18/12/2022
In Zeiten sinkender Wahlbeteiligungen und zunehmender Politikverdrossenheit begrüßen wir als Junge Union, dass der Rat der Gemeinde Ostercappeln diesem Trend entgegenwirken möchte.
Richtig ist auch, dass eine Einrichtung eines Beteiligungsformats in der Gemeinde Ostercappeln jungen Menschen die Möglichkeit geben würde, sich schon im jungen Alter politisch zu engagieren und ihre Ideen in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen.
Fraglich finden wir jedoch, warum die SPD-, Grünen- und FDP-Fraktionen nicht im Rahmen ihrer Interessentransmissionsfunktion jungen Menschen eine Stimme geben.
Wir als Jugendorganisation der CDU artikulieren unsere Interessen gegenüber unseren Mandatsträgern und nehmen so aktiv am politischen Prozess teil.
Eine Verlagerung der Politikformulierung, welche eine originäre Aufgabe von Parteien in der Demokratie ist, auf ein Jugendparlament und somit auf die Verwaltung der Gemeinde Ostercappeln, halten wir nicht für zielführend.
Wir begrüßen im Zusammenhang des Antrags, dass eine Verjüngung des Gemeinderates gefordert wird. Auch wir halten es für sinnvoll, dass der Gemeinderat ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellt. Allerdings fragen wir uns, warum die o.g. Parteien bei der Aufstellung von Listenplätzen diese Forderung nicht auch umsetzen und gezielt auf junge Menschen zugehen.
Als Gegenvorschlag würden wir die Finanzierung eines politischen Planspiels vorschlagen. Dieses ist zeitlich und monetär begrenzt planbar und gibt Jugendlichen dennoch die Möglichkeit politische Entschlüsse zu fällen.
Wir als Junge Union Ostercappeln fordern daher, dass die zur Abstimmung stehenden Beschlussvorlage dahingehend geändert wird, dass finanzielle Mittel i.H.v. 5000 € für den Haushalt 2023 für die Planung eines politischen Planspiels eingesetzt werden.