20/10/2025
// Einstimmiges Votum von der FWV-Gemeinderatsfraktion
✅ Die Stolpersteine sollen nach Metzingen kommen.
Als der Gemeinderat vor rund zehn Jahren schon einmal über das Thema „Stolpersteine“ diskutierte, hatte sich unsere Fraktion damals gegen diese Form der Erinnerungskultur ausgesprochen, sagte Stefan Köhler in der letzten Gemeinderatssitzung, als es um den entsprechenden Antrag ging.
Unsere Erkenntnis: Doch die Zeiten hätten sich geändert, Stolpersteine seien eine gute Möglichkeit, die Menschen wachzurütteln.
👍 Wir sind dafür, dass das Projekt "Stolpersteine" in Metzingen ebenfalls auf den Weg und die Straße kommt.
// Metzingen setzt ein klares Zeichen - Die Stolpersteine kommen
Der Gemeinderat hat entschieden: Metzingen bekommt Stolpersteine! Ein starkes, sichtbares Zeichen gegen das Vergessen – und für eine Stadt, die Haltung zeigt.
️Ein Antrag aus der Ratsmitte - getragen von den Grünen, der FWV und den Stadträten und Stadträtinnen Alexander Hack, Ursula Wilgenbus und Isabel Aurenz - wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die Fraktion der CDU stimmte dagegen. Doch das Signal ist eindeutig: Metzingen bekennt Farbe.
Die Idee ist nicht neu. Schon vor einigen Jahren stand das Thema „Stolpersteine“ im Gemeinderat zur Diskussion - damals wurde es noch abgelehnt. Stattdessen entstand ein Kompromiss: Der Metzinger Künstler Konrad Schlipf schuf das Mahnmal, das heute rechts neben dem Rathaus-Eingang steht – als stilles Zeichen des Erinnerns.
Doch die Zeiten ändern sich. Und mit ihnen auch der Mut, Dinge neu zu denken. Stadträtin Lisa Weigert brachte den Stein wieder ins Rollen. Ihre Botschaft: „Stolpersteine sind mehr als Mahnmale – sie sind pädagogische Anker.“ Ein Gedanke, der im Rat Anklang fand – und jetzt auch in Metzingen Geschichte schreiben wird.
Die Stadtverwaltung arbeitet nun an einem Konzept, bei dem wir alle mitreden können. Schulen, Geschichtsvereine, Bürgerinnen und Bürger sollen einbezogen werden. Denn Erinnerung lebt nur, wenn wir sie gemeinsam tragen.
Vorgesehen sind Stolpersteine an den ehemaligen Wohnorten der Opfer:
📍 der Widerstandskämpfer Albert Fischer (Nürtinger Straße 28)
📍 die Familie Herold (Schillerstraße 14)
📍 sowie die Euthanasieopfer wie Adam Gassner, Friederike Schäfer, Karl & Kurt Knaisch und Sophie Ruoss, die 1940 in Grafeneck ermordet wurden
Rund 120 Euro pro Stein wird uns als Stadtgesellschaft diese Erinnerung kosten. Ein kleiner Beitrag für ein großes Zeichen, für Menschlichkeit und für Metzingen und seine Erinnerungskultur.
Was denkst du: Wie wichtig ist dieser Schritt für unsere Stadt? Schreib’s in die Kommentare.