Sternenzelt e.V.

Sternenzelt e.V. Das Sternenzelt berät und begleitet Familien in Zeiten schwerster Krankheit und nach einem Verlust.

🎭 Bunt, kreativ – und ganz nah an den GefühlenIm Karnevalsmonat wurde es in einer Sternenzelt-Gruppe nicht nur fröhlich,...
24/03/2026

🎭 Bunt, kreativ – und ganz nah an den Gefühlen

Im Karnevalsmonat wurde es in einer Sternenzelt-Gruppe nicht nur fröhlich, sondern auch besonders berührend. Gemeinsam mit Nicole Peters-Bokelmann haben die Kinder Masken gestaltet – außen sichtbar, innen verborgen.

Was zunächst nach einer kreativen Bastelaktion klingt, hatte eine tiefere Bedeutung:
Wie zeigen Kinder ihre Trauer nach außen? Und was behalten sie lieber für sich?
Viele Kinder erzählten, dass sie ihre Trauer im Alltag – zum Beispiel in der Schule – oft nicht zeigen möchten. Sie wollen einfach „nur Kind sein“ und nicht ständig auf ihren Verlust angesprochen werden. Gleichzeitig tragen sie ihre Gefühle natürlich in sich.

Die Masken wurden dafür zu einem starken Symbol:
Außen bunt, freundlich oder fröhlich gestaltet – innen oft mit den Gefühlen, die nur wenige sehen. Manche Kinder teilten ihre Maske sogar in zwei Hälften: traurig und fröhlich.

Ein berührendes Bild dafür, dass beides gleichzeitig da sein darf.
Genau dafür steht die Arbeit im Sternenzelt: Raum geben für alles, was da ist. Ohne Bewertung. Ohne richtig oder falsch.
Kreative Angebote wie dieses helfen Kindern, ihre Gefühle auszudrücken, zu verstehen und zu teilen – in ihrem eigenen Tempo. Und sie erleben dabei: Ich bin nicht allein.

💛 Das ist es, was diese Gruppen so besonders macht.

Wie schön, dass es nun ein weiteres Unterstützungsangebot gibt!
14/03/2026

Wie schön, dass es nun ein weiteres Unterstützungsangebot gibt!

waz.de/411438069 👈 Ein ganz wichtiges Angebot. 🙏

Heute möchte ich Sie auf ein neues Projekt aufmerksam machen, das thematisch eng mit unserer Arbeit im Sternenzelt verbu...
05/03/2026

Heute möchte ich Sie auf ein neues Projekt aufmerksam machen, das thematisch eng mit unserer Arbeit im Sternenzelt verbunden ist.
Über das Palliativnetz Oberhausen entsteht aktuell die Beratungsstelle FIBS – Familien. Informieren. Beraten. Stärken.

👉 Unterstützt unser Crowdfunding für FIBS – Familien.informieren.beraten.stärken. in Oberhausen: https://www.oberhausen-crowd.de/familien.informieren.beraten.staerken

Wenn ein Angehöriger schwer erkrankt, verändert sich das ganze Familienleben – besonders für Kinder. Mit FIBS begleiten wir Familien frühzeitig, geben Orientierung und stärken alle im Familiensystem.

💛 Jede Spende hilft – und auch das Teilen dieses Beitrags macht einen großen Unterschied!
Vielen Dank Energieversorgung Oberhausen AG (evo) für die Unterstützung.

Aus Kronkorken wird Hoffnung 💛Manchmal beginnt großes Engagement ganz klein – mit einem Kronkorken.Der SC Buschhausen 19...
20/02/2026

Aus Kronkorken wird Hoffnung 💛

Manchmal beginnt großes Engagement ganz klein – mit einem Kronkorken.

Der SC Buschhausen 1912 sammelt wieder für den guten Zweck! Der Erlös der aktuellen Aktion kommt diesmal gleich zwei Organisationen zugute: dem Sternenzelt Oberhausen e.V. und dem Möwennest.

Bereits 2023 war die Sammelaktion ein voller Erfolg. Jetzt wird sie fortgesetzt – und wir sind sehr dankbar, diesmal Teil dieser besonderen Initiative zu sein.
Gemeinsam mit Marc Mölleken Karosseriebau werden im Vereinsumfeld und im Stadtteil fleißig Kronkorken gesammelt. Das erste Fass ist schon randvoll – und es geht weiter! Kronkorken können während der Öffnungszeiten im Vereinsheim abgegeben werden.

✨ Mitmachen lohnt sich doppelt:
Bis zum 30. November 2026 kann für 1 Euro geschätzt werden, wie viel die gesammelten Kronkorken (ohne Fass) wiegen. Der gesamte Erlös geht an das Sternenzelt und das Möwennest. Als kleines Dankeschön gibt es eine Verzehrkarte im Wert von 20 Euro für das Clubhaus des SC Buschhausen 1912 zu gewinnen.
Diese Aktion zeigt, was möglich ist, wenn Vereine, Unternehmen und Bürger:innen zusammenhalten. Aus etwas Alltäglichem entsteht echte Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien.

Von Herzen Danke an alle, die sammeln, unterstützen und mit jedem einzelnen Kronkorken ein Zeichen setzen! 💛

Das Sternenzelt Oberhausen e.V. wird immer häufiger als verlässliche Anlaufstelle wahrgenommen, wenn Kinder und Familien...
19/02/2026

Das Sternenzelt Oberhausen e.V. wird immer häufiger als verlässliche Anlaufstelle wahrgenommen, wenn Kinder und Familien in belastenden Lebenssituationen Unterstützung brauchen.
Und das zeigt: Netzwerkarbeit wirkt.

Immer öfter kommen Familien über Schulen, Schulsozialarbeit, Kinder- und Jugendärzt:innen, Psycholog:innen, Jugendhilfeträger oder die Notfallseelsorge zu uns. Auch über das Palliativnetz Oberhausen entstehen wichtige Kontakte. Familien werden gezielt ermutigt, sich Unterstützung zu holen – frühzeitig und niedrigschwellig.

Denn betroffen ist nie nur ein Kind allein. Immer ist das gesamte Umfeld mitberührt. Genau hier setzt das Sternenzelt an: systemisch, stärkend und verbindend.
Aktuell begleiten wir acht Gruppen – darunter auch verwaiste Eltern. Die Gruppen sind bewusst klein gehalten, damit Stabilität, Vertrauen und echte Entwicklung möglich sind. Im Moment sind in ein bis zwei Gruppen noch Plätze frei.

Unser Ziel bleibt klar: Kindern und Familien Raum geben. Halt geben. Perspektiven geben.

Heute ist Weltkrebstag!
04/02/2026

Heute ist Weltkrebstag!

Heute ist Weltkrebstag!
Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Kinder miteinzubeziehen. Denn Unwissenheit schafft oft noch mehr Ängste.

Der Verlust eines Kindes gehört zu den tiefgreifendsten Erfahrungen im Leben. Im Sternenzelt Oberhausen begegnen wir imm...
26/01/2026

Der Verlust eines Kindes gehört zu den tiefgreifendsten Erfahrungen im Leben. Im Sternenzelt Oberhausen begegnen wir immer wieder Eltern, die sich in dieser Ausnahmesituation nach Verständnis, Austausch und einem geschützten Raum sehnen. Deshalb erweitern wir unser Angebot und starten ab Februar 2026 eine zweite Gesprächsgruppe für verwaiste Eltern.

Bereits seit 2022 bieten wir eine entsprechende Gruppe an, die dauerhaft gut besucht ist. Die anhaltende Nachfrage zeigt uns, wie groß der Bedarf bleibt. Viele Eltern suchen auch Jahre nach dem Verlust einen Ort, an dem ihre Trauer Platz haben darf – ohne Erklärungen, ohne Zeitvorgaben, ohne gut gemeinte Ratschläge.

Die neue Gruppe trifft sich einmal im Monat für etwa eineinhalb bis zwei Stunden am Max-Planck-Ring 56 in Oberhausen. Sie wird von qualifizierten, seelsorgerlich erfahrenen Fachkräften begleitet. Das Angebot ist kostenfrei, weltanschaulich offen und bewusst auf eine kleine Gruppengröße ausgelegt, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen.

Vernetzung ist das so wesentlich in unserer Arbeit!Wir freuen uns sehr, dass unser Netzwerkpartner, das Palliativnetz Ob...
09/01/2026

Vernetzung ist das so wesentlich in unserer Arbeit!
Wir freuen uns sehr, dass unser Netzwerkpartner, das Palliativnetz Oberhausen e.V. ein neues Angebot zur Unterstützung von Familien bereithält.

FIBS-Familien informieren, beraten, stärken

FIBS unterstützt die Arbeit des Sternenzeltes, so dass Familien, die von Erkrankungen betroffen sind, unterstützt werden können. Während das Sternenzelt ja schwerpunktmäßig in der letzten Lebensphase und nach einem Verlust unterstützt, beginnt die Unterstützung von FIBS ab Diagnosestellung - und es kommt nicht auf die Art der Erkrankung an.

Der Oberhausener Friseursalon  Yvonne hat es wieder getan – und dieses Mal größer als je zuvor. Am 15. November 2025 ver...
09/12/2025

Der Oberhausener Friseursalon Yvonne hat es wieder getan – und dieses Mal größer als je zuvor. Am 15. November 2025 verwandelten sich der Salon und sein Außenbereich in ein fröhlich-buntes Adventsdorf. Während es draußen in Strömen regnete, strömten die Menschen gleichsam zu Yvonne Stinhöfer, die auch in diesem Jahr Spenden für Kinder und Familien sammeln wollte, die schwere Zeiten durchstehen müssen.

Zum ersten Mal fand der Basar nicht nur im Salon statt:� Draußen lockten Pavillons mit selbstgemachten Produkten, frisch gebackenen Waffeln, Kuchen, Apfelpunsch, gebrannten Mandeln, rotem und weißem Glühwein, Currywurst und kleinen Überraschungen aus dem Friseurbedarf, die großzügig gesponsert wurden.� Drinnen konnten Kinder mit der neuen Mitarbeiterin Kimberly basteln – kleine Weihnachtsgeschenke für die Eltern, während diese entspannt vor dem Geschäft feierten.
„Dieses Jahr war es definitiv unser größter Basar“, sagt Yvonne. Rund zwei bis drei Wochen dauerten die Vorbereitungen, in denen sie tatkräftige Unterstützung hatte – allen voran von ihrem Mann Ede, der wie jedes Jahr mit anpackte, kochte, organisierte und mit ihr gemeinsam Glühwein und Currywurst spendete. Auch viele Kundinnen und Kunden brachten sich ein: mit Waffelteig, Kuchen oder einfach mit ihrer Zeit. Ebenso floss Honig aus der Oberhausener Manufaktur aus Dümpten in den Verkauf.
Trotz des schlechten Wetters blieb die Spendenbereitschaft riesig. Allein am Basartag kamen 2.395 Euro zusammen. Die Spendenbox blieb aber bis zum zweiten Advent stehen, auf dass die Kundschaft fleißig weiter spendete. Am zweiten Adventsabend dann die große Zählung und die endgültige Summe: 3.500 Euro. Ein Rekordbetrag.

In diesem Jahr entschied sich Yvonne erneut für zwei Einrichtungen, die ihr seit Langem am Herzen liegen: den Sternenzelt e.V. sowie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Möwennest. Beide Organisationen arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen, um Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Trauer und/oder in besonders schweren Lebenssituationen zu begleiten.

„Ich bin einfach dankbar, dass mein Enkel gesund ist“, sagt Yvonne. „Und ich wünsche mir, dass Kinder, denen es nicht so gut geht, Möglichkeiten bekommen, die sie sonst nicht hätten.“
Schon jetzt steht für die Friseurin fest, dass sie auch 2026 wieder einen Adventsbasar organisieren wird – gemeinsam mit ihrem Mann Ede, Kimberly und einem ganzen Team aus engagierten Unterstützerinnen und Unterstützern.

Vielen Dank Yvonne für Deinen abermals so großartigen Einsatz!

Am 1. Dezember war es in der LVR Christoph-Schlingensief-Schule in Oberhausen so weit: Die Mitglieder der „Me-time“-Grup...
03/12/2025

Am 1. Dezember war es in der LVR Christoph-Schlingensief-Schule in Oberhausen so weit: Die Mitglieder der „Me-time“-Gruppe des Sternenzelt verbrachten einen Nachmittag damit, gemeinsam Plätzchen zu backen.Das Ergebnis: liebevoll verzierte Kekse in verschiedenen Formen. Sterne inklusive.

Diese Gruppe unterscheidet sich von den sonstigen Angeboten des Sternenzelts: Es geht hier in der Regel nicht um die Trauerbewältigung nach dem Verlust eines geliebten Menschen, sondern um den Verlust eigener Fähigkeiten. Denn die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sind alle schwer erkrankt. „Die Kinder wissen, dass ihr Körper im Laufe der Zeit immer weniger kann,“ erklärt die 1. Vorsitzende des Vereins Nicole Peters-Bokelmann. In der Gruppe treffen sich aktuell vier bis sechs Jugendliche, zwei weitere sollen bald hinzukommen.

„Me-time-Gruppe“ klingt dabei etwas leichter und alltäglicher als „Trauergruppe“. Darin schafft das Sternenzelt dann Raum für etwas Wertvolles – ein Stück Alltag, Lebensfreude und Gemeinschaft. In den regelmäßigen Treffen seit etwa anderthalb Jahre erhalten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihren Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Anfangs musste man sie teilweise überreden, mitzumachen. Heute ist diese Stunde etwas, auf das sie sich wirklich freuen.

Und so wurde der Backnachmittag auch zu einem Zeichen der Wertschätzung: Gemeinsam kreativ sein, genießen, die Sinne spüren. Für viele ist das etwas sehr besonderes – in einem Alltag, der oft von Einschränkungen und Unsicherheiten geprägt ist. Wie Nicole Peters-Bokelmann sagt: „Natürlich geht es in unseren Gruppenstunden nicht nur um schwere Themen – die Jugendlichen essen auch einfach gerne.“

Die Me-time-Gruppe an der LVR Christoph-Schlingensief-Schule ist ein Ort, an dem Gemeinschaft, Gefühle und ganz alltägliche Freude Platz haben. Und sie ist ein Beispiel dafür, was das Sternenzelt mit Herz und Augenmaß bewirken kann.
Wir danken allen Beteiligten für diesen schönen Nachmittag — und freuen uns darauf, mit der Gruppe im neuen Jahr weiterzumachen.

Am 2. November erlebte die Evangelische Kirche in Oberhausen-Holten einen ganz besonderen Abend: Der Gospelchor der Säng...
27/11/2025

Am 2. November erlebte die Evangelische Kirche in Oberhausen-Holten einen ganz besonderen Abend: Der Gospelchor der Sängervereinigung Amicitia Holten 1845 feierte in diesem Jahr nicht nur sein 20-jähriges Bestehen, sondern verwandelte seine traditionelle „Gospelkirche“ erstmals in ein Benefizkonzert zugunsten des Sternenzelt e.V..

Rund 200 bis 250 Besucherinnen und Besucher füllten die Kirche bis auf den letzten Platz – so voll wie sonst nur an Heiligabend, erinnert sich Kassiererin Margrit Jakobs schmunzelnd. Der Chor präsentierte dazu ein vielfältiges Programm aus elf Stücken – von traditionellen Gospels bis zu modernen Titeln von Ed Sheeran oder Queen, begleitet von Klavier, Bass und Percussion.

An diesem Abend wurde auf Eintritt verzichtet und stattdessen zu Spenden für das Sternenzelt aufgerufen. Schon zuvor hatte die erste Vorsitzende des Sternenzelt e.V., Nicole Peters-Bokelmann, über die Arbeit des Vereins berichtet. „Die Pfarrerin hat aber auch ganz ausdrücklich ans Sternenzelt erinnert. Als dann der Hut herumging, steckten die Menschen fast ausschließlich Scheine hinein – sogar ein Hunderter war dabei“, erzählt Jakobs bewegt. Am Ende des Abends kamen beeindruckende 1.500 Euro zusammen.

Für den Gospelchor war dies die erste Spendenaktion. „Wir hatten in diesem Jahr eine gut gefüllte Kasse – auch weil wir sehr sparsam waren“, erklärt Jakobs. Die Idee, das Geld an das Sternenzelt zu geben, entstand auch durch ihr eigenes Engagement im Ambulanten Hospiz Oberhausen, einem Kooperationspartner des Sternenzelt e.V.

Und was passiert nun mit dem Geld? Es gibt zwei Pläne, wie die Spende eingesetzt wird:
• Eröffnung einer zweiten Trauergruppe für verwaiste Eltern:� Die bestehende Gruppe ist seit einem Jahr voll. Da aber regelmäßig neue Anfragen eingehen, soll 2026 eine weitere Gruppe dazukommen. Das Pfarrer-Ehepaar Ruth und Thomas Levin haben sich hierfür bereit erklärt.
• Mehr Angebote für Eltern von Sternenkindern:� Das Thema soll weiter in den gesellschaftlichen Mittelpunkt rücken und z. B. in Zusammenarbeit mit dem EKO zusätzliche Angebote schaffen. „Gerade frühe Verluste werden kaum formuliert – die Trauer ist aber dennoch tief.“

Das Sternenzelt e.V. bedankt sich von Herzen beim Gospelchor und allen Besucherinnen und Besuchern der Gospelkirche.
Diese Spende ermöglicht uns, Familien in schweren Zeiten weiter zur Seite zu stehen – und neue Angebote dort aufzubauen, wo sie dringend gebraucht werden.

Ein großer Kreis, viele bunte Karten auf dem Boden – und mitten drin: gespannte Kinderblicke, leises Kichern, neugierige...
20/11/2025

Ein großer Kreis, viele bunte Karten auf dem Boden – und mitten drin: gespannte Kinderblicke, leises Kichern, neugierige Gesichter. Bevor im Sternenzelt Oberhausen e.V. die Gruppenstunde richtig beginnt, steht immer erst die Befindlichkeitsrunde.

Dafür liegen auf dem Boden farbenfrohe Karten mit kleinen Erdmännchen, die lachen, grübeln, traurig schauen oder wütend wirken. Jedes Kind darf sich eine Karte aussuchen – die, die am besten zur eigenen Stimmung passt. „Diese Karten helfen den Kindern, Worte für ihre Gefühle zu finden“, erklärt Nicole Peters-Bokelmann, die 1. Vorsitzende des Vereins. „Sie bieten viele Möglichkeiten, sich auszudrücken. Und es gibt dabei kein Richtig oder Falsch.“

Manchmal erkennt ein Kind in einem bestimmten Erdmännchen Enttäuschung, ein anderes sieht darin vielleicht Nachdenklichkeit. Und genau das ist gewollt. Die Karten schaffen Raum für individuelle Wahrnehmung und machen sichtbar, was oft unsichtbar bleibt.

„Wir beginnen jede Gruppenstunde mit diesem Ritual“, erzählt Peters-Bokelmann weiter. „Die Kinder sagen, wie sie heißen, wie alt sie sind und wie sie sich heute fühlen. Dabei dürfen sie gerne erzählen, müssen sie aber nicht. Es gibt keine Bewertung, kein Drängen. Aber allein das Angebot, darüber zu sprechen, öffnet schon viel.“

Für die Gruppenleitung ist die Befindlichkeitsrunde ein wertvoller Einstieg. Sie zeigt, wie die Kinder an diesem Tag in die Stunde kommen – ob fröhlich, aufgeregt oder vielleicht still und zurückhaltend. Manchmal entsteht aus einer gezeigten Karte sogar ein Thema für die ganze Runde.

Doch vor allem stärkt das gemeinsame Sprechen über Gefühle das Miteinander. „Wenn die Kinder wissen, wie es den anderen geht, entstehen Nähe und Verständnis“, sagt Peters-Bokelmann. „Das schafft Verbundenheit und Vertrauen. Und genau das brauchen Kinder, um sich sicher zu fühlen.“

In einer Welt, in der die Frage „Wie geht’s dir?“ oft nur eine Floskel ist, sind die Erdmännchenkarten im Sternenzelt ein echtes Gegengewicht. Sie laden dazu ein, einen Moment innezuhalten, in sich hineinzuhören und ehrlich zu sagen: So fühle ich mich heute.

Denn Gefühle zu erkennen und benennen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit. Eine, die Kinder hier spielerisch lernen. Oder, wie Peters-Bokelmann es formuliert: „Wenn wir Kindern mitgeben können, auf ihre Gefühle und Bedürfnisse zu achten, dann ist das ein Geschenk, das sie ihr Leben lang begleitet.“

Adresse

Max-Planck-Ring 56
Oberhausen
46049

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