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AmazstoresalesOline MAKE SPACE – lasst uns gemeinsam lebenswerten, ökologischen, bezahlbaren Wohnraum für Alle schaffen! – http://make-space.eu Was ist MAKE SPACE?

MAKE SPACE ist ein Projekt, dass wir im Sommer 2015 an der Fachhochschule Potsdam begonnen haben. Wir, dass sind Studenten der Fachhochschule aus den Bereichen Design, Archtitektur, Bauingenieurswesen und Medienwissenschaften. Außerdem das FreiLand Kollektiv aus Potsdam und Lehrende der FHP sowie unterstützende Architekten. Die Ausgangssituation des Projekts ist die aktuelle Situation der Unterbri

ngung von Geflüchteten in Potsdam, die wir im Rahmen unserer fachlichen Hintergründe und Erfahrungen diskutiert haben. Auf dem Gelände des Freilands sollen noch im Winter 2015 Notunterkünfte für Geflüchtete in Form von Leichtbauhallen entstehen. Diese Leichtbauhallen entsprechen nicht unserer Vorstellung von angemessener Unterbringung, für uns sind sie ein Symbol der Übergangslösung. Angesichts der aktuellen Situation an den europäischen Grenzen, kann die Lösung aber keine provisorische mehr sein. Wir wollen, das sich Menschen in ihren Unterkünften wohlfühlen und dort auch auf längere Sicht leben können. Gleichzeitig soll MAKE SPACE auch eine Antwort auf den prekären Wohnungsmarkt sein, der für Menschen mit geringerem oder gar keinem Einkommen oftmals keinen Raum lässt – Dieser Situation sind auch wir Student*innen allzu oft ausgesetzt. Durch die Konzeption eines Prototyps für menschenwürdige Wohneinheiten, der realistisch und ökologisch umsetzbar ist, wollen wir zeigen, dass es an der Zeit ist, sich urbanen Raum wieder neu anzueignen! Wir wollen Wohnraum realisieren, den wir selbst und alle, die darin wohnen wollen, gestalten können. Die Häuser sollen leicht aufbaubar, ergänzbar und umbaubar sein. Sie sollen in ihrer Herstellung und Betrieb die Umwelt möglichst gering belasten und nicht unter dem EInfluss von aufwendigen Technologien am Bauplatz stehen. Ressourcenfreundliches und Energieefizientes Bauen ist für uns ein wichtiger Ansatz. Dabei geht es uns um mehr, als bloß Wohnfläche zu schaffen. Die MAKE SPACE Häuser haben den Anspruch, mit der gesellschaftlichen Isolierung der Unterkünfte zu brechen und kulturelle Angebote zu schaffen. Die Anbindung ans Freiland bietet dafür die besten Voraussetzungen. Wir gehen davon aus, dass es nicht DIE eine richtige Lösung für die Herausforderung von schnell und kostengünstigem Wohnraum gibt. Vielmehr möchten wir neue Perspektiven öffnen, Lösungen aufzeigen und die Baupläne, Anleitungen, die Statik, Gutachten, Quellen offenlegen. Nichts wird momentan so polarisierend diskutiert wie die Situation Deutschlands innerhalb der „Flüchtlingskrise“. Dabei reicht das Maß an Diskussionsstoff von rassistischen Übergriffen selbsternannter „besorgter Bürger“ auf Flüchtlingsunterkünfte bis hin zur „Willkommenskultur“mit ihren freiwilligen Helfer*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Was bei diesen Debatten ständig in den Fokus gerät ist die Frage nach dem Wohnraum für Asylsuchende. An der erneuten Asylrechtsverschärfung im Oktober 2015 spitzt sich die Situation noch einmal zu: Asylbewerber sollen statt der bisherigen drei, nun bis zu sechs Monate in der zuständigen Aufnahmeeinrichtung wohnen, wobei die Realität sowieso lange schon weit an den gesetzlichen Regelungen vorbeigeht. Viele Menschen sitzen jahrelang in den Einrichtungen fest, ein Leben in diesen Überganglösungen aufzubauen erscheint mehr als schwierig. Für Geflüchtete aus vermeintlich „sicheren Herkunftsländern“gelten noch weitere Verschärfungen: Diese sollen nun bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag (der in den meisten Fällen die Abschiebung aus Deutschland bedeutet) in Notunterkünften wohnen. Während die Politik also damit beschäftigt ist aufzuteilen, in „die,die bleiben dürfen“ und „die, die zurück müssen“ und sich Europa gleichzeitig immer weiter abschottet, ist die Situation derer, die es bereits nach Deutschland geschafft haben, zunehmend prekär. Bilder von Zeltlagern und Containerdörfern mit notdürftigen Infrastrukturen erzeugen eine Stimmung der Überforderung, die auf den Schultern der Geflüchteten ausgetragen wird. Die Platzierung der Unterkünfte an den Rändern der Städte tragen zur Isolation bei und unterstreichen, dass es sich bei dem geschaffenen Wohnraum um ausschließlich temporäre Lösungen handelt. Was jedoch danach mit den Menschen passiert, bleibt intransparent und ungeklärt. In letzter Zeit häufen sich die Berichte über Konflikte in Aufnahmeeinrichtungen – als Ursache werden meist kulturelle oder „ethnische“ Differenzen ausgemacht. Viele der Konflike entstehen jedoch allein durch den Mangel an Rückzugsmöglichkeiten, sowie des oft unsicheren Status und der ungewissen Perspektive der Geflüchteten in Deutschland. Hinzu kommt ein stark eingeschränktes Selbstbestimmungsrecht, wenig Sozialleistung und ein fehlendes Recht auf Arbeit (/Beschäftigung). Dass Menschen unter diesen Bedingungen, geografisch isoliert und von sozialem Leben abgeschottet, in Massenunterkünften leben müssen, erscheint uns untragbar! Aber das Thema Wohnen wirft noch viel mehr Fragen auf! Gerade in größeren Städten wie Berlin steigen die Mieten ständig an, seit Jahren werden bezahlbare Räume zum Wohnen und Arbeiten immer knapper. Für Menschen mit geringerem oder nicht vorhandenem Einkommen scheint es oftmals unmöglich, mit diesen Veränderungen umzugehen. Wir sind der Meinung, dass das Leben in der Stadt nicht zum Privileg werden darf und allen Menschen, unabhängig von finanzieller Situation oder gesellschaftlichen Hintergrund, ermöglicht werden muss. Ausreichender Wohnraum soll ein Grundrecht und keine Ware sein! Unsere Städte bieten Platz für alle, wenn wir ihn nur besser verteilen: Freie Flächen und Leerstand können zu Wohnraum umfunktioniert und längerfristig genutzt werden. Wir fordern einen angemessen großen Wohnraum, um ein mindestmaß an Lebensqualität und Sicherheit zu gewährleisten. Das heißt, dass Wasser, Wärmeregulierung, freies Internet, Lärmschutz, Strom, Tageslicht, einen Blick nach Draußen, eine Kochstelle, Sanitäranlagen, Barrierefreiheit, Belüftung und eine gute infrastrukturelle Anbindung unbedingt gewährleistet werden müssen. Außerdem wollen wir mit unserem Projekt keine Isolierung zulassen und ein Zusammenleben von verschiedenen Einkommens-, Kultur-, Gesinnungs-, Herkunfts- und Altersgruppierungen möglich machen. Für uns ist Gesellschaft kein Begriff der sich über Abgrenzung definiert. Daher richten wir uns nicht nur an Menschen, die sich akut in einer Notsituation befinden, sondern an alle, die sich mehr Inklusion im Wohnraum wünschen. Wir wollen herausfinden, wie gemeinschaftliches, sozialverträgliches Wohnen in der Zukunft aussehen kann. Es ist Zeit, unkonventionelle und neue Lösungen zu­ finden – jenseits von schlecht integrierten Zeltlagern, Notunterkünften in Containersiedlungen und überteuertem Wohnraum in der Stadt!

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Potsdam
14473

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