09/05/2023
Wer langfristig das Klima schützen will, braucht kurzfristige Maßnahmen, an denen sich möglichst viele Akteure beteiligen. Genau das ist das Ziel der Aktion Zukunft+ des Landkreis München.
Zum Auftakt der Aktion Zukunft+ stellten Landrat Christoph Göbel, Wilhelm Seerieder, Leiter des Forstbetriebs München der Bayerische Staatsforsten, Projektverantwortliche des Landratsamt München und der Energieagentur Ebersberg-München sowie Vertreter:innen des Projektumsetzers vor Ort im Forstenrieder Park mit dem Zukunftswaldprojekt des Bergwaldprojekt e. V. eines der ersten Förderprojekte der Aktion Zukunft+ vor.
Das Bergwaldprojekt baut durch die Einbringung standortheimischer Baumarten in Abstimmung mit dem Forstbetrieb labile Fichtenwälder im Revier Unterdill (Forstenrieder Park) in gesunde zukunftsfähige Mischwälder um. Im Rahmen des Projekts werden im Voranbau unter Altfichten oder auf offenen Sturmflächen je Pflanzaktion etwa 6.000 Tannen, Buchen Stieleichen, Winterlinden, Flatterulmen und seltene Elsbeeren gepflanzt.
Hierzu führt das Bergwaldprojekt freiwillige Pflanztage mit mehr als 100 Teilnehmern im Revier Unterdill durch. Je Pflanzaktion lassen sich rund 2,5 Hektar labiler Fichtenwald langfristig ökologisch stabilisieren. Eine stabile und leistungsfähige Humusschicht wird aufgebaut, die Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff speichert.
„Genau solche gemeinschaftlichen Aktionen und niedrigschwelligen Maßnahmen brauchen wir, wenn wir den menschengemachten Klimawandel verlangsamen und mit großer Anstrengung noch aufhalten wollen", so Landrat Christoph Göbel.
„Dabei muss uns allen klar sein – wir können uns nicht mit finanziellen Mitteln aus der Verantwortung freikaufen. Die Aktion Zukunft+ lebt von Projekten aus und in unserer Mitte – und hier verbirgt sich großes Potenzial, das mit gemeinschaftlicher Unterstützung gehoben werden kann. Und auch die Investition in globale Projekte lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Schließlich ist es der globale Süden, der am meisten unter den Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels leidet und in dem oft die finanziellen Mittel fehlen, dieser Entwicklung wirksam Einhalt zu gebieten.
Wenn es uns gelingt, über Maßnahmen wie die Aktion Zukunft+ einen Beitrag zu leisten, um die Lebensqualität in diesen Ländern dauerhaft zu erhöhen und dabei unseren CO2-Ausstoß effektiv zu reduzieren, können alle Seiten davon profitieren. In diesem Projekt steckt sehr viel Herzblut, und genau das und die innovativen Ansätze benötigen wir, wenn es darum geht, unsere einzigartige Lebensgrundlage für unsere und für die Zukunft kommender Generationen zu sichern", so der Landrat weiter.
Über die Website www.aktion-zukunft-plus.de könnt ihr euch über die unterschiedlichen Klimaschutzprojekte informieren und diesen mit einer Spende zur Umsetzung verhelfen.