SPDqueer Bayern

SPDqueer Bayern Dies ist die offizielle Facebookseite der Arbeitsgemeinschaft Akzeptanz und Gleichstellung - SPDq***r der BayernSPD.

31/03/2026

Heute ist Trans Day of Visibility, der internationale Tag der Sichtbarkeit von trans* Personen. Ein Tag, an dem trans* Leben, trans* Kämpfe und trans* Freude sichtbar gemacht werden sollen.

Doch diese Sichtbarkeit findet in einem gesellschaftlichen Klima statt, in dem trans* Personen und ihre Rechte weltweit - und auch hier in Deutschland - massiv unter Druck stehen. Rechte und konservative Akteur*innen versuchen, trans* Identitäten zu delegitimieren und hart erkämpfte Fortschritte zurückzudrehen. So gibt es von Seiten der AfD, Teilen der CDU sowie von transfeindlichen Gruppierungen - darunter auch sogenannte TERFs (trans-exkludierende Radikalfeminist*innen) - Bestrebungen, das 2024 in Kraft getretene Selbstbestimmungsgesetz wieder abzuschaffen oder auszuhöhlen.

Trans* Personen werden dabei immer wieder als vermeintliche „Gefahr“ inszeniert. Doch die Realität ist eine andere: Trans* Personen sind keine Gefahr - sie sind diejenigen, die gefährdet sind. Sie sind überproportional von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt betroffen. Hasskriminalität und Hassrede nehmen zu, Falschbehauptungen und Vorurteile verbreiten sich; die gesellschaftliche Stimmung verschärft sich spürbar.

Gerade deshalb ist Sichtbarkeit so wichtig. Sichtbarkeit schafft Bewusstsein, bricht mit Unsichtbarmachung und setzt ein Zeichen für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Sie widerspricht Hass und Hetze.

Und gleichzeitig bedeutet Sichtbarkeit im aktuellen gesellschaftlichen Klima auch Verwundbarkeit. Wer sichtbar ist, macht sich angreifbar. Für viele trans* Personen ist Sichtbarsein deshalb kein einfacher Akt des Feierns, sondern ein mutiger Schritt.

Wir kämpfen heute und an jedem Tag dafür, dass keine trans* Person Angst davor haben muss, sie selbst zu sein. Dass Sichtbarkeit nicht Mutprobe, sondern Selbstverständlichkeit ist.

Wir kämpfen für Selbstbestimmung, für Gleichberechtigung und für ein Leben in Würde und Sicherheit. Denn für uns ist klar: Trans* Rechte sind Menschenrechte. Und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

24/02/2026

Zum 4. Jahrestag des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine gedenken wir der unzähligen Menschen, die seit dem 24. Februar 2022 ihr Leben verloren haben, verletzt wurden oder fliehen mussten. Der von Wladimir Putin begonnene Krieg bringt seit vier Jahren unermessliches Leid und Zerstörung über ein souveränes Land und er ist ein Frontalangriff auf Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Europa.

Als Bundesvorstand der SPDq***r stehen wir fest an der Seite der Menschen in der Ukraine – insbesondere auch an der Seite von LSBTIQ*-Personen, die unter diesem Krieg in besonderer Weise leiden. Q***re Menschen erleben Krieg niemals geschlechts- oder identitätsneutral: Viele sind mehrfach gefährdet – durch Diskriminierung, durch den Verlust sicherer Rückzugsräume, durch Hass und Gewalt. Der Krieg verschärft bestehende Ungleichheiten und macht unsere Unterstützung umso notwendiger.

Gerade als SPDq***r wissen wir: Wer für Selbstbestimmung, für Schutz vor Diskriminierung und für gleiche Rechte eintritt, muss sich auch entschieden gegen imperialistische Aggression und autoritäre Ideologien stellen. Das Regime in Moskau steht nicht nur für militärische Gewalt nach außen, sondern auch für die systematische Unterdrückung q***rer Menschen im Inneren.

Vier Jahre nach Beginn dieses brutalen Angriffskrieges gilt unsere Solidarität der Ukraine und ihren Bürger*innen. Wir setzen uns weiterhin für humanitäre Hilfe, für den Schutz von Geflüchteten, für wirksame Sanktionen gegen das russische Regime und für eine starke europäische Unterstützung der Ukraine ein. Frieden und territoriale Integrität für die Ukraine - Slawa Ukrajini.

03/02/2026

Kommunal. Q***r. Sichtbar. 📣🌈

Du kandidierst bei der Bayerischen Kommunalwahl am 8. März 2026 und identifizierst dich als q***r? Dann mach mit bei unserer Aktion „Kommunal. Q***r.“ Wir machen q***re Kandidat*innen sichtbar – überparteilich und landesweit 🔥

🗳️ Für Gemeinderat, Stadtrat, Kreistag oder Bürgermeister*innenamt

Aus den Angaben erstellen wir eine Übersicht q***rer Kandidat*innen und veröffentlichen Kurzportraits auf unseren Social-Media-Kanälen.

🔗 Jetzt eintragen: https://form.jotform.com/260115939804055 ✅️

Hinweis: Die Aktion versteht sich ausdrücklich nicht als Wahlempfehlung. Vorgestellt werden ausschließlich Kandidat*innen, die sich selbst als q***r identifizieren und sich für die Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte q***rer Menschen einsetzen. Personen, die demokratie- oder menschenfeindliche Positionen vertreten, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Die SPDq***r trauert um Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.Rita Süssmuth war eine politische Stimme der Humanität,...
01/02/2026

Die SPDq***r trauert um Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.

Rita Süssmuth war eine politische Stimme der Humanität, die ihrer Zeit oft voraus war. In einer Phase, in der Angst und Ausgrenzung dominierten, stellte sie sich entschlossen an die Seite von Aidskranken und kämpfte für Aufklärung, Solidarität und Würde statt Stigmatisierung. Ebenso konsequent setzte sie sich für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ein – auch dort, wo der Einsatz für das Recht auf Abtreibung Mut und Haltung erforderte. Rita Süssmuth hat gezeigt, dass eine menschenrechtsorientierte Politik über Parteigrenzen hinauswirkt und q***re wie feministische Kämpfe nachhaltig stärken kann.

Als SPDq***r verneigen wir uns in stillem Gedenken vor ihrem Wirken für die Menschen und unser Land.

RIP, lieber Rosa von Praunheim und Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für unsere Rechte und Sichtbarkeit.
17/12/2025

RIP, lieber Rosa von Praunheim und Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für unsere Rechte und Sichtbarkeit.

„Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ - mit diesem Film brachte der Filmemacher und LGBTIQ* Aktivist Rosa von Praunheim 1971 das Thema Homosexualität offensiv ins deutsche Fernsehen und wurde damit zu einem der wichtigsten Wegbereiter für die Schwulenbewegung. Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass Rosa von Praunheim, nur wenige Tage nach der Hochzeit mit seinem langjährigen Partner, im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

Carola Ebhardt, Co-Bundesvorsitzende der SPDq***r zeigt sich betroffen von der Nachricht: „Die q***re Community in Deutschland verliert mit dem Tod von Rosa von Praunheim einen ihrer bekanntesten Aktivisten. Rosa von Praunheims jahrzehntelanges Schaffen, seine Filme und sein Einsatz für die Rechte von q***ren Menschen und gegen Diskriminierung haben für viele von uns überhaupt den Weg bereitet.“

„Rosa von Praunheim hat sich und die Gesellschaft als Aktivist für q***re Rechte und q***re Sichtbarkeit niemals geschont. Sein Engagement war immer politisch, immer provokant und oft streitbar.“, ergänzt Oliver Strotzer, Co Bundesvorsitzender der SPDq***r. „Mit seinem Tod endet eine Ära, die geprägt war vom Kampf um Akzeptanz, Gleichstellung und gegen staatliche Repression und Verfolgung q***rer Menschen. Wir verneigen uns in stiller Trauer vor seinem Lebenswerk und sind dankbar für seinen unermüdlichen Kampf für unsere Community.“

10/12/2025

Heute, am Tag der Menschenrechte, rücken wir eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften in den Mittelpunkt: universelle Rechte, auf die sich fast alle Staaten dieser Welt verpflichtet haben.

Doch genau diese Grundlage gerät massiv unter Druck. Weltweit erleben wir einen gefährlichen Rollback: autoritäre Tendenzen, offene Angriffe auf Minderheiten, der Versuch, Hass und Menschenfeindlichkeit wieder salonfähig zu machen. Menschenrechte sind kein optionales Add-on. Sie sind unverhandelbar. Und sie gelten für alle, unabhängig von Identität, sexueller Orientierung, Geschlecht, Herkunft oder Lebensrealität.

Gerade jetzt müssen wir laut bleiben, uns einmischen und solidarisch handeln. Für eine Welt, in der Freiheit, Sicherheit und Würde keine Privilegien sind, sondern Realität für jeden Menschen.

20/11/2025
09/11/2025

Der 9. November ist ein Tag des Gedenkens und der Mahnung. Heute gedenken wir der Opfer der antisemitischen Pogrome von 1938. Angesichts des weiterhin massiven Anstiegs von Antisemitismus in Deutschland ist dieser Tag ein dringender Aufruf: Erinnert euch!

In dieser Zeit der Reflexion und Erinnerung rufen wir dazu auf, nicht nur die historische Verantwortung zu würdigen, sondern auch aktiv gegen jegliche Form von Hass und Diskriminierung einzustehen. Jüdisches Leben zu schützen heißt, für eine Gesellschaft einzutreten, die auf Respekt und Vielfalt gründet. Lasst uns gemeinsam gegen jeden Antisemitismus einstehen.

11/10/2025

Seit 1988 wird am 11. Oktober alljährlich der „Coming-Out-Tag” begangen. Mit diesem Tag sollen Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans*, inter* und andere q***re Menschen (LSBTIQ*) dazu ermutigt werden - sofern sie persönlich dazu bereit sind – ihre sexuelle bzw. geschlechtliche Identität öffentlich zu zeigen. Neben Aufklärung ist die Sichtbarkeit von LSBTIQ* eines der besten und oft wirksamsten Mittel gegen Q***r-Feindlichkeit. Menschen, die in ihrem familiären, privaten oder beruflichen Umfeld LSBTIQ* kennen, haben seltener Vorurteile oder negative Einstellungen gegenüber Menschen auf Grund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

Auch heute ist die Entscheidung, sich in seinem privaten oder beruflichen Umfeld zu outen, oftmals immer noch kein leichter Weg. Neben der eigenen Angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung, sind es vor allem diskriminierende Erfahrungen in der Schule, der Öffentlichkeit oder im Freundeskreis, die es insbesondere jungen LSBTIQ* schwer machen, sich offen zu ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu bekennen.

Gerade angesichts der zunehmenden Q***r-Feindlichkeit und des Erstarkens extrem rechter Kräfte, die öffentlich und sehr lautstark, Menschen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität ablehnen, deren Existenz leugnen, sie pathologisieren und ihnen ihre Rechte absprechen wollen, erfordert der Schritt zum persönlichen Coming Out sicherlich noch einmal besonderen Mut.

Als SPDq***r ist es unser Ziel, dass q***re Menschen sicher und ohne Angst vor Übergriffen oder Diskriminierung ihr Coming Out haben können. Q***re Aktionspläne des Bundes, aber auch der Länder sind dabei eine wichtige Unterstützung, müssen aber auch über die entsprechenden Strukturen und finanzielle Ausstattung verfügen, um gezielt der zunehmenden Q***r-Feindlichkeit etwas entgegensetzen zu können.

In diesem Sinne, Happy Coming Out-Day! Sei mutig und geh deinen Weg! Du bist nicht allein!

26/09/2025

Der Bundesvorstand der SPDq***r begrüßt die Verabschiedung der Bundesratsinitiative zur Erweiterung von Artikel 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität. Es ist jetzt an der CDU/CSU Bundestagsfraktion, sich den demokratische Fraktionen anzuschließen und für die erforderliche Zweidrittelmehrheit zu sorgen.

Als SPDq***r Bayern schließen wir uns dem Dank des Bundesvorstandes an Saskia Esken, SPD vollumfänglich an.
12/05/2025

Als SPDq***r Bayern schließen wir uns dem Dank des Bundesvorstandes an Saskia Esken, SPD vollumfänglich an.

Liebe Saskia, sechs Jahre warst Du unsere Parteivorsitzende, hast für uns und unsere SPD gekämpft, dich von dem Hass der Dir entgegenschlug, nicht entmutigen lassen und bist immer für deine Überzeugungen eingestanden. Nun hast Du entschieden, beim kommenden Bundesparteitag nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Diese Entscheidung respektieren wir.

Wir möchten Dir als SPDq***r aber an dieser Stelle ausdrücklich danken, für dein immer offenes Ohr, wenn wir uns mit unseren Themen und Anliegen für LSBTIQ* an dich gewandt haben. Wir konnten immer auf deine Unterstützung zählen und dafür sind wir Dir von Herzen dankbar.

Freund*innenschaft und Glück auf, dein Bundesvorstand der SPDq***r!

Wir trauern um Margot Friedländer, Holocaust-Überlebende und Versöhnerin, die gestern im Alter von 103 Jahren verstorben...
10/05/2025

Wir trauern um Margot Friedländer, Holocaust-Überlebende und Versöhnerin, die gestern im Alter von 103 Jahren verstorben ist. Margot Friedländer war bis zuletzt eine der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen das Vergessen des Grauens des Faschismus, Sie, die als Einzige ihrer Familie, die Shoa überlebte, hätte allen Grund gehabt, zu hassen. Stattdessen brachte Sie die Kraft auf, reichte uns die Hände und wurde zur Versöhnerin und Mahnerin an die Menschlichkeit, die uns alle verbinden sollte. „Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet. Seid Menschen, seid vernünftig.“ - Gerade wir als q***re Community sollten uns in diesen Zeiten daran erinnern, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität sind.

Das große Herz von Margot Friedländer mag nun aufgehört haben zu schlagen – aber ihr Vermächtnis lebt weiter. Es liegt an uns, ihre Botschaft von Menschlichkeit und Versöhnung fortzutragen.

In Dankbarkeit und tiefem Respekt verneigen wir uns vor ihrem Leben.
Möge Margot Friedländer in Frieden ruhen.

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