07/05/2026
Plötzlich steigt dichter Rauch über dem Waldrand auf…
Innerhalb weniger Minuten breitet sich ein Bodenfeuer durch trockene Vegetation aus – Flammen greifen auf landwirtschaftliche Gerätschaften über. Der Wind dreht. Die Lage wird kritisch.
Genau solche Szenarien standen Dienstag im Mittelpunkt eines intensiven Ausbildungsdienstes.
Mit dem Einsatzstichwort „B1 – unklare Rauchentwicklung“ begann eine realitätsnahe Übung, die schnell zeigte: Hinter einer vermeintlich kleinen Rauchentwicklung kann sich in kürzester Zeit ein gefährlicher Vegetationsbrand entwickeln.
Besonderes Augenmerk lag auf der Löschwasserentnahme über landwirtschaftliche Bohrbrunnen – eine entscheidende Alternative, wenn Hydranten fehlen oder lange Wegstrecken im Wald wertvolle Zeit kosten.
Im weiteren Verlauf trainierten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung bei einem Bodenfeuer in Vegetation mit Ausbreitung auf landwirtschaftliche Gerätschaften. Dabei kamen verschiedene Taktiken aus der Grundlagentechnik Vegetationsbrandbekämpfung zum Einsatz.
Vorgehensweisen wie
▪️ Anlegen von Kontrolllinien
▪️ Arbeiten mit Waldbrandwerkzeugen
▪️ sowie der gezielte Einsatz von Waldbrandequipment
wurden praktisch geübt und vertieft.
Gerade bei Vegetationsbränden zählt jede Sekunde – aber vor allem das richtige taktische Vorgehen. Hohe Temperaturen, unwegsames Gelände und schnelle Brandausbreitung verlangen den Einsatzkräften alles ab. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung und regelmäßiges Training unter realistischen Bedingungen.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für die starke Zusammenarbeit, die hohe Motivation und den professionellen Ablauf der Übung.
Denn eines ist sicher:
Wenn andere weglaufen, gehen wir rein. Auch mitten ins Feuer.
Waldbrandbekämpfung Feuerwehrdienst Bodenfeuer Ehrenamt 112 Training