19/04/2026
Stellungnahme der Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Neuenkirchen
Die aktuelle Berichterstattung über Manuela Coße erfüllt mich nicht nur mit Unverständnis, sondern mit deutlicher Kritik. Die Intensität und Hartnäckigkeit der wiederholten Kontaktversuche haben längst eine Grenze überschritten, die aus meiner Sicht nicht mehr zu rechtfertigen ist. Wenn über Monate hinweg versucht wird, eine Privatperson – die sich bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat – telefonisch, digital und sogar an ihrem Wohnort zu erreichen, ist das kein legitimes journalistisches Interesse mehr, sondern ein unzulässiger Eingriff in die Privatsphäre.
Ich stelle zudem unmissverständlich klar: Entgegen anderslautender Darstellungen besteht sehr wohl Kontakt zwischen mir als Ortsvereinsvorsitzende und Frau Coße. Dieser Austausch erfolgt bewusst in einem geschützten Rahmen. Ihren Wunsch, sich aktuell nicht öffentlich zu äußern, respektiere ich ausdrücklich – und erwarte, dass dies auch von anderen akzeptiert wird.
Frau Coße hat sich nach der Kommunalwahl aus persönlichen Gründen entschieden, ihr Mandat nicht anzunehmen. Diese Entscheidung bedarf keiner öffentlichen Rechtfertigung. Es ist nicht Aufgabe der Medien, privaten Lebenssituationen mit Nachdruck nachzugehen oder sie öffentlich zu problematisieren.
Ich fordere daher ein sofortiges Umdenken im Umgang mit diesem Fall. Die Grenze zwischen berechtigter Berichterstattung und unangemessener Nachstellung darf nicht weiter verwischt werden. Politisches Engagement darf nicht dazu führen, dass Menschen dauerhaft unter Druck gesetzt oder in ihrer Privatsphäre verletzt werden.
Für uns als SPD Neuenkirchen steht weiterhin die sachliche und konstruktive Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Persönliche Entscheidungen einzelner Mitglieder sind zu respektieren und nicht Gegenstand öffentlicher Spekulationen.