Der Kiehlsteg ist die anlässlich des Baus der Berliner Mauer errichtete Fußgängerbrücke zwischen Kiehlufer und Weichselplatz in Berlin/Neukölln. Sie wurde am 24.03.2014 von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unter Senator Müller und Staatssekretär Gäbler gegen den Willen aller Anwohner und Anwohnerinnen abgerissen. Die Entscheidung zum Abriss viel auf Verwaltungsebene zw
ischen dem Neuköllner Bezriksamt und der Senatsverwaltung. Eine Bürgerinformation fand im Vorfeld nicht statt, eine Bürgerbeteiligung war explizit nicht erwünscht. Als der Abriss 1 Woche vor dem Termin zufällig bekannt wurde, holte die BI Kiehlsteg Erhalten! die nicht erfolgte Bürgerinformation nach, organisierte eine Demo und friedlichen Widerstand gegen den Abriss und konnte in der kurzen Zeit 1500 Unterstützerunterschriften sammeln. Desweiteren wurden die vom Senat aufgeführten Instandhaltumgskosten von 260.000 € durch ein eigenes Gutachten in Höhe von ca. 40.000 € stark angezweifelt. Die Initiative suchte den Dialog mit dem Senat und bot an, gemeinsam alternative Finanzierungskonzepte zu erarbeiten, z.B. Crwodfunding oder Brückenpatenschaften. Der Senat blockte alle Versuche ab, eine Auseinandersetzung mit den Bürgern sei den Kollegen nicht zuzumuten - so wurde die Pressesprecherin von Senator Müller, Frau Ruhland, in der Berliner Zeitung auf Anfrage zum Kiehlsteg zitiert. In der BVV Neukölln vom 26.03.2014 wies man die Initiatve an, sie möge doch für Mitspracherechte nach Kreuzberg gehen. Nun ist die stark genutzte Brücke von der Bildfläche verschwunden, viele Kinder des anliegenden Spielplatzes sind traurig und ältere Mitbürger_innen die den Steg noch aus Zeiten der Berliner Mauer kennen fassungslos. Die Initiatve Kiehlsteg Erhalten! fordert nun Senat und Bezirksamt auf, den Wiederaufbau des Steges voranzutreiben! Zugleich wird sie sich mit anderen, gleichgesinnten Initiativen vernetzen, damit die bürgerferne Politik der aktuellen Regierung Berlins sich nicht weiterhin munter über den Willen ihrer Wähler hinwegsetzen kann. Jeder der diese Ziele unterstützen möchte ist herzlichst eingeladen, sich der BI anzuschliessen:
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Wir freuen uns über jeden der sich nicht damit abfinden will, was hier am Kiehlsteg, aber auch an vielen anderen Orten in Berlin passiert.