17/06/2026
Heutiges Gedenken an die Opfer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 mit einer Kranzniederlegung u.a. mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke und mit dem Dezernenten für zentrale Verwaltung der Landeshauptstadt Potsdam (Potsdam.de) , Dieter Jetschmanegg. Für die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße sprach Vorstand Maria Schultz.
Die anschließende Sonderführung ging auf die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 und die in diesem Zusammenhang anschließenden zahlreichen Verhaftungen in Potsdam ein.
Am 17. Juni 1953 kam es in mehr als 700 Orten in der DDR zu Streiks, Kundgebungen und der Erstürmung von SED- und Polizeigebäuden. Hunderttausende Menschen schlossen sich den Protesten für bessere Lebensbedingungen, Demokratie und Freiheit an. In Brandenburg gab es Proteste unter anderem in Potsdam, Rathenow, Brandenburg an der Havel, Oranienburg, Hennigsdorf und Velten. Sowjetisches Militär und DDR-Volkspolizei schlugen den Aufstand blutig nieder. Mehr als 50 Menschen starben; etwa 15.000 Männer und Frauen kamen im Zusammenhang mit dem Aufstand in Haft. Zahlreiche Menschen wurden auch in die Untersuchungshaftanstalt Lindenstraße 54 eingesperrt.