15/09/2026
Heute ist Internationaler Tag der Demokratie.
Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist ein Alarmsignal – weit über Sachsen-Anhalt hinaus. Die Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) warnt davor, das Wahlergebnis als isoliertes ostdeutsches Phänomen abzutun. Die politische Richtung, die sich hier abzeichnet, ist eine Gefahr für die Demokratie insgesamt und macht an keiner Landesgrenze halt.
Gleichstellungspolitische Errungenschaften, zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Strukturen stehen bundesweit unter Druck.
„Der Backlash, den wir gerade erleben, ist besorgniserregend. Frauenrechte, queere Rechte, demokratische Werte – all das wird wieder offen infrage gestellt. Errungenschaften, die als sicher galten, stehen plötzlich zur Debatte. Und das ist kein Nischenthema, es betrifft uns alle. Denn Gleichberechtigung ist kein ‚Frauenthema‘, sondern ein Fundament für eine gerechte und stabile Gesellschaft.“
— Monika Meier-Pojda, Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrats
Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am 20. September ist klar: Diese Entwicklung kommt überall an.
Die Landesfrauenräte schließen deshalb die Reihen und erklären sich solidarisch mit allen Landesfrauenräten in Deutschland und den Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich für Demokratie und Gleichstellung einsetzen.
Wir fordern Politik und Öffentlichkeit auf, zivilgesellschaftliche Strukturen konsequent zu schützen und strukturell, finanziell und öffentlich zu stärken. Gerade jetzt braucht es ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Gleichstellung sowie zum Kampf gegen Antifeminismus – auf allen politischen Ebenen.
Die vollständige Pressemitteilung der Konferenz der Landesfrauenräte findet ihr auf unserer Website.