08/09/2026
Heute vor 100 Jahren
Am 8. September 1926 wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Dies war acht Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ein weiterer wichtiger Schritt zur gleichberechtigten Wiederaufnahme des Deutschen Reichs in die internationale Staatengemeinschaft und ein großer Erfolg der ausgleichenden deutschen Außenpolitik unter Außenminister Gustav Stresemann.
Der Völkerbund war zum 10. Januar 1920 gegründet worden, der Versailler Vertrag hatte aber das Deutsche Reich und die anderen Verlierer des Krieges von einem Beitritt zunächst ausgeschlossen. Erst die Verträge von Locarno 1925 machten den Weg für den deutschen Beitritt frei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war der Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933 eine der ersten außenpolitischen Maßnahmen unter Adolf Hi**er. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte die Gründung der Vereinten Nationen an den Völkerbund an.
Meldungen zur Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund in der Neußer Zeitung und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung, September 1926