30/04/2026
Trotz behördlicher Sicherheitsbedenken konnte ein Maibaum errichtet werden
Die FFW Niederlosheim hat am heutigen Tag, der umgangssprachlich auch als Hexennacht bezeichnet wird, unter größten Vorsichtsmaßnahmen und trotz Sicherheitsbedenken seitens der Gemeindeverwaltung den traditionellen Maibaum gesetzt. Am 20. April wurden wir mit einem offiziellen Schreiben des Bürgermeisters über die aktuell notwendigen Auflagen und geltenden Vorschriften zur Aufstellung eines Maibaums informiert.
- Eine von einem Prüfinstitut abgenommene Halterungen für den Baum inkl. Typen-Statik Berechnung
- Der Unterbau für den Ständer muss der Norm entsprechen und als Stahl-Beton Konstruktion ausgeführt sein
- Einhaltung der geforderten Normen für den Baum, der im Vorfeld durch einen Baumsachverständigen begutachtet und freigegeben werden muss
- Regelmäßige Begehung des Aufstellungsortes zur wiederkehrenden Begutachtung durch den Baumsachverständigen, inkl. notwendiger Dokumentationsaufzeichnungen
Da seitens der Verwaltung hier verständlicherweise keine Verantwortung übernommen wird, fällt die Verkehrssicherungspflicht auf den Aufsteller.
Wir haben natürlich keine Kosten und Mühen gescheut um die Tradition weiterhin am Leben zu halten und die Kameradschaft zu pflegen. Daher hat die Einsatzabteilung der FFW Niederlosheim, wie jedes Jahr, unter Einhaltung höchster Sicherheitsmaßnahmen einen geeigneten und vorher freigegebenen Baum im Wald geschlagen und zum Aufstellungsort am Feuerwehrgerätehaus transportiert. Die Fällungsarbeiten wurden durch speziell geschulte Feuerwehrleute mit der notwendigen Schutzausrüstung durchgeführt. Zum Abtransport des Baumes über öffentliche Straßen, musste die Verkehrsabsicherung durch das MLF Florian Losheim 5/48 erfolgen. Nach den aufwändigen Vorbereitungsmaßnahmen konnte der Baum in der seit gut 30 Jahren genutzten massiven Halterung aufgestellt werden. Hierzu haben wir tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung angefordert. Die Firma Laux konnte den Baum mittels Kran aufrichten, ohne dass sich die anwesenden Einsatzkräfte in unmittelbare Gefahr begeben mussten.