15/06/2020
Klimawandel, marode Schulen, überschuldete Kommunen - diese Gegebenheiten sind Tatsachen. Doch diese Veränderungen geht die Politik nur zögernd an, denn im Fokus steht die Frage: Wer bezahlt die Veränderung?
Jahrelang wurde uns erzählt, Wirtschaft funktioniere auf eine bestimmte Art und Weise und eine bestimmte Politik sei daher alternativlos.Jede politische Veränderung, die ernsthaft das Leben der Mehrheit positiv verändern und gestalten könnte, scheitert an der Frage des Geldes.
"Aktuell läuft die Diskussion auf Hochtouren, wie wir die "Krisenkosten" der Coronapandemie finanzieren wollen. In dieser Debatte müssen wir uns dafür stark machen, dass nicht die Rückzahlung der Anleihen ansteht, sondern die Frage, wie wir die Wirtschaft sozial und ökologisch umbauen wollen. Ein Paradigmenwechsel wäre, die Handlungsfähigkeit des Staates zu erkennen und auf dieser Grundlage einen gesellschaftlichen Diskurs über Sinn und Unsinn unseres Wirtschaftens anzetteln. Wie können wir Kapazitäten aus klimaschädlichen Bereichen für neues Wirtschaften einsetzen?
Was braucht es im Bereich Pflege und Gesundheit, Bildung und Forschung? Schaffen wir es, ein Jahrzehnt einzuleiten, das diese Bereiche mit den notwendigen Finanzmitteln ausstattet? Neue, gut bezahlte Jobs schafft? Schaffen wir es für eine Post-Coronaökonomie zu streiten?
So, wie wir kollektiv Mythen über Wirtschaft "gelernt" und das Diskutieren "verlernt" haben, müssen wir nun starke Gegenerzählungen ins kollektive Bewusstsein bringen. Es geht nicht um Radikalität, sondern um kluges Vorgehen und eine Vorstellung der Möglichkeiten." (c Johannes Heinen)
Die Kenntnis über die Möglichkeiten emanzipiert uns als Gesellschaft. Aus diesem Grund sprechen wir morgen, am Dienstag, dem 16.6. ab 19 Uhr mit Johannes Heinen-Blog über die Alternativen zur Alternativlosigkeit. Seid dabei!