Integrationsbeirat Pankow

Integrationsbeirat Pankow Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Integrationsbeirat Pankow, Politische Organisation, Breite Straße 24a/26, Pankow.

📧 Wir haben eine Antwort von Gaby Bischoff erhalten, die wir hier - mit ihrer freundlichen Zustimmung - gern publik mach...
21/12/2021

📧 Wir haben eine Antwort von Gaby Bischoff erhalten, die wir hier - mit ihrer freundlichen Zustimmung - gern publik machen möchten:

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Ich teile Ihre Sorge um die Menschen, die an der Grenze zwischen Belarus und der EU verharren müssen. Der belarussische Machthaber Lukaschenko hat sich das jahrelange Versagen der EU-Mitgliedstaaten in der Migrationspolitik zu Nutze gemacht und benutzt Menschen wie Spielbälle. Leider reiht sich eine humanitäre Katastrophe an der EU-Außengrenze an die nächste. Im Januar habe ich eine Informationsveranstaltung zur Lage im Camp Lipa in Bosnien-Herzegowina organisiert, weil dort Menschen zu erfrieren drohten. Nun haben wir die gleiche Situation an einem anderen Ort in Europa.

Deshalb werde ich gemeinsam mit den anderen Sozialdemokrat*innen und progressiven Abgeordneten im Europäischen Parlament weiterhin Druck ausüben, damit menschenunwürdige Lager evakuiert, illegale Push-Backs an den EU-Außengrenzen verhindert und die EU-Grenzschutzagentur Frontex stärker kontrolliert wird. Wie es in Ihrem offenen Brief korrekt beschrieben wird, hat jeder Mensch das Recht auf einen fairen Asylprozess und eine menschenwürdige Unterbringung während des Wartens auf einen Entscheid. Ich werde in den kommenden Wochen ein Insta-Live-Gespräch zur Lage der Menschen an der Außengrenze mit meinem polnischen Kollegen Włodzimierz Cimoszewicz veranstalten, um das Thema wieder in den Fokus zu rücken. Ich schicke Ihnen gerne die Daten, sobald sie feststehen.

Außerdem setze ich mich im Landesvorstand der SPD Berlin weiter für ein umfangreiches Landesaufnahmeprogramm ein. In der EU gibt es viele Kommunen, die zu einer Aufnahme der Menschen aus den Lagern bereit sind. Kurzfristig ist das die einzige Lösung, um den Menschen, die auf der Suche nach Asyl in der EU sind, schnell zu helfen. Die Innenminister der EU-Mitgliedsstaaten müssen jetzt dringend ihre Blockadehaltung beenden und die kommunale Aufnahme ermöglichen.

Langfristig wird sich unsere Fraktion weiter dafür einsetzen, dass ein neues europäisches Asylsystem solidarisch und fair gestaltet wird. Nur mit einer nachhaltigen Reform, die einen solidarischen Verteilungsmechanismus einschließt, können wir schutzbedürftigen Menschen wirklich helfen und gemeinsam die Verantwortung für Geflüchtete und Migrant*innen übernehmen. Ich bin froh, dass ich dabei auf engagierte Berliner*innen wie Sie zählen kann.


Mit freundlichen Grüßen
Gaby Bischoff MEP

Offener Brief des Integrationsbeirats Pankow zu den Menschenrechtsverletzungen an der polnisch-belarussischen Grenze ⬇ht...
19/11/2021

Offener Brief des Integrationsbeirats Pankow zu den Menschenrechtsverletzungen an der polnisch-belarussischen Grenze ⬇

https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/bilder/offener-brief-menschenrechte-an-der-grenze-durchsetzen.pdf

Bei seiner letzten Parlamentssitzung vor der Wahl hat das Berliner Abgeordnetenhaus mehrere Gesetzesänderungen beschloss...
20/10/2021

Bei seiner letzten Parlamentssitzung vor der Wahl hat das Berliner Abgeordnetenhaus mehrere Gesetzesänderungen beschlossen. U.a. wurde das Schulgesetzt an vielen Stellen angepasst. Eine davon liegt uns besonders am Herzen: § 15 Förderung von Zwei- und Mehrsprachigkeit. In der alten Fassung hieß er noch: "Unterricht für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache". Die negativ gefärbte Bezeichnung "nichtdeutscher Herkunft" wird nun bewußt vermieden.
Ausserdem:
"Alle Schülerinnen und Schüler erhalten nach Maßgabe des Haushaltsplanes Angebote zur Entwicklung von Zwei- und Mehrsprachigkeit, sofern dies gewünscht und schulorganisatorisch möglich ist."

Ein großer Erfolg für unsere AG Mehrsprachigkeit, die sich unermüdlich dafür eingesetzt hat 👏

Hier ist der Newsletter, in dem die AG und Migra Up über die Schulgesetz-Änderung in 19 (!) Sprachen informieren ⬇️

Änderung des Schulgesetzes §15: Herkunftssprachlicher Unterricht

Am 23. August tagte der Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation im Abgeordnetenhaus. Im Rahmen des...
08/10/2021

Am 23. August tagte der Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation im Abgeordnetenhaus. Im Rahmen des Tagesordnungspunktes "Stärkung der Beteiligung von Migrant*innen – zur ehrenamtlichen Arbeit der Bezirklichen Integrationsbeiräte" hatten Beiratsvertreter*innen aus vier Berliner Bezirken - u.a. Pankow! - Gelegenheit, über ihre Arbeit zu berichten, auf Fragen der Abgeordneten einzugehen und Forderungen an den neuen Bundestag zu stellen.

Vielen Dank an Ecaterina Bădău für die sehr gute Präsentation unseres Beirats! 👏

Vorstellung ab 31:20
Antworten bei der Fragerunde ab 1:46:29

Aufzeichnung der Sitzung des Ausschusses für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation am 23.08.2021 im Abgeordnetenhaus von Berlin.Hier finden Sie die...

Danke, Michael Grunst, Sie sprechen uns aus dem Herzen!Auch in Pankow sind sehr viele Menschen von der Wahl ausgeschloss...
23/09/2021

Danke, Michael Grunst, Sie sprechen uns aus dem Herzen!
Auch in Pankow sind sehr viele Menschen von der Wahl ausgeschlossen, dürfen also nicht mitbestimmen - egal wie lange sie schon hier leben :(

Es ist ungerecht, dass so viele Menschen in Berlin nicht wählen dürfen!

Hier mein Gastbeitrag für den Tagesspiegel zum dem Thema:

+++Keine Wahl für alle+++

Im Wahlkampf reden viele vom frischen Wind der Veränderung, den wir mit der Wahl verspüren sollen. Für rund 1,3 Millionen Berlinerinnen und Berliner steht der Wind dagegen still. Sie sind am 26. September fast vollständig von der Wahl ausgeschlossen. Sie dürfen ihren politischen Willen nicht in der Wahl zum Bundestag, nicht zur Wahl zum Abgeordnetenhaus und auch nicht zum Thema Vergesellschaftung von privaten Wohnungsunternehmen kundtun. Sie werden nicht mitbestimmen dürfen, wie es in der Bundesrepublik und in unserer Stadt weitergeht. Sie haben keine Wahl.

Manche von ihnen dürfen immerhin ihre Stimmen zur Bezirksverordnetenwahl abgeben und so mitbestimmen, wie die Bezirksverordnetenversammlungen aufgestellt sind. Dieses kommunale Wahlrecht für EU-Bürgerinnen und -Bürger ist gut, aber ein Privileg, dass eben nur wenigen vorbehalten ist. Ein anderer Teil ist unter 18 Jahren und darf deshalb nicht wählen. Was bleibt: Mehr als eine halbe Million Menschen darf in Berlin gar nicht wählen,
weil sie keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Was auf den ersten Blick plausibel erscheint, ist bei näherer Betrachtung ungerecht, nicht nachvollziehbar und vor allem nicht mehr zeitgemäß. Die Staatsbürgerschaft als Kriterium für die Wahl hat ausgedient.

In Lichtenberg sieht die Lage nicht anders aus. Wir sind ein Bezirk, in dem fast 300 000 Menschen leben. Hier werden über 80 Sprachen gesprochen, die größten Communities haben ihre Wurzeln in Vietnam, Russland, Syrien und Polen. In Lichtenberg dürfen insgesamt 32 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht wählen – die Hälfte davon, weil das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht sie als Ausländer definiert. Das sind mehr als 40 000 Menschen, die zur Wahl entmündigt und ihrer Stimme beraubt werden. Darunter viele, die großes Interesse haben, sich politisch zu engagieren oder es bereits tun. Oder die hier schon seit vielen Jahren und teils Jahrzehnten leben und sich beteiligen.

Anas Rukbi etwa, Sprecher des Integrationsbeirates in Lichtenberg, ist aus Syrien nach Deutschland gekommen. Er bemüht sich derzeit um die deutsche Staatsbürgerschaft. Als Mitglied des Integrationsbeirates berät er das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung in allen Angelegenheiten von gesellschaftlicher Teilhabe und Integration. Ebenso Tang Chu Tien, ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter, heute Vorstandsmitglied der Vereinigung der Vietnamesen in Berlin und Brandenburg e.V. und auch Mitglied im Integrationsbeirat. Beide bringen sich ein in Lichtenberg, beeinflussen das
gesellschaftliche Zusammenleben im Bezirk, sind aktiv und im wahrsten Sinne politisch. Als ehrenamtlich Engagierte sind sie Teil des Kitts, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Und sie geben vielen Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern ohne deutschen Pass eine Stimme – aber eben nicht auf dem Wahlzettel. Das ist ungerecht.

So wird in Berlin in diesen Wochen eine Ungleichheit deutlich spürbar: Die einen erhalten per Geburt das Privileg zur Wahl, um das andernorts mit Leib und Seele gerungen wird. Wer jetzt poltert: „Dann sollen sie sich doch einfach einbürgern lassen!“, der hat noch nicht mit Betroffenen gesprochen, die diesen langwierigen, zähen, zermürbenden Weg des Einbürgerungsprozesses gegangen sind – geschweige denn, es selbst versuchen müssen.
Das es auch anders geht, zeigt das eingangs erwähnte kommunale Wahlrecht für EU-Staatsangehörige. Seit 1992 besteht die Möglichkeit, dass EU-Bürgerinnen und -Bürger
kommunales Wahlrecht erhalten. Ein großer Fortschritt, der vor allem eins zeigt: Es ist möglich! Es muss nicht gleich die Maximalforderung nach dem sofortigen Wahlrecht für alle sein. Aber wir könnten in Berlin als ersten Schritt damit beginnen, die Volksgesetzgebung und das Wahlrecht so zu gestalten, dass alle, die hier schon länger leben, bei den Volksentscheiden mitbestimmen können – und die Bezirksverordnetenversammlungen mitwählen dürfen. Und so unsere Stadt, unsere Kieze gleichermaßen mitgestalten können.

Denn die Kampagne zur Vergesellschaftung von privaten Wohnungsunternehmen hat auch gezeigt, dass viele, die sich einbringen wollten, es nicht durften. Von den ausgezählten Stimmen waren 32 Prozent „ungültig“, meist wegen fehlender Staatsangehörigkeit. All diese Stimmen werden am 26. September nicht erfasst. Wie bitter ist das, bitteschön?

Wovor haben diejenigen, die sich gegen eine Änderung des Wahlrechts stemmen, eigentlich Angst? Vor dem Verlust der politischen Mehrheiten? Wie würde unser Berlin, wie würde
Lichtenberg aussehen, wie würde hier regiert werden, wenn die halbe Million Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft in der Stadt adäquat vertreten wäre?

Ich denke, Berlin wäre damit mehr Berlin, und ein ganzes Stück gerechter.

Foto: Fotolia

Fast 10 Millionen Bürger dürfen bei der Bundestagswahl nicht mitwählen, weil sie keinen deutschen Pass haben. In Berlin ...
26/08/2021

Fast 10 Millionen Bürger dürfen bei der Bundestagswahl nicht mitwählen, weil sie keinen deutschen Pass haben. In Berlin betrifft es etwa jede vierte erwachsene Person.
Bei der Zeit-Umfrage können sie nun immerhin zu Wort kommen und auch mitteilen, wie sie abstimmen würden.

Wer keinen deutschen Pass hat, darf bei der Bundestagswahl nicht abstimmen. Das betrifft fast zehn Millionen Menschen. Wir wollen wissen, wie es ihnen damit geht.

Offener Brief des Integrationsbeirats PankowHandeln Sie jetzt, richten Sie eine Luftbrücke ein!Wir nehmen die humanitäre...
18/08/2021

Offener Brief des Integrationsbeirats Pankow

Handeln Sie jetzt, richten Sie eine Luftbrücke ein!

Wir nehmen die humanitäre Katastrophe in Afghanistan mit Entsetzten wahr und wenden uns an Sie mit der dringenden Bitte, den Menschen in Afghanistan umgehend und unbürokratisch zu helfen. Besonders für Frauen ist die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan brandgefährlich.
Stehen Sie für Menschenrechte ein und schaffen Sie sichere Fluchtwege für alle diejenigen, die das Land verlassen müssen!

Hiermit schließen wir uns den Forderungen der Seebrücke an:
1. Sofortige Evakuierung aller Ortskräfte und Partner*innen der Bundesregierung.
2. Aufnahmeprogramm für die Afghan*innen, die sich in den letzten Jahren für Frauenrechte, Demokratie und eine freie Gesellschaft eingesetzt haben.
3. Sichere und legale Wege für alle Menschen, die vor den Taliban fliehen müssen.
4. Aufenthaltssicherung für afghanische Menschen, die in Deutschland leben.Integrationsbeirat Pankow von Berlin

Die Vollversion ↘️:

Der Integrationsbeirat ist ein ehrenamtliches Gremium, das insbesondere politische Beteiligungen von Migrant*innen ermöglicht, die keinen deutschen Pass besitzen. Der Beirat berät das Bezirksamt und das lokale Parlament (Bezirksverordnetenversammlung, kurz BVV) bei allen Integrationsfragen, die f....

Unsere Amtsperiode geht bald zu Ende 🙁Höchste Zeit also für einen Rückblick bzw. Ausblick, denn es wird auch danach eine...
18/07/2021

Unsere Amtsperiode geht bald zu Ende 🙁
Höchste Zeit also für einen Rückblick bzw. Ausblick, denn es wird auch danach einen Beirat geben!
Was macht aber eigentlich ein Integrationsbeirat?
Seht und hört, was die Mitglieder selbst dazu sagen.

Vielen Dank an Helga von Migra Up für die Produktion ❤️
und an alle Beteiligten 🤝

Was ist ein INTEGRATIONSBEIRAT? 6 InterviewsDieser Kurzfilm wurde im Rahmen der AG- Öffentlichkeitsarbeit des Integrationsbeirats Pankow produziert.Die AG- Ö...

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