Fuhrn liegt im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz und wurde erstmal im Jahre 1031 als "Furdona" urkundlich erwähnt.1972 wurde die Gemeinde Fuhrn mit den Ortschaften Hofenstetten und Luigendorf nach Neunburg eingemeindet Geografie
Fuhrn liegt ungefähr neun Kilometer westlich von Neunburg vorm Wald an der Staatsstraße 2151
Geschichte
Fuhrn ist eine der ältesten Ortschaften im Landkreis. Bereits
1031 wurde Fuhrn unter dem Namen Furdona schriftlich erwähnt. Als Vogt des Klosters Sankt Emmeram in Regensburg hatte der Herzog von Bayern die Vogtei über die Kirche in Fuhrn. Emmeram besaß 1100 in Fuhrn 10 Acker mit Einnahmen von 10 Schilling Pfennige. Dieses Gebiet wird noch heute in Fuhrn als Klosterfelder bezeichnet. Fuhrn gehörte 1283 zum herzoglichen Auerbach.[2] Es stand 1433 als Pfarrei im Regensburger Diözesanmatrikel. Fuhrn war schon früher Pfarrei als Kemnath; es war sozusagen die Mutterpfarrei von Kemnath. 1675 wurden die Pfarreien Kemnath und Fuhrn vereinigt und Fuhrn verlor seine Selbständigkeit. Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) war Fuhrn Expositur der Pfarrei Kemnath bei Fuhrn und hatte 26 Häuser und 152 Einwohner. Am 31. Dezember 1990 hatte Fuhrn 141 Einwohner und war Expositur der Pfarrei Kemnath bei Fuhrn. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche: St. Peter und Paul (Fuhrn)
Fuhrn hat eine im Kern romanische Kirche, deren heutige Anlage aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt. Ihr Inneres ist im Stil des Barock und des Rokoko ausgestaltet. Aussichtsturm am Hirschberg
Auf einer Bergkuppe nördlich von Fuhrn befindet sich der Burgstall Ramberg, Reste einer mittelalterlichen Graben- und Wallanlage. Auf dem Friedhof befindet sich eine mittelalterliches Steinkreuz, das ursprünglich an der Straßenabzweigung nach Hofenstetten stand. Der Herzog von Bayern hatte als Vogt von St. Emmeram die Vogtei über die Kirche in Fuhrn.
1100 besaß das Kloster St. Emmeram in Regensburg in Furdona 10 Acker, von denen 10 Schilling Pfennige entrichtet wurden. Heute noch spricht man in Fuhrn von den Klosterfeldern. Das alte Gotteshaus St. Peter und Paul war früher Pfarrkirche. 1308 ist von „der chirchen zu Fuern“ die Rede. Bei Verputzarbeiten im August 1961 wurde an der Ostseite ein von der jetzigen Kirche umschlossener Giebel freigelegt mit einem Giebelkreuz und einem Ovalfenster, das auf eine romanische Bauzeit, vielleicht 950-1000 hinweist. Die heutige Kirchenanlage dürfte, aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die drei Altäre sind barock, Kanzel und Orgel einfaches Rokoko. Das Hochaltarbild stellt die Kirchenpatrone dar. Am linken Seitenaltar eine Marienstatue. An der Türe innen im Bodenpflaster eine Grabplatte (1484?). Die Kirche besitzt uralte Glocken aus den Jahren 1418 und 1497. Eine weitere Glocke von 1408 in die Liebfrauenkirche nach München, wo sie 1488 zersprang. Fuhrn ist eine sehr alte Siedlung, für dessen Namen keine deutsche Deutung möglich ist. Eine Klärung wäre aus dem südslawischen gegeben. Der Ort wäre danach eine Siedlung, die sehr dem Winde ausgesetzt ist. Die Lage von Fuhrn spricht dafür, als „Sturmplatz“bezeichnet zu werden. Heinrich Vudaner verpfändet 1265 zwei Höfe in Willebaldesdorf als Lehen der Herren Ortenburg – Murach dem Kloster Schwarzhofen. Heinrich schenkt diese Höfe dem Kloster zu seinem Seelenheile.
1268 war Heinrich Vurdenaer Zeuge mit anderen murachischen Vasallen.
1271 ist ein Heinrich von Vorden als Mönch zu Waldsassen genannt.
1283 gehörte Furden zum herzoglichen Amte Auerbach.
1290 war Ditricus de Furen als Klosterbruder von Schönthal Zeuge einer Urkunde.
1326 besaß der Geiganter die Kirchenvogtei zu Furden. Den Kauf der Meuschendorfer Friedrich und Chunrad 1344 siegeln Dietrich von Schneeberg Richter zu Neunburg und Chunrat Zenger von Furn.
1433 steht Furn als Pfarrei in der Diözesanmatrikel. Das ehemalige Beneficium St. Barbara ging 1666 nach der Reformation ein.
1675 wurde die Pfarrei Furn mit der Pfarrei Kemnath vereinigt. Aus dem Spanischen Erbfolgekrieg ist ein Bericht erhalten vom Samstag, 7. November 1705, an den Postmeister zu Fuhrn und Schwarzenfeld per Stasich Bauernsöhne und Knechte wieder zusammenrotten und ihren Weg über Eixendorf nach Kulz genommen.“ „Weil in dieser Sach große Gefahr“, hat man den Bericht durch die beiden Postmeister zu Fuhrn und Schwarzenfeld per Stafette nach Amberg überbringen lassen. Zur Gemeinde Fuhrn zählen noch die Ortschaften: Hofenstetten, Luigendorf, Rammühle und Zangelhof.
Überblick:
Bezirk Oberpfalz
Landkreis Schwandorf
Stadt Neunburg vorm Wald
Region: Oberpfälzer Wald
Einwohner: 142
Fläche: km²
Höhenmeter: 503 m über NN