, die ihr Leben riskieren, um uns zu schützen und zu helfen.
Wir werden weiterhin eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle gründlich untersucht werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Sicherheit unserer Einsatzkräfte hat oberste Priorität, und wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sie zu gewährleisten.
Bildquellen: Feuerwehr Herford, IM NRW, DFV