SDAS Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von SDAS, Sozialdienstleistungen, BurgStr. 48, Neuwied.

Als ambulanter, privater, sozialer Dienst bieten wir unsere Dienstleistungen allen Menschen an, die Beratung, Grundpflege, Betreuung, Entlastung, Begleitung und hauswirtschaftliche Versorgung in ihrer häuslichen Umgebung benötigen. Mitglied im

-Bundesverband der Betreuungsdienste e.V -

-Palliativ-Netzwerk Neuwied-

-Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.-

-Pflegenetzwerk Deutschland-

18/06/2026
17/06/2026

Unsere Arbeit ist keine Angelegenheit, die man „im Vorbeigehen“ erledigt.
Ein älterer Mensch erhält morgens Unterstützung bei der Körperpflege, mittags wird das Essen gebracht und abends gibt es Hilfe beim Umziehen und der Abendpflege. Das sind oft nur etwa eineinhalb Stunden am Tag, in denen er nicht allein ist.
Viele Leistungen unterliegen festen Zeitvorgaben. Deshalb haben wir uns bewusst für einen Stundenpreis entschieden. Er gibt uns die Möglichkeit, uns auch einmal Zeit für die kleinen, aber wichtigen Dinge zu nehmen: ein Gespräch, ein aufmerksames Zuhören oder eine Tasse Kaffee gemeinsam. Denn gute Betreuung bedeutet für uns nicht nur Versorgung, sondern auch Menschlichkeit, Nähe und Zeit.

13/06/2026
Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause leben. Die meisten wünschen sich sogar, dort ihren letzte...
08/06/2026

Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause leben. Die meisten wünschen sich sogar, dort ihren letzten Lebensabschnitt zu verbringen und irgendwann in vertrauter Umgebung zu sterben. Doch die Realität sieht oft anders aus.

Viele ältere Menschen sind alleinstehend, haben keine Angehörigen in der Nähe und fühlen sich vom Alltag zunehmend überfordert. Einige verfügen über Ersparnisse und können sich private Unterstützung leisten. Andere versuchen, irgendwie zurechtzukommen – oft bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Irgendwann wird ein Pflegegrad beantragt. Wer lediglich leichte kognitive Einschränkungen hat, erhält mit etwas Glück Pflegegrad 1. Damit stehen derzeit monatlich 131 Euro für Entlastungsleistungen zur Verfügung. Dieses Geld kann jedoch nur über anerkannte Dienste abgerechnet werden. Der hilfsbereiten Nachbarin, die regelmäßig unterstützt, kann davon nicht bezahlt werden.

Bei Stundenpreisen von bis zu 50 Euro inklusive Fahrtkosten bleiben am Ende oft nur wenige Stunden Unterstützung pro Monat übrig. Zwei bis Vier Besuche à eine Stunde – mehr ist häufig nicht möglich. Doch viele dieser Menschen benötigen weit mehr als das: Hilfe bei Einkäufen, Arztbesuchen, der Haushaltsführung, bei der Organisation ihres Alltags und nicht zuletzt Begleitung, damit soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe erhalten bleiben.

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand, erfolgt eine Höherstufung. Dann wird ein Pflegedienst organisiert, der beispielsweise drei Mal pro Woche zum Duschen kommt. Die Zeit ist knapp kalkuliert, oft bleiben nur etwa zwanzig Minuten pro Einsatz, denn bereits der nächste Patient wartet. Pflegegeld oder Leistungen der Verhinderungspflege werden dafür aufgebraucht, während die Entlastungsleistungen für hauswirtschaftliche Tätigkeiten verwendet werden.

Besonders deutlich werden die Defizite bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Viele von ihnen sind in ihrer vertrauten Umgebung glücklich und möchten keinesfalls in ein Pflegeheim ziehen. Doch das Leben zu Hause wird zunehmend zu einer Frage des Geldes. Wer über finanzielle Rücklagen verfügt, kann zusätzliche Unterstützung einkaufen. Wer dies nicht kann, gerät schnell in eine Versorgungslücke.

Wir betreuen derzeit einen solchen Klienten. Er wird drei Mal pro Woche beim Duschen unterstützt. Wir kaufen ein, kochen gemeinsam mit ihm, bereiten Mahlzeiten vor, waschen Wäsche, reinigen die Wohnung und strukturieren den Alltag. Kurz gesagt: Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass dieser Mensch weiterhin sicher und würdevoll in seinem Zuhause leben kann. Das erfordert engagierte Mitarbeitende, Flexibilität im Team und die Bereitschaft einer Leitung, individuelle Lösungen möglich zu machen. Vor allem aber kostet es Geld.

Die aktuell diskutierten Kürzungen in der Pflegeversicherung bereiten mir deshalb große Sorgen. Unser Klient wird die entstehenden Mehrkosten vermutlich selbst tragen können. Unzählige andere Menschen werden dazu jedoch nicht in der Lage sein. Für sie bedeutet das entweder den Verlust ihres Zuhauses oder eine zunehmende Unterversorgung.

Dann wird vielleicht ein aufmerksamer Nachbar bemerken, dass kein Müll mehr vor die Tür gestellt wird. Dass der Mensch von nebenan stark abgenommen hat. Dass Einkäufe nicht mehr gelingen. Spätestens dann, wenn der Umgang mit Geld oder dem Bankautomaten nicht mehr funktioniert, wird sichtbar, wie allein diese Menschen gelassen werden.

Mit solchen Entscheidungen laufen wir Gefahr, einen großen Teil unserer älteren Generation aufzugeben und ihrem Schicksal zu überlassen. Das erschreckt mich zutiefst. Eine Gesellschaft zeigt ihren Wert daran, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Gerade deshalb dürfen wir die Menschen, die ihr Leben lang ihren Beitrag geleistet haben, im Alter nicht alleine lassen.

Die "böse" Work-life-balanceIch bin froh, eine Arbeit gefunden zu haben, die mich erfüllt und mir Freude bereitet. Gleic...
26/05/2026

Die "böse" Work-life-balance

Ich bin froh, eine Arbeit gefunden zu haben, die mich erfüllt und mir Freude bereitet. Gleichzeitig bin ich dankbar, in einem Land zu leben, das Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht arbeiten können oder keine Arbeit finden, eine Mindestabsicherung bietet. Über dieses Thema könnte man noch einmal gesondert sprechen.
Meine Großeltern haben nach dem Krieg beide gearbeitet – ja, auch meine Oma. Sie war stolz darauf, obwohl sie damals oft gefragt wurde, ob ihr Mann sie nicht „versorgen“ könne. Beide hatten 48-Stunden-Wochen, und mein Opa engagierte sich zusätzlich in der Gewerkschaft. Dort wurden Arbeitnehmerrechte erkämpft, ebenso Frauenrechte. Ich gehöre zu der Generation, die von diesen Kämpfen profitieren durfte.
Die von unserer Regierung inzwischen fast schon verteufelte „Work-Life-Balance“ bedeutet für mich nicht automatisch, weniger zu arbeiten. Vielleicht bedeutet sie sogar, effizienter zu arbeiten. Als ich begann, Mitarbeitende einzustellen, war meine Idee deshalb, dass sie ihre Arbeitszeit gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten selbst organisieren. Überspitzt gesagt: Wenn jemand mit einer 20-Stunden-Woche seine Arbeit bereits bis Dienstag erledigt hat, warum sollte diese Person dann nicht den Rest der Woche frei haben?
Bis heute habe ich damit keine schlechten Erfahrungen gemacht. Den Mitarbeitenden ist bewusst, dass ihnen ein großer Vertrauensvorschuss entgegengebracht wird. Umso schwieriger finde ich Aussagen unseres Bundeskanzlers, die Deutschen würden zu wenig arbeiten, oder Forderungen, wir müssten „produktiver“ werden.
Ich arbeite in einem Bereich, in dem viele 50-Prozent-Kräfte tatsächlich 75 Prozent arbeiten und 75-Prozent-Kräfte faktisch Vollzeit leisten. Überstunden werden vor sich hergeschoben, Belastungsgrenzen ständig überschritten. Das betrifft nicht nur die Pflege, sondern ebenso Industrie, Handwerk und viele andere Branchen.
Meiner Meinung nach liegt die Ursache des Problems ganz woanders: Die Babyboomer-Generation geht nach und nach in den Ruhestand – und genau diese Menschen fehlen uns nun. Dass das passieren würde, wissen wir seit Jahrzehnten. Trotzdem haben viele Arbeitgeber und auch die Politik versäumt, rechtzeitig gegenzusteuern. In den kommenden Jahren werden unzählige Arbeitskräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie erfahrene Fachkräfte wegfallen. Das wird nicht nur die Pflege treffen, sondern ebenso Industrie, Handwerk und viele weitere Bereiche.
Hinzu kommt die Frage, warum ausländische Fachkräfte dauerhaft in einem Land arbeiten möchten, in dem Fremdenfeindlichkeit zunimmt und eine rechtsextreme Partei immer stärker gewählt wird. Deutschland ist ein produktives Land – aber wir stehen uns oft selbst im Weg.
Die arbeitenden Menschen sind nicht faul. Viele sind erschöpft, ausgelaugt oder krank. Viele fühlen sich von Arbeitgebern ausgenutzt. Und viele gehen nach jahrzehntelanger Arbeit schlicht in den wohlverdienten Ruhestand. Eine Regierung sollte die Menschen eines Landes zusammenführen – nicht sie gegeneinander aufbringen.

Habt ihr schon einmal einfach krank "gefeiert"
26/05/2026

Habt ihr schon einmal einfach krank "gefeiert"

Heute möchte ich einmal auf die Aussage unseres Bundeskanzlers eingehen, Arbeitnehmer seien zu häufig krank.Ich halte ni...
24/05/2026

Heute möchte ich einmal auf die Aussage unseres Bundeskanzlers eingehen, Arbeitnehmer seien zu häufig krank.

Ich halte nichts davon, Menschen unter Generalverdacht zu stellen, wenn sie krankheitsbedingt ausfallen. Wer krank ist, gehört nach Hause und nicht an den Arbeitsplatz. Das war schon immer meine Haltung als Arbeitgeberin und wird es auch bleiben. Jeder meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiß, dass ich niemals eine Erkrankung infrage stelle und immer sage: Kommt erst wieder arbeiten, wenn ihr wirklich gesund seid. Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein grundlegendes Arbeitnehmerrecht.

Trotzdem gehört zur Wahrheit auch die andere Seite. Ich führe ein kleines Unternehmen mit elf Mitarbeitenden, überwiegend in Teilzeit. Für Betriebe unserer Größe können häufige Krankheitsausfälle tatsächlich existenzbedrohend werden.

Natürlich erhält ein erkrankter Mitarbeiter weiterhin bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung. Dafür zahlen Arbeitgeber Beiträge an die Krankenkassen, um im Krankheitsfall einen Teil der Kosten erstattet zu bekommen. In der Realität deckt diese Erstattung jedoch nur einen kleinen Bruchteil der tatsächlichen Belastung ab.

Die meisten Krankheitsfälle dauern keine sechs Wochen, sondern eher ein bis zwei Wochen. Doch gerade diese kurzfristigen Ausfälle bringen kleine Teams schnell an ihre Grenzen. Jeder Mitarbeiter betreut bereits so viele Klienten, dass seine vertraglichen Stunden erfüllt sind. Fällt jemand aus, müssten Kollegen zusätzlich einspringen und Überstunden leisten. In einem Team mit vielen Müttern ist das aber oft schlicht nicht möglich. Kindergarten- und Schulzeiten sind nicht flexibel, die Betreuung der Kinder muss gewährleistet sein.

Für mich als Unternehmerin bedeutet ein Ausfall außerdem, dass Einnahmen wegfallen, weil Klienten in dieser Zeit nicht betreut werden können. Die Lohnkosten laufen jedoch selbstverständlich weiter. Hinzu kommen Urlaubsansprüche, die ebenso völlig berechtigt sind. Am Ende kann das bedeuten, dass Mitarbeitende über viele Wochen im Jahr bezahlt werden, ohne dass in dieser Zeit Einnahmen entstehen. Für große Konzerne mag das leichter aufzufangen sein — für kleine Unternehmen kann es schnell existenziell werden.

Deshalb wünsche ich mir mehr Ehrlichkeit in dieser Debatte. Nicht jede Kritik an den wirtschaftlichen Folgen von Krankheitsausfällen ist automatisch ein Angriff auf Arbeitnehmerrechte. Gleichzeitig steht es weder Arbeitgebern noch der Politik zu, kranke Menschen pauschal unter Verdacht zu stellen oder mit populistischen Aussagen Stimmung zu machen.

Beides muss gleichzeitig gesagt werden dürfen:Wer krank ist, muss sich auskurieren dürfen.Und kleine Unternehmen geraten durch häufige Ausfälle dennoch massiv unter Druck.

Vor 20 Jahren begann alles mit nur einer Person – Andrea Scherr. 💚Das Arbeitsfeld war von Anfang an vielseitig: Grundpfl...
01/05/2026

Vor 20 Jahren begann alles mit nur einer Person – Andrea Scherr. 💚
Das Arbeitsfeld war von Anfang an vielseitig: Grundpflege, Demenzbetreuung und hauswirtschaftliche Unterstützung.
Schon nach zwei Jahren wuchs die Nachfrage so stark, dass die erste Mitarbeiterin dazukam. Heute sind wir ein Team aus 11 Mitarbeitenden.
Seit 2021 dürfen wir Entlastungsleistungen nach §§45a & 45b SGB XI anbieten.
Unser Weg war dabei immer ein eigener:
Keine klassischen Dienstpläne, sondern feste Bezugspersonen für unsere Klienten. Termine werden individuell abgestimmt – denn Vertrauen, Kontinuität und persönliche Beziehungen stehen für uns an erster Stelle.
Dieses Konzept verlangt viel Vertrauen im Team – und genau das macht uns stark. Trotz organisatorischer Herausforderungen bleiben unsere Klienten zufrieden und unser Team beständig. Gerade in unserer Branche ist das etwas Besonderes.
Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre. 🤍
Teamarbeit 20Jahre Pflegealltag

Foto @ Rod Long auf unsplash

Adresse

BurgStr. 48
Neuwied

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 12:00
14:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 12:00
14:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 12:00
Donnerstag 14:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 12:00

Telefon

+4915221651846

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von SDAS erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an SDAS senden:

Teilen