29/05/2026
Wow, der Artikel von Kollegin Masiak über die Gefahr der Sekundärtraumatisierung im Archiv ist spitzenmäßig 👍 Und ja, die Gefahr besteht durchaus. Deshalb ist es wichtig zu reflektieren, zu beobachten und achtsam auf den Nutzer und sich selbst zu schauen.
Zum Gedenktag an den 50. Jahrestag des Zugunglücks in Radevormwald habe ich eine Thematische Sammlung angelegt. Und ja, die Verzeichnung hat mich sehr mitgenommen, aber ich konnte einigen Bürger*innen bei der Aufarbeitung helfen. Sei es durch Akteneinsicht, sei es durch Gespräche, sei es durch Unterstützung bei Projekten, wie "OPI" oder nur durch die Archivierung von Erlebnisberichten mit den nötigen Schutzfristen. Denn vielen hilft das Aufschreiben des Erlebten.
Und auch eine Stadtgesellschaft will heilen. Das Verdrängen wird nicht funktionieren und so wird das Stadtarchiv auch weitere Projekte unterstützen, indem es z.B. in den Sterbeurkunden die Namen für Gedenktafeln kontrolliert, Akteneinsicht gewährt, Zeitzeugenberichte sammelt, Kunden berät und mit Empathie und Verständnis auf Rechercheanfragen eingeht.
Heft 104/2026 der Archivpflege in Westfalen-Lippe ist erschienen!
Mehr Infos: https://www.lwl-archivamt.de/de/publikationen/archivpflege-westfalen-lippe/