15/09/2026
Kulturgut kann verbrennen, absaufen, gestohlen oder zerstört werden. Und dann? Ist es für immer weg.
Das sind keine theoretischen Szenarien:
💧 2024 musste das Kleist-Museum • Frankfurt Oder beim Oder-Hochwasser vorsorglich evakuiert werden.
🌪️ Im selben Jahr richtete ein Sturm in Wünsdorf eine Großschadenslage beim Landesdenkmalamt an.
🏚️ 2025 traf ein schwerer Sturmschaden die ehemalige Häftlingswäscherei in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Sachsenhausen Memorial.
Extremwetter lässt sich zwar nicht abschalten, aber man kann sich vorbereiten!
Deshalb war unsere Ministerin Manja Schüle gestern im Stadtmuseum Cottbus/Chóśebuz – zum Start der „Offensive Kulturgutschutz" des Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.. Allein die Städtischen Sammlungen in Cottbus umfassen rund 1 Million Objekte!
In Stadt Cottbus/Chóśebuz und im Landkreis Spree-Neiße startet jetzt ein Pilotprojekt: Für rund 20 Museumsstandorte wird zuerst analysiert, wo die Risiken liegen. 2027 folgen individuelle Notfallpläne. Was hier funktioniert, soll später in ganz Brandenburg übertragbar sein. Das Land unterstützt den Start mit 20.000 Euro.
Und ganz praktisch mit dabei: eine Notfallbox. Da drin sind Material und Werkzeug, um bei kleineren Wasser- oder Brandschäden sofort selbst zu handeln – bergen, reinigen, sichern, dokumentieren. 17 dieser Boxen hat das Land bereits finanziert.
Denn Kulturgutschutz darf nicht erst beginnen, wenn das Wasser bereits im Depot oder die Feuerwehr vor der Tür steht.
Mehr: https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~15-09-2026-stadtmuseum-cottbus-offensive-kulturgutschutz