02/02/2025
Pointiert formuliert es heute der Spiegel:
In der Geschichte der Bundesrepublik hat kaum ein Spitzenpolitiker ein größeres Desaster angerichtet als der CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Hier noch einmal die wichtigsten Folgen seiner Entscheidung, die Zustimmung der AfD für Anträge und einen Gesetzentwurf bewusst in Kauf zu nehmen:
Er hat die Brandmauer zur AfD einstürzen lassen und diese in Teilen rechtsextreme Partei gestärkt, zum Schaden der liberalen Demokratie.
Er hat die Union gespalten.
Er hat es den möglichen Koalitionspartnern SPD und Grüne überaus schwer gemacht, eine Regierung mit der Union zu bilden.
Er hat den natürlichen Verbündeten der Union, die FDP, in schwere Verlegenheit gebracht.
Er hat die politische Mitte blamiert, indem er Hoffnungen auf eine striktere Einwanderungspolitik erst geweckt und dann enttäuscht hat.
Er ist als politischer Stratege gescheitert und hat gezeigt, dass er für das Amt des Bundeskanzlers ungeeignet ist, womit bei dieser Wahl ein aussichtsreicher und geeigneter Kandidat fehlt.
In diesem Desaster steckt der ganze Merz, seine impulsive Art Politik zu machen, sein Drang, den starken Mann zu geben, seine Unerfahrenheit in großer Politik, seine Getriebenheit, sich an Angela Merkel zu rächen, weil sie ihn einst als Fraktionsvorsitzenden abgelöst hat; auch deshalb wollte er auf ihrem Feld glänzen, der Einwanderungspolitik.