19/06/2026
CDU übernimmt im Finanzausschuss die Führung
Nach einer Marathon-Sitzung von über 10,5 Stunden im Haupt- und Finanzausschuss zieht die CDU-Fraktion eine insgesamt positive Bilanz. Die Haushaltslage ist ernst. Umso wichtiger ist politische Führung, klare Prioritäten und der Wille, den Haushalt 2026 wirklich tragfähig zu machen.
Genau daran fehlt es im Entwurf des Bürgermeisters an vielen Stellen.
Der Haushaltsentwurf kam spät, viele Ansätze sind aus unserer Sicht nicht ausreichend begründet, echte Konsolidierungsvorschläge bleiben zu vage.
Deshalb hat die CDU-Fraktion die Initiative ergriffen und einen eigenen Spar- und Konsolidierungsantrag eingebracht. Insbesondere die FDP hat dabei viele Punkte unseres Antrags tatkräftig unterstützt.
Unser Ziel war klar: den Haushalt 2026 solide aufstellen, das Defizit reduzieren, Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich belasten und wichtige Investitionen ermöglichen.
Mit unserem Antrag wollten wir rund 4 Millionen Euro im Haushalt 2026 einsparen und die Stadt finanziell zukunftsfähiger aufstellen. Für dieses umfassende Sparpaket gab es leider keine Mehrheit. Auch bei der beantragten Senkung der Gewerbesteuer, für die wir uns gemeinsam mit der FDP starkgemacht haben, scheiterten wir an den anderen Fraktionen. Klar ist aber auch: Viele zentrale Forderungen haben sich in der Beratung durchgesetzt.
Grundsteuer bleibt stabil: Die Bürgerinnen und Bürger erhalten Planungssicherheit. Die Grundsteuer wird sowohl 2026 als auch 2027 nicht erhöht.
Ausgaben werden begrenzt: Die Verwaltung wurde verpflichtet, die Sach- und Dienstleistungskosten auf dem Niveau von 2024 einzufrieren. Das bedeutet rund 1,2 Millionen Euro weniger Aufwand gegenüber dem Entwurf des Bürgermeisters.
Unbesetzte Stellen werden gestrichen: Auf CDU-Initiative hin wurde beschlossen, vakante Stellen konsequenter abzubauen. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Haushaltsdisziplin.
Verwaltung wird verbindlicher: Auf Initiative der FDP haben wir gemeinsam verlässliche Servicestandards für die Verwaltung durchgesetzt, etwa bei der Erreichbarkeit. Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf verlässliche Verwaltungsleistungen verlassen können.
Doppelhaushalt 2026/2027 kommt: Im Herbst soll ein Doppelhaushalt vorgelegt werden. Die CDU wird darauf achten, dass die Finanzen transparent bleiben und die Beratungen sorgfältig geführt werden.
Familien werden entlastet: Die Senkung der Kita- und Tagespflegebeiträge kommt.
Anwohnerparken wird weiter beraten: Unser Antrag, Anwohnerparkausweise für das gesamte Stadtgebiet zu ermöglichen, wird im nächsten Bauausschuss beraten. Eine pauschale Gebührenerhöhung lehnen wir ab.
Keine zusätzlichen Belastungen: Vorschläge wie eine Verpackungssteuer oder sogenannte Ventilwächter wurden nicht beschlossen.
Unser Fazit: Die CDU hat in einer schwierigen Haushaltslage – oft im engen Schulterschluss mit der FDP – den inhaltlichen Lead übernommen, wichtige Entlastungen gesichert, konkrete Ausgabenbegrenzungen erreicht und klare Impulse für eine effizientere Verwaltung gesetzt. Wir hätten uns vom Bürgermeister mehr eigene Vorschläge, mehr Tempo und mehr Führungsstärke gewünscht.
Umso wichtiger ist: Die CDU bleibt dran – für solide Finanzen, klare Prioritäten und eine handlungsfähige Stadt.