15/03/2026
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Niederhörlen
Am 07. März 2026 fand im Feuerwehrgerätehaus die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung sowie des Feuerwehrvereins Niederhörlen statt. Neben den Kameradinnen und Kameraden konnte Wehrführer Claus-Jörg Röder zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Bürgermeister Gernot Wege, Gemeindebrandinspektor Dennis Velte sowie Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.
Kurzüberblick
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die turnusmäßigen Neuwahlen der Einsatzabteilung. Dabei wurde Björn Reinberger zum neuen Wehrführer gewählt. Thomas Weigel übernimmt künftig das Amt des stellvertretenden Wehrführers. Sina Röder wurde als Jugendwartin im Amt bestätigt.
Neu gewählt wurden Fabian Rink als Gerätewart sowie Felix Röder als stellvertretender Gerätewart. Julian Strobel übernimmt das Amt des Schriftführers. Claus-Jörg Röder wurde zum Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung gewählt.
Auch im Feuerwehrverein standen Wahlen an. Simona Schmidt wurde im Amt der Kassenwartin bestätigt. Als Beisitzer wurden Sina Röder, Robert Gürtler und Daniel Theiß gewählt sowie Sebastian Solbach und Björn Kolbe als Kassenprüfer.
Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem Beförderungen und Ehrungen ausgesprochen. Tamara Seitz wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Felix Röder zum Oberfeuerwehrmann. Für 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Sarah Möller geehrt.
Ein besonderer Moment des Abends war das Ausscheiden von Claus-Jörg Röder aus dem Amt des Wehrführers nach 30 Jahren an der Spitze der Feuerwehr Niederhörlen.
Ausführlicher Bericht
Zu Beginn der Versammlung gedachte die Feuerwehr der verstorbenen Kameraden. Besonders erinnert wurde an Ehrenwehrführer Günter Röder sowie an zwei verstorbene Mitglieder des Vereins.
In den anschließenden Grußworten würdigten die Gäste vor allem die langjährige Arbeit von Wehrführer Claus-Jörg Röder.
Bürgermeister Gernot Wege bezeichnete ihn als eine Art „General Manager, der rund um die Uhr für die Feuerwehr da war“ und gleichzeitig noch sein eigenes Unternehmen führte. Er hob hervor, dass die Feuerwehr Niederhörlen mit 34 aktiven Feuerwehrleuten rund zehn Prozent der Einwohner stellt – eine bemerkenswerte Zahl, zu der Röder über Jahrzehnte hinweg maßgeblich beigetragen habe. Röder sei ein Vorbild, da er das, was er von anderen erwarte, stets selbst vorgelebt habe.
Auch Gemeindebrandinspektor Dennis Velte würdigte die Leistungen des scheidenden Wehrführers. 30 Jahre Wehrführer – eine Ära geht zu Ende, betonte Velte. Niemand habe seine Heimatwehr so geprägt wie Claus-Jörg Röder. In seiner Zeit als Gemeindebrandinspektor und aktiver Feuerwehrmann habe er keinen anderen Wehrführer in Niederhörlen kennengelernt. Velte bezeichnete die Feuerwehr Niederhörlen außerdem als tragende Säule der Steffenberger Feuerwehren.
Als wichtigen Meilenstein nannte Velte die Übernahme der vereinseigenen Fahrzeuge durch die Gemeinde, bei der Röder eine treibende Kraft gewesen sei. Auch die Indienststellung des Wechselladerfahrzeugs sowie das neu gestartete Atemschutzgeräte-Notfalltraining auf Gemeindeebene seien wichtige Entwicklungen. Für die Zukunft sei zudem der Neubeschaffungsprozess eines Gerätewagens Logistik bereits im Haushalt eingeplant.
Auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer ließ es sich nicht nehmen, persönlich an der Versammlung teilzunehmen. Er betonte, dass er normalerweise nicht bei Jahreshauptversammlungen auf Ortsteilebene erscheine – bei besonderen Anlässen jedoch schon. Und ein Ausscheiden nach 30 Jahren als Wehrführer sei definitiv ein solcher Anlass. Schäfer beschrieb Röder als jemanden mit klarer Meinung, der stets für seine Mannschaft gekämpft habe – manchmal unbequem, aber immer mit dem Ziel, das Bestmögliche für die Feuerwehr zu erreichen.
Ortsvorsteher Andreas Fehringer dankte allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz zum Schutz der Bevölkerung und richtete besonders an Claus-Jörg Röder seinen Dank für 30 Jahre an der Spitze der Feuerwehr. Er habe den Zusammenhalt in der Wehr stets gelebt und geprägt.
Im Anschluss an die Grußworte folgten die Wahlen.
Zum neuen Wehrführer wurde Björn Reinberger gewählt. Zum stellvertretenden Wehrführer wählten die Mitglieder Thomas Weigel.
Weitere Wahlergebnisse der Einsatzabteilung:
Sina Röder wurde als Jugendwartin im Amt bestätigt. Fabian Rink wurde zum Gerätewart gewählt, Felix Röder zu seinem Stellvertreter. Julian Strobel übernimmt künftig das Amt des Schriftführers. Claus-Jörg Röder wurde zum Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung gewählt.
Auch im Feuerwehrverein standen Wahlen an. Simona Schmidt wurde zur Kassenwartin gewählt. Als Beisitzer wurden Sina Röder, Robert Gürtler und Daniel Theiß bestimmt. Die Kassenprüfung übernehmen künftig Sebastian Solbach und Björn Kolbe.
Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes ergriff der neu gewählte Wehrführer Björn Reinberger das Wort. Zunächst bedankte er sich bei der Feuerwehr Niedereisenhausen für die große Unterstützung bei der Beerdigung von Ehrenwehrführer Günter Röder. Als Zeichen des Dankes überreichte er an Felix Schäfer stellvertretend eine Statue mit der Aufschrift „In Gedenken an Günter Röder“.
Anschließend nutzte Reinberger die Gelegenheit, mehreren Kameradinnen und Kameraden für ihr besonderes Engagement zu danken. Geehrt wurden unter anderem Robert Gürtler für seine Arbeit als Hüttenwart, Fabian Rink für seine Unterstützung im Gerätewesen sowie Sina Röder für ihre vielfältige Arbeit als Jugendwartin, Webmasterin und Unterstützerin der Wehrführung. Auch Felix Röder wurde für seine Unterstützung im Gerätewesen sowie als Getränkewart gewürdigt.
Darüber hinaus verabschiedete die Feuerwehr mehrere langjährige Vorstandsmitglieder, die nach vielen Jahren aus ihren Funktionen ausschieden. Dazu zählten Andreas Fehringer, Fabian Strobel, Andreas Strobel (20 Jahre), Adolf Tiemann (32 Jahre) sowie Martina Röder, die über 15 Jahre als Schriftführerin tätig war und von vielen als „gute Seele der Feuerwehr“ beschrieben wurde.
Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich die Würdigung von Claus-Jörg Röder, der nach 30 Jahren als Wehrführer sein Amt abgab. Zuvor war er bereits in weiteren Funktionen wie Jugendwart und stellv. Ortsbrandmeister tätig gewesen. Insgesamt prägte er über Jahrzehnte hinweg die Feuerwehr Niederhörlen maßgeblich. Als Zeichen der Anerkennung hatte Björn Reinberger einen besonderen Videozusammenschnitt vorbereitet. Dafür war er im Landkreis unterwegs gewesen und hatte Wegbegleiter, Kameraden und Freunde gefragt, was sie Claus-Jörg Röder für seine Zeit nach dem Wehrführeramt wünschen.
Mit diesem besonderen Moment endete eine Jahreshauptversammlung, die sowohl von Dankbarkeit für das Geleistete als auch von Zuversicht für die Zukunft geprägt war.
Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr