30/10/2021
SPD-Kreistagsfraktion: Gebührenmodell ist nicht sozial ausgewogen
„Das Gebührenmodell benachteiligt hauptsächlich ältere Menschen mit nur wenigen Geschäftskontakten,“ erklärt Fraktionsvorsitzender Harald Westrich für die SPD Fraktion im Kreistag.
Das neue Gebührenmodell, dass bereits unabhängig von der Fusion der beiden Sparkassen vom Vorstand der Kreissparkasse geplant wurde, stößt bei der SPD-Fraktion auf massive Kritik. Es ist zwar klar, dass die Banken aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB große Probleme bei ihrer Finanzierung haben. Eine Sparkasse muss als Bank der Region die Gebühren aber sozial ausgewogen organisieren. Von dem jetzigen Geschäftsmodell profitieren die Bürgerinnen und Bürger, die viele Geschäftskontakte mit der Sparkasse haben und ihre Geschäfte mit Online-Banking abwickeln können.
Wer noch auf traditionelle Weise Überweisungsträger schreibt, wer mehr als zweimal im Monat Geld am Geldautomaten abhebt, muss zusätzliche Gebühren bezahlen. Damit trifft es einen Kundenkreis, der sich in der neuen Welt des Internets und Online-Banking schwerer tut. Das sind oftmals ältere Menschen, Menschen mit einem geringen Einkommen und damit geringeren Kontakten zur Sparkasse. Wir hätten uns erhofft, dass man hier noch ein Gebührenmodell findet, dass insbesondere diesen Menschen gerecht wird.
Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass Peter Degenhardt sich mit seiner Position innerhalb der CDU nicht durchsetzen konnte. Zwar stand das Gebührenmodell im Verwaltungsrat nicht zur Abstimmung, aber der CDU und FWG dominierte Verwaltungsrat mit dem CDU Verwaltungsratsvorsitzenden Ralf Lessmeister hätten mit Sicherheit großen Einfluss auf den Vorstand gehabt, wenn sie das gewollt hätten.
Die SPD-Fraktion wird über den Verwaltungsrat eigene Vorschläge für ein sozial gerechtes Gebührenmodell einreichen.