20/01/2025
Am 9. Januar 2025 luden unser Ortsverein, die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus und die Jusos zu einer Auftaktveranstaltung zum Thema „Einsamkeit bei Jung und Alt“ in die Begegnungsstätte Marie 15 ein – und trafen offenbar einen Nerv der Zeit: Die drei Vorsitzenden Gabi Penzkofer-Röhrl, Anil Altun und Thorben Starke konnten über 50 Gäste in dem bis auf den letzten Platz besetzten Raum in der Marienstraße willkommen heißen.
Unsere Jugend- und Sozialreferentin Elisabeth Ries eröffnete die Veranstaltung mit einem aufschlussreichen Impulsreferat. Gutes Leben für Menschen aller Generationen in unserer Stadt ist ein Kernanliegen der Jugend- und Senior*innenpolitik in Nürnberg. Deshalb befassen sich sowohl die Ämter als auch die Stadtratsausschüsse regelmäßig mit der empfundenen Lebensqualität.
Im Anschluss eröffnete die Moderatorin Sabine Knuhr-Weiniger, SPD-Bezirksrätin und Sozialpädagogin, eine Diskussionsrunde und lud die anwesenden Gäste dazu ein, ihre Erfahrungen und Anliegen zu diesem sensiblen Thema einzubringen. Viele Teilnehmende äußerten ihre Erfahrungen und Wünsche.
Die Teilnehmer*innen diskutierten intensiv über Möglichkeiten, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern. Vorschläge reichten von gemeinsamen Aktivitäten von Kitas und Seniorenheimen bis hin zu Projekten wie "Wege in die digitale Welt für Ältere". Dabei kam auch die Frage auf, inwieweit die zunehmende Digitalisierung Einsamkeit verstärken oder mindern kann.
Zum Abschluss sprach Anil Altun, Vorsitzender der Jusos Nürnberg, über die Bedeutung des generationsübergreifenden Dialogs als Mittel gegen Einsamkeit. Er betonte, dass junge Menschen heute oft politischer und vernetzter sind, jedoch eher anlass- und themenbezogen aktiv werden. Zwar können sie Einsamkeit durch digitale Vernetzung lindern, sie führen jedoch häufig zu psychischem Druck und einem übertriebenen Selbstoptimierungsdrang.
Auch Gabi Penzkofer-Röhrl, Vorsitzende der AG 60plus, brachte wertvolle Impulse ein. Sie regte an, über neue Konzepte wie Senioren-Streetwork oder Plauderbänke nachzudenken, um niederschwellige Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Sie betonte nochmals, dass es kein Angebot gibt, dass für alle gleich gut ist,