Gedenkinitiative Emil Wendland

Gedenkinitiative Emil Wendland Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Gedenkinitiative Emil Wendland, Politische Organisation, Neuruppin.

Wir sind eine Gedenkinitiative aus Neuruppin, welche sich zur Aufgabe gemacht hat an den von Neonazis am 01.07.1992 ermordeten Emil Wendland zu gedenken, sowie an alle anderen Opfer rechter Gewalt in Brandenburg.

  - 01.07.2026Auch in diesem Jahr erinnern wir am 01.07.2026 an Emil Wendland, welcher 1992 in Neuruppin von Neonazis er...
31/03/2026

- 01.07.2026

Auch in diesem Jahr erinnern wir am 01.07.2026 an Emil Wendland, welcher 1992 in Neuruppin von Neonazis ermordet wurde.

Sein Tod steht in einer viel zu langen Reihe rechter und sozialdarwinistischer Gewalt – keine Einzelfälle, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems: der fortwährenden Abwertung von Menschen entlang von Armut, sozialem Status oder vermeintlicher „Nützlichkeit“, die in rechten Ideologien offen propagiert und gesellschaftlich viel zu oft stillschweigend hingenommen wird.

Kommt mit uns zusammen, um zu gedenken, zu erinnern, sichtbar zu bleiben und ein Zeichen zu setzen – gegen rechte Gewalt, gegen das Vergessen und gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.

Wie jedes Jahr:
📍Rosengarten Neuruppin
📆 Mittwoch, 01.07.2026
🕠 17:00 Uhr

Im Anschluss an die Gedenkkundgebung wird es zudem wieder eine spannende Veranstaltung geben. Es lohnt sich also, zu kommen und auch zu bleiben. Weitere Infos folgen.

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  Gedenken an Emil Wendland 2025 🌹Vor 33 Jahren wurde Emil Wendland von Neonazis im Neuruppiner Rosengarten brutal ermor...
06/07/2025

Gedenken an Emil Wendland 2025 🌹

Vor 33 Jahren wurde Emil Wendland von Neonazis im Neuruppiner Rosengarten brutal ermordet. Am vergangenen Dienstag haben wir uns genau dort versammelt – an jenem Ort, der Tatort war und heute ist. Rund 40 Menschen kamen zusammen, um gemeinsam an Emil zu – und an all jene, die von rechter Gewalt betroffen waren und sind.

Neben dem Redebeitrag unserer gab es bewegende und mahnende Worte vom , von und .
Die Beiträge machten deutlich: Der Mord an Emil Wendland war kein Einzelfall. Rechte Gewalt ist kein Randphänomen – und wir alle tragen , ihr entschlossen entgegenzutreten.

Um auch Raum zu geben, wurde eine Passage aus „Unter Palmen aus Stahl – Die Geschichte eines Straßenjungen“ von Dominik Bloh vorgelesen. In eindrücklichen Szenen schildert er das Leben auf der Straße – geprägt von Stigmatisierung und Isolation.

Im Anschluss legten wir Blumen nieder und gedachten Emil Wendland und allen anderen Opfern rechter Gewalt in einer stillen Minute.

Nach der konnte die Ausstellung [Kein schöner Land] der besucht werden, die an all jene erinnert, die seit 1990 in Brandenburg durch rechte, rassistische oder sozialdarwinistische Gewalt getötet wurden.

Zum Abschluss sprachen wir gemeinsam mit Ines Rehfeld, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt , über die Zusammenhänge von und geschlechtsspezifischer Gewalt, über verdeckte Wohnungslosigkeit, strukturelle Abhängigkeiten – insbesondere von Frauen – und über gesellschaftliche Stigmatisierung.

Ein großer Dank geht an:
📢 alle Redner*innen für eure mahnenden, solidarischen und bestärkenden Beiträge
🌹 Ines Rehfeld für ihre ehrliche, wichtige Arbeit und das gemeinsame Gespräch
💐 die für die Ausstellung, ihre unersetzbare Arbeit und bedingungslose Unterstützung
🤝 das Netzwerk Selbsthilfe für die finanzielle Förderung
… und an alle Anwesenden - für euer Kommen, euer Erinnern, eure Haltung.

Emil Wendland war nicht vergessen. Er wird nicht vergessen. 🌹

Welche Rolle spielen Antifeminismus und Misogynie in Zeiten des Rechtsrucks? Inwiefern sind wohnungs- oder obdachlose Fr...
24/06/2025

Welche Rolle spielen Antifeminismus und Misogynie in Zeiten des Rechtsrucks? Inwiefern sind wohnungs- oder obdachlose Frauen besonders vulnerabel? Welche Schutzräume gibt es für Frauen, die ihr zu Hause verlassen müssen?

Anschließend an die Gedenkveranstaltung anlässlich Emil Wendlands 33. Todestag findet ein Gespräch zum Zusammenhang von Wohnungslosigkeit und geschlechtsspezifischer Gewalt statt. Zu Gast sind die Neuruppiner Gleichstellungsbeauftragte Ines Rehfeld und Michaela Rönnefahrt vom Frauen für Frauen e.V.

Das Gespräch findet in Räumen der MHB im Alten Gymnasium direkt neben dem Rosengarten statt. Eine Teilnahme steht allen Interessierten offen und ist kostenlos.

Wir freuen uns auf ein informatives Gespräch und spannende Diskussionen!

Ausstellung [Kein schöner Land] 01.07.2025 |  ab 17 UhrAm 1. Juli erinnern wir an Emil Wendland, der 1992 in Neuruppin v...
16/06/2025

Ausstellung [Kein schöner Land]
01.07.2025 | ab 17 Uhr

Am 1. Juli erinnern wir an Emil Wendland, der 1992 in Neuruppin von Neonazis ermordet wurde. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zeigen wir die Ausstellung [Kein schöner Land] der Opferperspektive.

Die Ausstellung erinnert an Menschen, die seit 1990 in Brandenburg durch rechte, rassistische oder sozialdarwinistische Gewalt getötet wurden. Sie macht ihre Geschichten sichtbar – mit Fotos, Infos zu den Tatorten und den oft erschütternd lückenhaften Aufarbeitungen.

📍Die Ausstellung zeigt: Rechte Gewalt ist kein Randphänomen. Sie wirkt – bis heute.
📲 Über QR-Codes können die Besuchenden vertiefende Informationen abrufen.

Lasst uns gemeinsam erinnern, trauern – und Haltung zeigen.

🖤 Danke, Netzwerk Selbsthilfe!Ohne solidarische Förderungen wie vom Netzwerk Selbsthilfe könnten viele politische Projek...
09/06/2025

🖤 Danke, Netzwerk Selbsthilfe!

Ohne solidarische Förderungen wie vom Netzwerk Selbsthilfe könnten viele politische Projekte nicht stattfinden – auch unsere Gedenkveranstaltung für Emil Wendland am 1. Juli nicht.

Als kleine, selbstorganisierte Gedenkinitiative ohne institutionelle Anbindung sind wir auf solche Unterstützung angewiesen – für Plakate, Technik, Öffentlichkeitsarbeit oder einfach, damit Veranstaltungen wie diese überhaupt möglich sind.

Das Netzwerk Selbsthilfe fördert basisdemokratische, unabhängige Projekte, die sich für eine solidarische und lebenswerte Gesellschaft einsetzen – für den Kiez, für Geflüchtete, für alternative Jugendkultur, gegen (extreme) Rechte, Sozialabbau und Verdrängung. Und das alles: selbstverwaltet, ohne staatliche Institutionen, mit Haltung, von unten.

💡 Finanziert wird das Netzwerk durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
🫶 Wenn ihr könnt: Spendet ans Netzwerk! Denn auch politische Selbsthilfe braucht solidarische Strukturen.

💸 Ohne solche Fonds bleiben viele Ideen nur Ideen.
🤝 Danke, Netzwerk Selbsthilfe – für euer Vertrauen, eure Solidarität, eure Förderung.

📌33  Jahre danach –   an Emil Wendland 🌹⏰ 17 Uhr – Gedenken im Rosengarten Neuruppin⏰ 18 Uhr – Veranstaltung zu Wohnungs...
04/06/2025

📌33 Jahre danach – an Emil Wendland 🌹

⏰ 17 Uhr – Gedenken im Rosengarten Neuruppin
⏰ 18 Uhr – Veranstaltung zu Wohnungslosigkeit & geschlechtsspezifischer Gewalt mit Michaela Rönnefahrt vom Verein Neuruppiner Frauen für Frauen & Ines Rehfeld, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neuruppin.

Am 1. Juli 1992 wurde Emil Wendland von Neonazis in Neuruppin ermordet. Er war wohnungslos, krank – und damit in den Augen seiner Mörder ein Mensch, der nicht in ihr Weltbild passte. Seit vielen Jahren erinnern wir in Neuruppin an Emil Wendland und setzen damit ein Zeichen: gegen das Vergessen, gegen rechte Gewalt und gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.

Doch Gedenken ist mehr als Rückblick. Es ist eine Haltung.

Es bedeutet, rechte Gewalt als strukturelles Problem zu benennen – damals wie heute. Es bedeutet, Menschen sichtbar zu machen, die häufig am Rand dieser Gesellschaft stehen: Wohnungslose, Arme, Geflüchtete, People of Color, queere Menschen - alle, die nicht der vermeintlichen Norm entsprechen.
Rechte Gewalt trifft Menschen nicht zufällig – sie folgt einer Logik der Abwertung. Deshalb ist jeder Angriff auch ein Angriff auf die Idee eines solidarischen Zusammenlebens.

Gedenken heißt Handeln.

Es heißt, klar gegen rechte Hetze und Gewalt einzustehen. Es heißt, an der Seite derer zu stehen, die bedroht und verletzt werden. Es heißt auch, das Schweigen zu brechen – die Namen der Opfer zu nennen und sich solidarisch zu zeigen.
Die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“, konzipiert von der Opferperspektive Brandenburg, macht sichtbar, was sonst häufig verdrängt wird: dass rechte Gewalt längst tödliche Realität war und ist – auch hier, auch heute.

Unsere Erinnerung ist kein Ritual.

Sie ist Teil eines Kampfes um Würde, Solidarität und Gerechtigkeit.
Niemand ist vergessen – in Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt. 🌹

Erinnern heißt Kämpfen!
30/04/2025

Erinnern heißt Kämpfen!

80 Jahre Erinnerung an die Befreiung vom Faschismus

08. Mai
15:00-17:00
Schulplatz Neuruppin

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum achtzigsten Mal. Das Aktionsbündnis Neuruppin bleibt bunt lädt aus diesem Anlass zu einer Veranstaltung - Rechtes Gedankengut, Hass und Hetze nehmen zu um diese Entwicklung zu bremsen braucht es uns alle. Schaffen wir wieder mehr Orte, Momente, Verbindungen wo unterschiedlichste Menschen zusammen kommen.

Am 08. Mai möchten wir mit euch zusammen feiern, gedenken, erinnern!

Das JWP ist am Start u.a. mit einem Siebdruckstand!

-> Kommt vorbei und bringt eure friends mit. Wir freuen uns auf euch und den gemeinsamen Tag.

Nie wieder Faschismus liegt in unseren Händen!

Am Sonntag, dem 28. Juli 2024, zum 31. Todestag war es nun soweit: nach jahrelangen Kämpfen ist es durch engagierte Akti...
04/08/2024

Am Sonntag, dem 28. Juli 2024, zum 31. Todestag war es nun soweit: nach jahrelangen Kämpfen ist es durch engagierte Aktivist*innen gelungen ein Denkmal an Hans-Georg Jakobson und alle anderen Opfer rechter Gewalt einzuweihen. Seit Jahren wird am Strausberger Bahnhof an den von Neonazis ermordeten Hans-Georg Jakobson erinnert, nun gibt es einen fest installierten Gedenkort, welcher auch an anderen Tagen Sichtbarkeit schafft und auf diesen schrecklichen Mord aufmerksam macht. Wir finden es so unglaublich wichtig, dass es diese Orte gibt und freuen uns sehr darüber, dass dies nun gelungen ist.

Für die unter euch, die es nicht geschafft haben an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen, wollen wir gern auf folgende Veranstaltungen aufmerksam machen, welche sich auch mit einem Besuch beim Gedenkort verbinden lassen:

• 12. August 2024 – ab 18 Uhr – Eröffnung mit der zu Todesopfern rechter Gewalt in Brandenburg ()

• 05.09.2024 – Finissage mit der Autorin (Manja Präkels), sie ließt aus ihrem Beitrag „Überschreiben“ über Ingo Ludwig

Weitere Infos findet ihr unter:
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  Gedenken an Emil Wendland 2024Gemeinsam mit ca. 40 engagierten und solidarischen Menschen gedachten wir am Montag, den...
04/07/2024

Gedenken an Emil Wendland 2024

Gemeinsam mit ca. 40 engagierten und solidarischen Menschen gedachten wir am Montag, den 01. Juli 2024, Emil Wendland und allen anderen Opfern rechter Gewalt.

Wir freuten uns über mehrere spannende Redebeiträge, großer Dank geht 💐da an die , / .gedenken . Da es aus gesundheitlichen Gründen leider nicht wie geplant möglich war, dass auch eine Person aus dem Rathaus dabei war, freuten wir uns über die übermittelten Worte von Daniela Kuzu (Stellvertretende Bürgermeisterin): "Niemand ist und wird vergessen! Rechte Gewalt und rechtes Gedankengut ist in unserer Stadt nicht willkommen! Wir sind bunt und bleiben bunt."

Nach dem Niederlegen von Rosen 🌹und Blumenkränzen am Ort der Ermordung Emil Wendlands, der Parkbank im Rosengarten, gedachten wir ihm mit einer Schweigeminute.

Im Anschluss daran ging es ins nahe gelegene Soziale Zentrum . Dort gab es die Möglichkeit, mit von uns vorbereitetem Essen zusammenzusitzen und sich über die Eindrücke des Gedenkens auszutauschen, bevor unser geplanter Vortrag von stattfinden konnte. Der Vortrag zum Thema "Obdachlosenhass & Sozialdarwinismus" ordnete die Hintergründe und Strukturen des sozialdarwinistischen Mordes an Emil Wendland ein, zeigte aber auch die verschiedenen Formen von Obdachlosenhass, verdeutlichte Folgen anhand von Beispielen wie sozialdarwinistischer Architektur und lies verschiedene Betroffene zu Wort kommen.

Wir bedanken uns bei allen, die Jahr für Jahr mit uns gedenken, wir bedanken uns für die Kooperation mit dem durch die dieses Gedenken wieder ermöglicht werden konnte.

📌  an Emil Wendland 🌹Auch in diesem Jahr veranstalten wir als Gedenkinitiative Emil Wendland ein öffentliches Gedenken a...
30/05/2024

📌 an Emil Wendland 🌹

Auch in diesem Jahr veranstalten wir als Gedenkinitiative Emil Wendland ein öffentliches Gedenken an Emil Wendland, zu dem wir euch recht herzlich einladen möchten. 

Der ehemalige Lehrer wurde am 01.07.1992 mitten in der Stadt - im Rosengarten auf einer Parkbank - von Neonazis verprügelt und dann erstochen. 

Die Erinnerung an alle Opfer rechter Gewalt bleibt notwendig für eine solidarische Gegenwart und Gesellschaft, daher wollen wir euch einladen, gemeinsam mit uns Emil Wendland und allen anderen Opfern rechter Gewalt zu gedenken. 

⏰ Wann? - am 01.07.2024 um 17 Uhr 
📍 Wo? - am Neuruppiner Rosengarten

Im Anschluss gehen wir gemeinsam ins Soziale Zentrum JWP „MittenDrin“, um dem spannenden Vortrag (Eintritt frei) von Lucius Teidelbaum zu „Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus“ beizuwohnen. Weitere Infos folgen!

Wir freuen uns, wenn ihr zahlreich erscheint und Teil eines würdigen Gedenkens an Emil Wendland und allen anderen Opfer rechter Gewalt seid. 
Niemand ist vergessen! 🌹

  mit   aus seinem Buch "Unter N***s" 📚⏰️ Wann: 10. November 2023                  18 Uhr 📍 Wo: Soziales Zentrum        ...
01/11/2023

mit aus seinem Buch "Unter N***s" 📚

⏰️ Wann: 10. November 2023
18 Uhr

📍 Wo: Soziales Zentrum

Emil-Wendland-Platz 1
16816 Neuruppin

Am 10. November veranstalten wir mit der Neuruppiner eine Lesung mit dem Zwickauer Autoren und Aktivisten .
Dieser hat gemeinsam mit dem Journalisten Issio Ehrich ein Buch geschrieben: „Unter N***s“.

"Dies ist seine Geschichte, die Geschichte einer Zerreißprobe. Es geht um die harte Realität, auf die junge Antifaschist*innen in Städten wie Zwickau stoßen – um Drohungen, um Gewalt, um Angst. Es geht aber auch darum, dass selbst solche Städte zu progressiven Keimzellen werden können. Die Stimme der ostdeutschen Zivilgesellschaft muss lauter werden, und sie darf nicht nur nach Angriffen durch Neonazis gehört werden. Das Buch soll Warnsignal sein und Hoffnungsschimmer."

Um 18 Uhr liest Jakob Springfeld aus seinem Buch „Unter N***s“ und kommt anschließend mit dem Publikum ins Gespräch. 💡Alle Interessierten sind herzlich zur Lesung eingeladen. Der Eintritt ist frei.💰

Nach 11 Jahren Gedenk- und Erinnerungsarbeit – nun endlich ErfolgNachdem wir im letzten Jahr schon berichtet hatten, das...
13/09/2023

Nach 11 Jahren Gedenk- und Erinnerungsarbeit – nun endlich Erfolg

Nachdem wir im letzten Jahr schon berichtet hatten, dass am 07.03.2022 unser Antrag durch die Stadtverordnetenversammlung mit Hilfe der LINKEn OPR bewilligt wurde, wollen wir euch nun ganz stolz verkünden: Das Straßenschild ist aufgestellt!

Wir sind sehr glücklich und freuen uns, dass wir damit ein sichtbares Zeichen in Gedenken an Emil Wendland - als Todesopfer rechter Gewalt in Neuruppin - setzen und eines unserer langjährigen Ziele erreichen konnten. Neben der Gedenktafel am Rosengarten, dem Ort des Mordes, gibt es nun vor dem JWP „MittenDrin“ das Straßenschild zur neuen Adresse Emil-Wendland-Platz 1 und einen Gedenkstein samt -tafel.

Straßenumbenennungen in Gedenken an Opfer rechter Gewalt sind in Deutschland oft mit großen Hürden und langwierigen Kämpfen verbunden. Mitbürger*innen fühlen sich persönlich angegriffen, es gibt Proteste von Seiten verschiedener Parteien, Begründungen über Imageschäden für Geschäfte werden herangezogen oder auch die kritisch zu betrachtende Unveränderbarkeit von historischen Orten bzw. daran hängende Verwaltungsaufwand wird benannt. Leider wird viel zu oft versucht, politische Morde aus dem kollektiven Blickfeld zu verdrängen – anstatt eine umfassende Aufarbeitung vorzunehmen und eine angemessene Gedenk- und Erinnerungskultur mit den Hinterbliebenen zu leben. Diese Situation existiert nicht erst seit den NSU-Morden, sondern wurde auch bei den Debatten um den ermordeten Silvio Meier aus Berlin oder auch den ermordeten Amadeu Antonio aus Eberswalde deutlich, welcher das erste bekannte Todesopfer nach der Widervereinigung war. Auch in jenem Fall gibt es seit 2012 die Forderung nach einer Teilumbenennung der Eberswalder Straße, welche bis heute noch nicht umgesetzt werden konnte.

Wir solidarisieren uns mit den engagierten Initiativen, welche in verschiedenen Städten den Todesopfern rechter Gewalt ein würdiges Gedenken und Erinnern ermöglichen wollen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen!
In Gedenken an Emil Wendland und alle anderen Todesopfer rechter Gewalt – !

Adresse

Neuruppin
16816

Webseite

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