10/03/2023
Die Konzertsaison ist eröffnet! Amseln, Rotkehlchen, Kleiber und etliche andere Vogelarten singen wieder aus vollem Halse.
So schön die Gesänge auch klingen, Vögel singen vor allem, um ihre Reviere zu markieren und um Partner anzulocken. Die Vogeldamen erhalten durch den Gesang des Herrn auch Hinweise auf dessen Leistungsfähigkeit und Gesundheit.
Der Gesang von Singvögeln ist nicht angeboren, er muss erlernt werden. Allerdings sind die Vögel für den arteigenen Gesang vorgeprägt, so dass sie den Bogen schnell heraushaben, wenn sie singenden Artgenossen zuhören.
Damit die Artgenossen ihre Stimmen hören, beginnen die verschiedenen Vogelarten morgens zu unterschiedlichen Zeiten zu singen. Der Gartenrotschwanz ist ein ausgesprochener Frühaufsteher, der schon eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang mit dem Konzert beginnt; der Buchfink hingegen schläft gern länger und fängt erst circa zehn Minuten, bevor die Sonne aufgeht, an zu trällern.
Interessanterweise fällt der Gesang einer Vogelart umso komplexer aus, je ausgeprägter ihr Revierverhalten ist. So verhalten sich zum Beispiel komplexe Sänger wie Amseln und Rotkehlchen gegenüber Artgenossen aggressiver als es Spatzen und Schwalben tun, die untereinander vergleichsweise geselliger und umgänglicher sind.