04/04/2026
3,1 Tonnen Schweinefleisch als Kalbfleisch an muslimische Kunden verkauft. Wie konnte das jahrelang unbemerkt bleiben?
In Zürich verkaufte der Geschäftsführer einer Halal-Metzgerei über rund drei Jahre Schweinefleisch als Kalbfleisch an seine überwiegend muslimische Kundschaft. Laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat kaufte er regelmäßig günstiges Schweinefleisch ein und bot es unter falscher Deklaration an. Insgesamt 3,1 Tonnen Schweinefleisch wurden so verkauft. Die Kunden gingen davon aus, besonders günstiges Kalbfleisch zu kaufen.
Erst ein Lebensmittelinspektor deckte den Schwindel bei einer Routinekontrolle auf. Er erkannte sofort am Aussehen, dass es sich nicht um Kalbfleisch handelte. Die Kunden waren doppelt betrogen: Sie zahlten den höheren Preis für Kalbfleisch und aßen unwissentlich ein Produkt, das im Islam strikt verboten ist.
Der Geschäftsführer wurde wegen mehrfachen Betrugs und Falschbeurkundung zu sechs Monaten Gefängnis und 18.000 Schweizer Franken Geldstrafe verurteilt.