16/05/2026
Liebe Seniorinnen und Senioren, Freunde der Senioren
Sichheitsberatung
Ein Thema für alle Omas, Opas, Eltern, Jugendliche
und Kinder
Alle jüngeren bewegen sich ganz selbstverständlich
in (Gaming-)Chats, Foren oder auf Social Media. Doch das birgt
Risiken, die vor allem Kinder nicht abschätzen können.
Die Gefahr von Manipulation im digitalen Raum, auch gezielte
Täuschung durch Cybergrooming, bedroht junge Internetnutzer.
Täter nutzen falsche Identitäten, um Vertrauen aufzubauen
und Kinder zu beeinflussen - um etwa einen realen Missbrauch
anzubahnen.
Nicht hinter jedem Kontakt steckt auch die Person, für die sich
der- oder diejenige ausgibt. Eltern sollten deshalb mit ihnen
darüber sprechen und ihre Kinder über die Funktionsweisen,
Möglichkeiten, aber auch den damit verbundenen Gefahren
aufklären.
> Cybergrooming - Was man darüber wissen sollte
- Wie gehen Täter vor
Cybergrooming bezeichnet die gezielte Anbahnung von
Kontakten zu Kindern und Jugendlichen über das Internet.
Die in der Regel erwachsenen Täter agieren über soziale
Netzwerke, Online-Spiele oder Chat-Plattformen und setzen
auf Täuschung, um ihre Opfer zu manipulieren; zunächst setzen
sie auf unverfängliche Gespräch. Problematisch ist, dass sie
Ihre Opfer über die digitalen Kommunikationswege unmittelbar
und direkt erreichen können. Sie geben sich dabei selbst als
Kinder oder Jugendliche aus. Im schlimmsten Fall wird ein
realer sexueller Missbrauch angebahnt. Vielfach wird Druck
auf die Kinder ausgeübt, um sie zu sexuellen Handlungen vor
der Kamera zu nötigen.
Dafür bauen sie ein Vertrauensverhältnis zu den jungen
Menschen auf. Sie kommunizieren sehr geschickt und
manipulativ. Zu Anfang über unverfängliche und jungen
Menschen nahe Themen. Dabei lenken sie die Kommunikation
immer mehr auch in die sexuelle Richtung und überreden die
Minderjährigen dann zu Nacktaufnahmen oder -videos.
Für die meisten Kinder und Jugendliche ist das Internet Teil
des alltäglichen Lebens. Auch Sexting, also das Teilen von
intimen Nachrichten, Bildern oder Videos mit der Freundin
oder dem Freund, ist für viele „normal“ und freizügige Fotos
zu veröffentlichen, um anderen zu imponieren gehört für viele
ebenfalls dazu.
> Die Polizei rät:
- begleiten Sie Kinder bei den ersten Schritten im Internet
und bieten Sie sich auch später immer wieder als kompetenter Ansprechpartner an. Lassen Sie Kinder und Jugendliche mit
Ihren Ängsten und Erlebnissen nicht allein. Im Internet können
Jungen und Mädchen leicht beispielsweise mit
Gewaltdarstellungen, pornografischen oder kinderporno-
grafischen Inhalten konfrontiert werden.
- Wie können Kinder Cybergrooming erkennen?
Stellt der Chatpartner oder die Chatpartnerin aufdringliche
Fragen?
Etwa nach offline Aktivitäten, dem privaten Umfeld oder ob
das Gerät allein bzw. ohne Aufsicht genutzt wird? Möchte
der Kontakt eventuell sogar spezielle Fotos zugesendet
bekommen? - Dann ist Vorsicht geboten! Täter und
Täterinnen gehen überlegt vor, um Kinder strategisch zu
manipulieren.
Das können Erwachsene tun, um Kinder und Jugendliche
vor Belästigungen im Internet zu schützen
- Kinder begleiten
Suchen Sie mit Ihren Kindern geeignete Internetangebote
aus, bieten Sie altersgemäße Hilfe bei der Nutzung dieser
Angebote, vermitteln und vereinbaren Sie Sicherheitsregeln.
- Schwierigkeiten besprechen
Anfeindungen, Belästigungen oder problematische Inhalte
können Kinder und Jugendliche belasten und überfordern.
Haben Sie ein offenes Ohr für „Online- Probleme“ und machen
Sie ihrem Kind immer wieder klar, dass es sich mit allen
Problemen jederzeit an Sie wenden kann.
Es kann dennoch sein, dass Ihr Kind lieber anonym über
Erlebnisse sprechen möchte. Akzeptieren Sie dies und zeigen
Sie Ihrem Kind Hilfsangebote auf, wie Hilfeportal sexueller
Missbrauch, Nummer gegen Ku**er oder fragZEBRA.
- Auffälligkeiten und Verstöße melden
Wenn Sie Hinweise auf jugendgefährdende und strafbare
Inhalte im Internet haben, wenden Sie sich damit an die Seiten-Betreiber, die Polizei oder an die Meldestellen:
jugendschutz.net/verstoss-melden und www.internet-beschwerdestelle.de. Sie können sich auch immer direkt an die
Onlinewachen der Länder wenden.
Ein Tipp zum Schluß :
Wichtig!
Auch wenn es gut gemeint ist:
Erwachsene sollten im Netz nicht nach kinderporno-
grafischen Seiten suchen und diese sichern, um diese beispiels-
weise der Polizei zu melden. Denn dadurch können Sie sich
unter Umständen strafbar machen. Wenn Sie zufällig einen
solchen Inhalt entdecken, melden Sie diesen sofort der Polizei.
Wir alle, Seniorinnen, Senioren und alle Familienmitglieder,
können jungen Menschen helfen in dem wir auch
beim surfen im Internet ein Auge offen halten und mit
Ihnen darüber sprechen.
Wie immer gilt :
Bitte tragen Sie diese Informationen in den Familien-,
Freundes-, und Bekanntenkreis weiter.
Danke
Ihre Senioren Sicherheitsberater.