Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Puderbach e.V.

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Liebe Mitglieder der FWG, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Puderbacher LandNach einem erneut sehr bewegenden und be...
22/12/2025

Liebe Mitglieder der FWG, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Puderbacher Land

Nach einem erneut sehr bewegenden und bewegten Jahr 2025 kehrt nun langsam weihnachtliche Ruhe ein.

Zum Jahresende möchten wir an dieser Stelle "DANKE" sagen für das oftmals außerordentliche Engagement vieler haupt- und besonders auch ehrenamtlich für das Puderbacher Land tätiger Menschen, für die vielfältige Unterstützung unserer kommunalpolitischen Aktivitäten in vielen Bereichen, aber auch für die konstruktive Kritik, die wir hier und da erfahren haben.

Die Probleme unserer Gesellschaft sind nur im ehrlichen und offenen Dialog und Miteinander lösbar. In diesem Sinne wollen wir auch im kommenden Jahr weiter arbeiten.

Zunächst aber wünschen wir Euch/Ihnen allen ein gesegnetes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest - möge wenige Tage später dann für alle das Jahr 2026 gute Gesundheit, Erfolg, persönliche Zufriedenheit, viele freudige Momente und ein harmonisches Miteinander bringen.

Mit herzlichen Grüßen
FWG Verbandsgemeinde Puderbach e.V.

Wieder sehr gut besuchte FraktionssitzungZur letzten Fraktionssitzung in diesem Jahr konnte FWG Vorsitzender Uli Neitzer...
10/12/2025

Wieder sehr gut besuchte Fraktionssitzung

Zur letzten Fraktionssitzung in diesem Jahr konnte FWG Vorsitzender Uli Neitzert annähernd 30 Mitglieder im Sitzungssaal der VG, der erstmalig für eine Fraktionssitzung genutzt wurde, begrüßen.

Auf der Tagesordnung stand zunächst die Vorstellung des Haushaltsplans 2026 der Verwaltung und der Wirtschaftspläne der Werke. Alle Pläne bewegen sich dabei im Rahmen der Vorjahre, sie enthalten im wesentlichen die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung bzw. zum Erhalt der Infrastruktur insbesondere bei Schulen, Kitas, Feuerwehren und den Liegenschaften der VG und der Werke. Der weiterhin steigende Anteil der Personalkosten (ca. 62% der Auwendungen, nicht zuletzt als Folge der Ausweitung des Kita-Angebots) und die damit verbundene Höhe der Umlage von ca. 46%, die die Ortsgemeinden an die VG überweisen (hinzu kommen dann noch mindestens 43% an Kreisumlage) war dann ein Punkt, der diskutiert wurde und zwar im Hinblick darauf, dass weiterhin Bund und in diesem Falle Land Gesetze machen, die den Kommunen deutlich höhere finanzielle Belastungen bringen, aber dass der jeweilige Gesetzgeber nicht die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben bereitstellt. Allenthalben wird das Konnexitätsprinzip "Wer bestellt, bezahlt" eingefordert (zuletzt vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Schweitzer genüber dem Bund), aber keine Ebene kommt dem wirklich nach. Daher ist die finanzielle Lage vieler Kommunen in Rheinland-Pfalz sehr bedenklich und erlaubt kaum freiwillige Ausgaben. Die Schuldenlast der VG liegt Ende 2026 voraussichtlich bei (deutlich zu hohen) 17,5 Mio. Erfreulicherweise bleiben Wasser- und Abwasserpreise stabil und brauchen in diesem Jahr nicht angehoben zu werden (Erhöhungen drohen allerdings angesichts der hohen Investitionen im kommenden Haushalt).

Ein weiterer Tagesordnungspunkt an diesem Abend war die Lage der "First Responder". Hier setzt sich die FWG dafür ein, dass die tolle Arbeit der "First Responder" mit einer entsprechenden Satzung ähnlich der der Feuerwehren begleitet und abgesichert wird, in der etwa die Organisationsform oder die Materialbeschaffung (z.B. in enger Abstimmung mit dem Roten Kreuz) geregelt wird und auch die Frage, wie man die Einsätze der "First Responder" in Absprache mit deren jeweiligen Arbeitgebern angemessen absichert.

Natürlich standen die im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Verbandsgemeinderats am 18.12. bevorstehende würdige und angemessene Verabschiedung des bisherigen Verbandsbürgermeisters Volker Mendel sowie die Einführung seines Nachfolgers Sven Schür ebenfalls auf der Tagesordnung. Sven richtete einige Worte an die Anwesenden, in denen er sich nochmals für die vielfältige Unterstützung im Vorfeld der Wahl bedankte und in wenigen Worten kurz skizzierte, welchen Leitlinien er sich bei seinem Handeln verpflichtet sieht und welche größeren Ziele er im Rahmen seiner Tätigkeit verfolgen möchte.

Eine besondere Anerkennung der Anwesenden galt schließlich noch den Helfern (darunter der 90jährige Otfried Pfeiffer aus Woldert), die in diesem Jahr das reichliche Apfelvorkommen auf den Streuobstwiesen der VG dazu genutzt hatten, Äpfel zu schütteln und aufzusammeln und den daraus gewonnen Apfelsaft den Kitas in Raubach und Steimel zur Verfügung zu stellen.

Mit einem herzlichen Dank an alle FWG-Mitglieder für ihre verantwortungsvolle und außerordentlich engagierte Arbeit auch im zu Ende gehenden Jahr und den besten Wünschen für die bevorstehenden Weihnachtstage und dann auch das neue Jahr endete schließlich eine harmonische Fraktionssitzung.

09/12/2025
FWG im Puderbacher Land aktiv bei Apfel-Ernte:Apfelsaft für Kitas in Raubach und SteimelIn diesem Jahr trugen die Obstbä...
09/12/2025

FWG im Puderbacher Land aktiv bei Apfel-Ernte:

Apfelsaft für Kitas in Raubach und Steimel
In diesem Jahr trugen die Obstbäume riesige Mengen an Früchten – so auch auf Streuobstwiesen in vielen Ortschaften der Verbandsgemeinde Puderbach.

Die FWG im Puderbacher Land nahm dies zum Anlass, Äpfel zu sammeln, um das Ergebnis in Form von Saft heimischen Kindergärten zur Verfügung zu stellen. So wurden an zwei Tagen in Raubach und Oberdreis/Woldert ca. 1.300 kg Äpfel gesammelt, die anschließend mit zwei Traktoren und Anhängern zur Sammelstelle in Anhausen gebracht und dort gegen entsprechende Säfte eingetauscht wurden.

In den letzten Tagen wurde nun der Saft den im jeweiligen Einzugsgebiet der Sammelaktion befindlichen Kitas "Auenwiese/Waldfüchse" in Raubach und "Villa Kunterbunt" in Steimel übergeben.

Bei entsprechendem Angebot an Äpfeln sollen solche Aktionen der FWG auch in den kommenden Jahren VG-weit durchgeführt werden, wobei die Initiatoren dann bei entsprechender Vorbereitung auch auf tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung und hier insbesondere der Kitas selbst setzen.

Die Fotos zeigen Erwin Hoffmann und Hans-Dieter Körfer bei der Übergabe des Safts an Frau Kober (Kita Raubach) sowie Bernd Theis mit Helfern bei der Übergabe an Frau Asbach mit Kolleginnen und Kindern (Kita Steimel) in Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Volker Mendel und Ortsbürgermeister Sven Schür.

(Fotos: Kita Raubach und Martin Neitzert)

Die FWG Verbandsgemeinde Puderbach e.V. gratuliert Sven Schür ganz herzlich zu seiner Wahl zum neuen Bürgermeister der V...
28/04/2025

Die FWG Verbandsgemeinde Puderbach e.V. gratuliert Sven Schür ganz herzlich zu seiner Wahl zum neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach.

Wir wünschen Sven Engagement, Tatkraft, Umsicht, Erfolg und immer eine glückliche Hand bei allen Vorhaben für die Mitbürgerinnen und Mitbürger im Puderbacher Land.

Wir wünschen uns, dass Sven zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, mit den Mitgliedern des Verbandsgemeinderats und seiner Ausschüsse - egal welcher demokratischen Couleur- , mit den Ortsgemeinden, mit den übergeordneten politischen Entscheidungsträgern, mit den Vereinen und Verbänden, mit den vielen Ehrenamtlern und allen Menschen, die sich vielleicht auch im Stillen unbemerkt in unser Gemeinwesen einbringen, die Verbandsgemeinde konstruktiv und positiv weiterentwickeln wird.

Unser Respekt gilt an dieser Stelle aber auch dem bei der Wahl knapp unterlegenen Dr.Patrick Rudolph. Es sind sicherlich im Vorfeld der Wahl Gräben aufgerissen worden (weniger von den beiden Kandidaten selbst, als hier und da von Seiten der Unterstützerinnen und Unterstützer), die jetzt im Interesse eines notwendigen und anzustrebenden gemeinsamen Miteinanders in den Gremien wieder zugeschüttet werden müssen - und zwar von beiden Seiten.

Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn dies möglichst bald der Fall wäre und wenn darüber hinaus Dr.Rudolph sein Engagement, sein Wissen und sein Können zukünftig verstärkt auch in Konzepte und Entscheidungsfindungen auf der Ebene der Verbandsgemeinde einbringen würde.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre FWG Verbandsgemeinde Puderbach e.V.

26/04/2025

Zum Thema "Grundsatzanfrage an die Kommunalaufsicht"

Dass ein Ratsmitglied bei einer strittigen Frage diese zur Klärung an die Kommunalaufsicht weitergibt, ist zwar nicht der Normalfall, aber völlig legitim und wird auch von der FWG nicht kritisiert.

Die Art und Weise wie das hier geschehen ist, finden wir allerdings befremdlich: Stellen Sie sich vor, Sie würden als Ortsbürgermeisterin/Ortsbürgermeister oder als Ratsmitglied bezichtigt, mit einer Entscheidung oder mehreren Entscheidungen die Ortsgemeinde finanziell zu schädigen. Gleichzeitig wird die Erwartung geäußert, dass der Ortsbürgermeister zumindest bezüglich dieser Entscheidungen auch nicht entlastet werden dürfe.

Das entspricht nicht unserem kommunalpolitischen Verständnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger!

Und dass das in der Ratssitzung nicht-öffentliche Thema schon unmittelbar nach der betreffenden Ratssitzung öffentlich diskutiert wurde, lag ebenso wenig an der FWG, wie die Tatsache, dass Thema und Ergebnis einer vertraulichen Sitzung beim Bürgermeister bereits kurze Zeit später in der Presse nachzulesen waren.

Kompetenz, Fairness, Offenheit, demokratisches Treffen von Entscheidungen???Bei solchen und ähnlichen Attributen fällt u...
24/04/2025

Kompetenz, Fairness, Offenheit, demokratisches Treffen von Entscheidungen???

Bei solchen und ähnlichen Attributen fällt uns - ein als "Grundsatzanfrage" bezeichnetes Schreiben - von Dr. Rudolph und seinem damaligen grünen Kollegen im Ortsgemeinderat Puderbach an die Kommunalaufsicht in Neuwied vom Ende 2023 ein.

Es ging um die Verpachtung der Jagd in der Ortsgemeinde Puderbach. Der Ortsgemeinderat hatte sich gegen die Stimmen der beiden grünen Mitglieder mit breiter Mehrheit für eine bestimmte, allgemein übliche Vertragsgestaltung ausgesprochen.

In der Grundsatzanfrage wurde nun unterstellt, dass der Ortsgemeinderat mit dieser und ähnlichen Entscheidungen die Ortsgemeinde finanziell geschädigt habe, weshalb auch dem Ortsbürgermeister zumindest für diesen Teil seiner Tätigkeit keine Entlastung erteilt werden dürfe.

Die Kommunalaufsicht konnte sich dieser Sichtweise allerdings nicht anschließen. Der damalige Bürgermeister (CDU) und auch der größte Teil des Rates (darunter auch SPD- und CDU-Mitglieder) war ob dieser Anschuldigungen verständlicherweise ziemlich aufgebracht.

Seltsamerweise aber sprechen CDU und SPD sich heute für den Kandidaten aus, der die Kommunalaufsicht angerufen hat - da mag sich dann jede(r) selbst einen Reim darauf machen.

21/04/2025

Sven Schür informiert - So sollte es in der Verbandsgemeinde Puderbach weitergehen:

Bildung und Erziehung

Eine gute Bildung und Erziehung zu vermitteln gehört zwar nicht zu den Kernaufgaben einer Verbandsgemeinde, aber bei den Rahmenbedingungen ist auch die Verwaltung als Träger von Kitas und Schulen gefordert. Ich denke, was die räumlichen Voraussetzungen betrifft, so ist die Verbandsgemeinde da sehr gut aufgestellt . Wenn demnächst auch die Kitas in Steimel und Urbach raummäßig auf den neusten Stand gebracht worden sind, dann ist da in nächster Zeit wenig Handlungsbedarf zu erwarten. Aber auch drumherum kann eine Verwaltung Einiges tun. So wurden z.B. vor einigen Jahren die Anfänge der Digitalisierung mit der Anschaffung von Whiteboards gestaltet und während der Coronazeit das Aufstellen von Lüftungsgeräten in Räumen, in denen keine natürliche Lüftung möglich war, - in beiden Fällen war die FWG der Initiator dieser Maßnahmen.

Leider hat sich das Land vor einiger Zeit aus der frühkindlichen Sprachförderung zurückgezogen. Dabei ist die Beherrschung der deutschen Sprache die wichtigste Lernvoraussetzung für schulischen Erfolg. Ich würde gerne als Verbandsbürgermeister in Absprache mit Schulen und Kitas einen Pool von ehrenamtlichen Kräften auf den Weg bringen, die Grundschulkinder beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen und gegebenenfalls auch als Hausaufgabenhilfe tätig werden (ähnlich wie es dieser Tage von Heimbach-Weis zu lesen war). Auch für in der Verbandsgemeinde lebende asylsuchende Menschen bzw. sonstige Migranten erweisen sich die fehlenden Deutschkenntnisse (auch infolge fehlender Deutschkurse) als Hindernis im Alltags- und in der Folge im Berufsleben. Um diesem Mangel zu begegnen, möchte ich in Zusammenarbeit mit den übrigen Verbandsgemeinden und dem Kreis ein online-System zur Vermittlung von Deutschkenntnissen auf den Weg bringen. Alle asylsuchenden Menschen und Migranten verfügen über Handys und/oder sonstige elektronische Kommunikationsmittel. Über diese könnte online Deutschunterricht angeboten werden mit regelmäßiger Erfolgskontrolle in bestimmten Abständen. Dadurch könnten die betroffenen Menschen schnell Erfolgserlebnisse haben, ihren Alltag auch etwas besser strukturieren, als es derzeit oft der Fall ist und schneller integriert werden.

20/04/2025

Die FWG Verbandsgemeinde Puderbach unterstützt die Kandidatur von Sven Schür zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach aus vollster Überzeugung.

Sven Schür und die FWG haben in den letzten Wochen ausführlich dargestellt, was sie in den vergangenen Jahren für die Bürgerinnen und Bürger gemacht haben.

Als wichtige Punkte wären hier zu nennen die Gründung der Gruppe der First Responder, das Kümmern um eine angemessene medizinische Versorgung in der Region, die Gründung der Gruppe "Naturschutz Puderbacher Land", das Aufstellen von Lüftungsgeräten in Schulen und Kitas während der Coronazeit, die Anschaffung von Whiteboards als Einstieg in die Digitalisierung an den Grundschulen, um nur einige Punkte zu nennen.

Für die nächsten Jahre strebt Sven Schür mit konkreten Vorhaben u.a. weitere Verbesserungen in der medizinischen Versorgung an, eine bessere finanzielle Ausstattung der VG als Voraussetzung für z.B. freiwillige Leistungen, Bürokratieabbau und mehr Effizienz z.B. durch stärkere Digitalisierung und überörtliche Kooperationen innerhalb der Raiffeisenregion bzw. dem Kreis, einen effektiveren ÖPNV, eine weiterhin bezahlbare gute und ausreichende Wasserversorgung und eine noch stärker als bisher ökologisch ausgerichtete Abwasserbeseitigung, den Ausbau erneuerbarer Energien u.a. mit Hilfe einer zu gründenden Energiegenossenschaft, eine bessere (vor)schulische Sprachförderung mit Hilfe ehrenamtlich tätiger Personen, die systematische Hinführung von Kindern und Jugendlichen zu praktischem Natur- und Umweltschutz und eine noch stärkere Förderung des Ehrenamts allgemein.

Alle diese Maßnahmen dienen nicht zuletzt dazu, das Puderbacher Land attraktiver auch für jüngere Menschen zu machen, damit diese sich gerne nach Studium oder Berufsausbildung hier dauerhaft niederlassen.

Sven Schür und die FWG bedauern außerordentlich die von anderer Seite in die Diskussionen zur Wahl eingebrachten Unwahrheiten und die in der Folge völlig unangebracht Schärfe dieser Diskussionen.

Vor diesem Hintergrund rufen sie alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Wahlrecht gewissenhaft und sorgsam abwägend wahrzunehmen.

20/04/2025

Sven Schür informiert - So sollte es in der Verbandsgemeinde Puderbach weitergehen:

Grundsteuer B

Im August letzten Jahres hat die Verbandsgemeindeverwaltung die Ortsgemeinden darüber informiert, wie hoch sie die Grundsteuerhebesätze für die Grundsteuer B (bebaute Wohn- und Geschäftsgrundstücke) anheben müssen, im in der Summe den gleichen Betrag zu erhalten, wie vor der Reform (die Einnahmen nach der Reform sollten lt. Gesetzgeber in etwa den Einnahmen entsprechen, die die Gemeinden vorher hatten). Dadurch sollten die Hebesätze in vielen Ortsgemeinden oft drastisch ansteigen, so dass viele Grundbesitzer von Wohneigentum zukünftig erheblich höhere Steuern zu zahlen hätten (nicht selten 50% oder sogar noch mehr gegenüber der bisherigen Situation).

Dafür sollten die Besitzer von gewerblich genutzten Immobilien entlastet werden. Leider beruhten die damaligen Berechnungen der Verwaltung auf unvollständigen Daten (es waren erst ca. 80% der benötigten Daten vorhanden), so dass auch die Empfehlungen zur Erhöhung der Hebesätze von falschen Voraussetzungen ausgingen. Im Gegensatz zu anderen, die diese Erhöhungen zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger sofort umsetzen wollten, hat sich die FWG für eine umsichtigere Vorgehensweise entschieden, zumal zu diesem Zeitpunkt bereits in der Landesregierung über die Möglichkeit diskutiert wurde, gesplittete Hebesätze einzuführen (Gesplittete Hebesätze ermöglichen eine unterschiedliche Bewertung von Wohnimmobilien und gewerblich genutzten Immobilien).

Auf Initiative der FWG haben sich die Ortsbürgermeister und Beigeordneten dann mit der heimischen Landtagsabgeordneten Lana Horstmann (SPD) und dem finanzpolitischen Sprecher der Landesregierung, Markus Stein, im Gemeinschaftshaus in Dürrholz getroffen und dort ihren Unmut über die bis dahin noch bestehenden eue Regelung deutlich gemacht.

Nun gibt es seit wenigen Wochen tatsächlich die Möglichkeit für die Ortsgemeinden, bis zum 30.06. noch rückwirkend für das ganze Jahr die angesprochenen gesplitteten Hebesätze zu beschließen. Dadurch werden viele Hausbesitzer gegenüber der "alten" Regelung besser gestellt werden und auch die Steuerabteilung der Verwaltung muss für die Ortsgemeinden, die die endgültige Regelung abgewartet haben, nicht mehrfach unterschiedliche Steuerbeträge einziehen und verbuchen, also überflüssige Doppelarbeit machen.

19/04/2025

Sven Schür informiert - So sollte es in der Verbandsgemeinde Puderbach weitergehen:

Finanzielle Situation der Verbandsgemeinde

Der nachfolgende Text ist sehr lang, enthält aber meines Erachtens viel Wissenswertes und einige Lösungsvorschläge.

Es ist allenthalben bekannt, dass es mit der finanziellen Situation der Verbandsgemeinde nicht zum Besten bestellt ist: rund 20 Mio. Schulden verursachen einen jährlichen Schuldendienst (Zinsen und Abtrag ohne eventuelle Sonderzahlungen) von gut ca. 1 Mio., das sind mindestens 5-6% an Umlagen, die die Ortsgemeinden alleine dafür aufbringen müssen und die ihnen für eigene Investitionen dann fehlen. Nun wird immer argumentiert, dass diese Schulden ja im wesentlichen für Investitionen vor allem in Kitas und Schulen aufgenommen wurden, der Verschuldung also Sachwerte gegenüber stehen. Das ist korrekt, nur nützt das leider gar nichts, wenn freiwillige Leistungen beabsichtigt sind (z.B. in erneuerbare Energien), die angesichts der hohen Verschuldung dann nicht genehmigt werden. Auch der Verweis auf hohe Kosten für Kitas und Grundschulen (machen mehr als 10% der Vg-Umlage aus), die andere Verbandsgemeinden z.T. nicht oder nicht in der Höhe haben, weil die Grundschulen oder auch Kitas nicht im Eigentum der Verbandsgemeinde stehen, sondern von Ortsgemeinden bzw. bei Kitas hier und da noch eine kirchliche Trägerschaft, bringt nicht weiter.

Eine weitere hohe Umlagenbelastung bringen die Personalkosten (Verwaltung, Hausmeister, Forst, Zuschuss Kitapersonal, ...), in diesem Jahr in Höhe von gut 12,5 Mio - das sind ca. 60% des gesamten Haushalts. Wenig verwunderlich, dass die Umlagen für die Ortsgemeinden in den letzten Jahren regelmäßig bei ca. 44 bis 48% lagen. Nimmt man die regelmäßige Kreisumlage von gut 43% hinzu, dann sind für Vg und Kreis schon vorneweg um die 90% der Einnahmen einer Ortsgemeinde aufzuwenden. Hinzu kommen noch mögliche Steuerumlagen. Das kann bei einer gewerbesteuerstarken Ortsgemeinde wie Dernbach dann tatsächlich dazu führen, dass die Umlagenbelastung über 100% beträgt - ein Umstand, dem man einem klar denkenden Menschen nicht mehr logisch vermitteln kann (deshalb hat die FWG sich hier bereits frühzeitig energisch, mehrfach und letztlich erfolgreich für eine Änderung der Umlagensituation für Dernbach eingesetzt).

Sie sehen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es ist dringender Handlungsbedarf gegeben, um die finanzielle Situation der VG und die Umlagenbelastungen für die Ortsgemeinden nachhaltig zu verbessern.

Was ist zu tun?

Nun, es gibt hier grundsätzlich 2 Möglichkeiten (oder auch 3): die Einnahmen erhöhen oder die Ausgaben senken (oder beides).
Die Einnahmen kann die VG selbst nur über höhere Umlagenzahlungen der Ortsgemeinden erhöhen, das will aber niemand. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mehr Geld von Bund und Land im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs zu erhalten. Das wäre grundsätzlich ein richtiger Weg, denn die Verbandsgemeinde hat nicht zuletzt deshalb so hohe Schulden, weil sie Gesetze des Bundes und des Landes ausführen muss, ohne die dafür erforderlichen Mittel zu erhalten. Ein Beispiel: die neue Kita "Am Mauseberg" war mit Kosten in Höhe von ca. 8 Mio. verbunden, wie hoch letztlich die Zuschüsse von Land und Kreis sein werden, steht zur Zeit noch nicht exakt fest. Im Idealfall können wir mit 40% der förderfähigen Kosten rechnen, d.h. wenn alle Kosten förderfähig wären (was sie aber nicht sind), wären dies ca. 3,2 Mio., der Rest (4,8 Mio.) ist von der VG aufzubringen. Nun könnte man argumentieren, das Geld ist ja gut angelegt für unsere Kinder. Das stimmt, nichtsdestotrotz müsste das Land nach dem Motto "Wer bestellt, der bezahlt" diese Kosten tragen. Eine Reihe von Versuchen (auch auf gerichtlichem Wege, das erste Mal vor ca. 15 Jahren durch die damalige CDU/FDP/FWG-Zusammenarbeit im Kreistag), das Land zur Übernahme seiner Verpflichtungen zu bewegen, hat nicht wirklich weiter geholfen. Das Land wurde mehrfach dazu verurteilt, die Kommunen angemessen finanziell zu unterstützen, aber darüber, was "angemessen" heißt, wurde man sich nie einig. Auch die von einem Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagene Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und dem Gemeinde- und Städtebund oder anderen kommunalen Vertretungen hat in der Vergangenheit bereits stattgefunden, aber nie den gewünschten Erfolg gezeigt.
Resumee: eine Einnahmenerhöhung der VG ist kurzfristig nicht zu erwarten.

Dann müssen wir die Ausgabenseite betrachten: Was wird alles durch die VG finanziert? Muss das in der Form so bleiben? Gibt es Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken? Ich bin der Meinung, dass es hier eine Reihe von Punkten gibt, die näher zu untersuchen wären und bei denen sicherlich erhebliches Einsparpotenzial zu heben wäre, Stichworte: Bürokratieabbau, stärkere Digitalisierung, Prüfung aller Abläufe in der Verwaltung im Hinblick auf mögliche Doppelstrukturen (dazu sind natürlich erhebliche intensive Vorarbeiten notwendig), stärkere Verzahnung von Tätigkeiten mit anderen Verbandsgemeinden oder sogar dem Kreis. Konkretes Beispiel: Ermittlung von möglichen Förderprogrammen und Stellen von Förderanträgen auf übergeordneter Ebene (d.h. beim Kreis oder z.B. für die 4 Verbandsgemeinden der Raiffeisenregion). Wir benötigen grundsätzlich eine stärkere Vereinheitlichung von Formularen und Prozessen, eine Cloud-basierte Dokumentenarchivierung und eine möglichst KI-gestützte Optimierung von Prozessen in einem standardisierten Rahmen vereinheitlichter Systeme. Klingt kompliziert, heisst aber bloß: alle Verwaltungen nutzen die gleiche Software, haben die gleichen Standards, sind dadurch untereinander kompatibel und vermeiden dadurch viel Doppelarbeit. Das ist zunächst mit einigem Aufwand verbunden, spart aber längerfristig Zeit und Geld.
Ein weiterer bereits gemachter Vorschlag meinerseits zu der ganzen Thematik: Einrichtung eines Vorschlagswesens für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und Prämierung der Vorschläge z.B. in Abhängigkeit von ihrem Einsparpotenzial.

Sven Schür informiert - So sollte es in der Verbandsgemeinde Puderbach weitergehen:Natur- und Umweltschutz, Regenerative...
18/04/2025

Sven Schür informiert - So sollte es in der Verbandsgemeinde Puderbach weitergehen:

Natur- und Umweltschutz, Regenerative Energien

Es ist sehr bedauerlich, dass es in der Verbandsgemeinde Puderbach keine Gruppe von Kindern oder Jugendlichen gibt, die sich dem Thema "Umwelt- und Naturschutz" regelmäßig widmet und in dem Bereich regelmäßig tätig ist. Dabei gäbe es zahlreiche Gelegenheiten, wie man Kindern und Jugendlichen diese Thematik in der Praxis näher bringen könnte. Mir schwebt z.B. eine enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit den beiden neuen Jugendpflegerinnen oder bestehenden Natur- und Umweltschutzgruppen von Erwachsenen vor und Gelegenheiten, wo sich Kinder und Jugendliche regelmäßig in diesem Bereich betätigen können, kenne ich einige. Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass junge Menschen stärker an die Thematik herangeführt werden und sich hier betätigen.

Ich würde es ebenfalls begrüßen und unterstützen, wenn unsere Grundschulen jeweils einen kleinen Schulgarten einrichten könnten - z.B. aus den Niederlanden kenne ich Beispiele, wie das mit Unterstützung aus dem Eltern- und/oder auch dem Lehrerinnen-/Lehrerbereich prima funktioniert - gewisse (verständliche) Bedenken, die zunächst hier und da bestanden, wurden mit gutem Willen von allen Seiten überwunden.

Ich möchte auch Ortsgemeinden unterstützen, die z.B. eine kleine gemeindeeigene Fläche völlig der Natur überlassen würden bzw. dort Bepflanzungen nach dem Prinzip "Dynamischer Agroforst" ("DAF") wie es z.B. im Kreis Mainz- Bingen der Fall ist, vornehmen (vgl. https://landkreistag.rlp.de/homepage/pressereihe-kommunen-machen-klima-nachmachen-erwuenscht/24-12-2024-dichte-gaerten-als-zukunftsprojekt/).

Was den verstärkten Einsatz von regenerativen Energien in der VG angeht, so werden wir verwaltungsseitig dort nicht entscheidend vorankommen, so lange unsere finanzielle Situation uns keine freiwilligen Ausgaben erlaubt. Daher bin ich der Meinung, dass wir eine Bürgerenergiegenossenschaft z.B. nach dem Vorbild der Vg Rengsdorf-Waldbreitbach benötigen, die uns die finanziellen Möglichkeiten für Investitionen in regenerative Energien eröffnet. Dabei sollte Freiflächenfotovoltaik vorwiegend auf nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgebracht werden bzw. auf anderen Naturflächen in einer Form, die weiterhin Beweidung erlaubt.

Sehr zu begrüßen ist auch die Arbeit der Arbeitskreise in Steimel und Dürrholz, die sich Themen wie energieeffiziente Verwendungen, Energiesparmöglichkeiten oder auch der kommunalen Förderung von z.B. Solarkraftwerken widmen. Einen Transfer auch in andere Ortsgemeinden zw. eine verbandsgemeindeweite Vernetzung würde ich sehr begrüßen und unterstützen.

Auch die Arbeit der auf Initiative der FWG gegründeten interfraktionellen Arbeitsgruppe "Naturschutz Puderbacher Land" hat bereits einige positive Ergebnisse hervorgebracht ich würde gerne hier zukünftig noch deutlich stärker unterstützen.

Vielfalt, Dichte und der Verzicht auf Dünger – das sind die zentralen Elemente des Prinzips „Dynamischer Agroforst (DAF)“. Im Landkreis Mainz-Bingen gibt es vier Gemeinden, die Freiflächen nach diesem Prinzip angelegt haben und sich entwickeln lassen. Das schafft – unter anderem – Artenv...

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Puderbach
56305

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