Anmeldung für Kollektive und Künstler:innen zur nächsten Krachparade:
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Luxussanierungen und -neubauten erobern einen Häuserblock nach dem anderen, die Stadt verscherbelt öffentliche Grundstücke an Immobilienhaie statt Bürgerzentren zu errichten. Musiker w
erden von der Straße verwiesen, Plätze durch Streetworker ruhiggestellt und Subkultur an die Leine genommen. Wir haben das Recht unser München zu gestalten! An zahlreichen Orten wurden kulturelle Freiräume, Kneipen, Kinos, Theater und Restaurants bei Luxussanierungen durch „stilles Gewerbe“ ersetzt, welches pünktlich um 20 Uhr schließt. Wo noch vor ein paar Jahren Menschen zusammenkamen, sich trafen, gemeinsam speisten oder feierten, wird Stück für Stück München wortwörtlich stillgelegt. Denn nur durch eine Stilllegung ist maximaler Profit mit Kaufpreisen von über 10.000€/m² und die Verdrängung von bezahlbarem Wohnraum möglich. Kein Mensch kauft ein millionenteures Penthouse, wenn im Erdgeschoss buntes Treiben herrscht. Doch nicht nur Investoren legen München lahm. Mit „THE SEVEN“ an der Müllerstaße 7 ist ein weiterer „Hochpreis-Slum“ durch einen politischen Schildbürgerstreich entstanden. Anstatt die einmalige Möglichkeit zu nutzen, in zentraler Lage im Sinne der Stadt kulturelle Freiräume und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wurde als erstes ein städtisches Heizkraftwerk - also unser aller Eigentum - an den Höchstbietenden verscherbelt und luxussaniert. Im zweiten Schritt steigert man auch noch den Profit der Investoren um weitere 5 Millionen Euro, indem man ihm luxussanierten Grund abkauft und darauf die teuerste Kita Deutschlands errichtet. Zu guter Letzt soll in einem luxussanierten Viertel natürlich ab 22 Uhr Ruhe und Ordnung herrschen. Wie selbstverständlich macht sich die Stadt am Gärtnerplatz zum Erfüllungsgehilfen und schickt Streetworker auf den Gärtnerplatz, um einem der beliebtesten Orte im Glockenbachviertel einen Maulkorb zu verpassen. Karl Valentin hätte es nicht besser aushecken können. GEBT UNS UNSEREN LÄRM UND UNSERE FREIRÄUME ZURÜCK! MONACO SCHWABING, LENBACHGÄRTEN, THE SEVEN oder GLOCKENBACHSUITEN – Stück für Stück wird München luxussaniert und ruhiggestellt. Orte, an denen Menschen sich begegneten werden durch „stilles Gewerbe“ ersetzt. Damit muss Schluss sein! Die Stadt darf nicht den leisen, stillen Luxusplanern überlassen werden. Darum wollen wir das Übel der städtischen Stilllegung an der Wurzel packen – mit MEHR LÄRM FÜR MÜNCHEN. Wo wir Bewohner uns treffen, gute Laune haben, da sind wir auch mal laut. Wo Lärm und Krach herrschen, kommt keiner auf die Idee 10.000€/m² für ein luxuriöses Penthouse auszugeben und bezahlbaren Wohnraum zu verdrängen. Leben, gute Laune und Lärm dürfen nicht zugunsten einer teuren Tristesse verschwinden. Wir fordern die Stadt München auf - nach Jahrzehnten des Zusehens - endlich progressiv und effektiv Wuchermieten und der Verdrängung öffentlicher Räume entgegenzutreten. Wir appellieren an die Politik bisherige Maßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums als auch der Förderung öffentlichen Lebens - auf ihre Effektivität hin - kritisch zu überprüfen. Wir wollen den Totengräbern unserer Stadt mit Wums, Krach und dem nötigen Humor die Stirn bieten. München darf nicht leise werden! Seid dabei! Mit lautstarkem Krach und der passenden musikalischen Unterstützung gegen diese Fehlentwicklung! Mit viel Spaß an der Sache und einer gesunden Portion Ironie wollen wir zusammen für unser Recht auf freiheitliches Leben und Mitgestaltung des öffentlichen Raums kämpfen. Wir freuen uns auf euer Mitwirken!