30/04/2026
Unser Geschäftsführer Daniel und unser Pressesprecher René haben sich in einer Pressemitteilung bezüglich des Veteranentags geäußert. Für uns ist klar, dieser Tag muss sichtbarer werden! Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Pressemitteilung der Jungen Union Nordhorn
Veteranentag 2026: Anerkennung darf nicht nur in Berlin stattfinden – Nordhorn braucht Entwicklung eigener Formate
Der nationale Veteranentag am 15. Juni ist ein wichtiges Signal der Anerkennung für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Die für das darauffolgende Wochenende geplante zentrale Großveranstaltung in Berlin unterstreicht die wachsende gesellschaftliche Bedeutung dieses Tages. Aus Sicht der Jungen Union (JU) Nordhorn greift dieser Ansatz jedoch zu kurz, wenn er sich überwiegend auf die Hauptstadt konzentriert. Anerkennung muss dort sichtbar werden, wo Menschen leben, also auch in der Kreisstadt Nordhorn.
In Nordhorn und der gesamten Region leben zahlreiche aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten sowie deren Familien. Viele von ihnen haben im Ausland gedient, Verantwortung übernommen und teils unter schwierigen Bedingungen ihren Dienst geleistet. Dennoch bleibt ihre Leistung im Alltag häufig unsichtbar. Der Veteranentag bietet die Chance, genau hier anzusetzen, nicht abstrakt und fern, sondern konkret vor Ort.
Die Junge Union Nordhorn fordert daher eine deutliche Stärkung regionaler und kommunaler Formate. Denkbar sind öffentliche Gedenkveranstaltungen auf zentralen Plätzen, etwa mit Kranzniederlegungen, kurzen Ansprachen und Begegnungsmöglichkeiten zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Veteranen. Auch Informationsstände in der Innenstadt, Ausstellungen in öffentlichen Gebäuden oder Vortragsabende könnten dazu beitragen, ein besseres Verständnis für die Aufgaben und Einsätze der Bundeswehr zu schaffen. „Angesichts der Zeitenwende muss die Stadtverwaltung ein Konzept entwickeln, damit dieser Tag spätestens 2027 in unserer Heimat sichtbar wird“, so der Geschäftsführer der JU, Daniel Tenfelde. Tenfelde macht dabei deutlich, dass dem neuen Stadtrat ein entsprechender Antrag zeitnah nach der Kommunalwahl vorgelegt wird.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist laut JU die stärkere Einbindung von Schulen. Zeitzeugengespräche mit Veteraninnen und Veteranen könnten junge Menschen direkt erreichen und politische Bildung greifbar machen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretisch, sondern auch durch persönliche Einblicke verstehen, was Dienst in der Bundeswehr bedeutet.
Auch Vereine, Verbände und lokale Initiativen sollten aktiv eingebunden werden. Sportvereine könnten Benefizspiele oder Turniere organisieren. Der Reservistenverband als unmittelbar betroffener Akteur könnte dabei eine zentrale Rolle übernehmen – etwa bei der Organisation von Gedenkveranstaltungen, der Vermittlung von Zeitzeugen oder als Ansprechpartner für die Stadtverwaltung bei der Konzeptentwicklung. Die Stadtbücherei und die Alte Weberei sollten thematische Veranstaltungen oder Lesungen anbieten. Kirchen und soziale Einrichtungen könnten Gedenkgottesdienste oder Gesprächsangebote schaffen. Der Veteranentag hat das Potenzial, zu einem verbindenden Element innerhalb der Stadtgesellschaft zu werden. „Gerade in einer Zeit, wo viele Menschen den Eindruck haben, dass die gesellschaftlichen Spannungen zunehmen, etwa bei alt vs. jung oder Stadt vs. Land, bietet dieser Gedenktag eine Chance zur Begegnung“, weiß JU-Pressesprecher René Löffler.
Darüber hinaus sieht Löffler ausdrücklich auch andere Akteure der Stadtverwaltung in der Verantwortung. So könnte beispielsweise die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt ein bislang wenig genutztes, aber sehr relevantes Themenfeld erschließen. Frauen in der Bundeswehr sind längst gelebte Realität, sowohl im Inland als auch in Auslandseinsätzen. Veranstaltungen, die gezielt die Rolle von Soldatinnen, ihre Erfahrungen und Herausforderungen thematisieren, könnten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellungsarbeit leisten und gleichzeitig den Veteranentag sinnvoll ergänzen. Podiumsdiskussionen, Ausstellungen oder Gesprächsrunden mit Veteraninnen wären hier konkrete und umsetzbare Formate.
Ebenso denkbar sind sichtbare Zeichen im Stadtbild: Beflaggung öffentlicher Gebäude, temporäre Installationen, Informationskampagnen oder digitale Formate über die Kanäle der Stadt Nordhorn. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Veteranentag nicht nur punktuell wahrgenommen wird, sondern im Bewusstsein der Bevölkerung verankert wird.
Die Junge Union Nordhorn betont, dass es nicht um Militarisierung geht, sondern um Anerkennung, Wertschätzung und Respekt gegenüber Menschen, die sich für das Gemeinwesen eingesetzt haben. „Wer bereit ist, für die Sicherheit unseres Landes Verantwortung zu übernehmen, verdient eine breite gesellschaftliche Würdigung, nicht nur einmal im Jahr und nicht nur in Berlin“, so Tenfelde abschließend.
Der Veteranentag darf kein reines Hauptstadtprojekt bleiben. Er muss in die Fläche getragen werden, in Städte wie Nordhorn, in Gemeinden und Landkreise. Die Junge Union Nordhorn ruft daher Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft auf, gemeinsam tragfähige Konzepte zu entwickeln und den Veteranentag künftig auch vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen. Nur so kann aus einem symbolischen Datum ein lebendiger Bestandteil unserer Erinnerungskultur werden.