27/05/2026
Sauerland: Das Kraftzentrum der Republik
Heute durfte ich auf Einladung der CDU Hüsten am Festakt „80 Jahre Neheimer-Hüstener Programm“ teilnehmen.
Bereits zu Beginn erinnerte unser MIT-Mitglied und Landtagsabgeordneter Klaus Kaiser eindrucksvoll daran, unter welchen schwierigen Bedingungen das Neheimer-Hüstener Programm 1946 entstanden ist – in einer Zeit von Hunger, Zerstörung und Unsicherheit nach dem Krieg. Besonders spannend war sein Hinweis darauf, dass gerade damals unterschiedlichste politische und gesellschaftliche Gruppen zusammengeführt wurden und damit die Grundlage für die spätere Volkspartei CDU entstand.
Auch unser MIT-Mitglied und Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff schlug in seiner Rede die Brücke zur heutigen Zeit. Er machte deutlich, dass Veränderungen vielen Menschen Sorgen bereiten, dass Deutschland aber gerade deshalb wieder mehr Zuversicht und politische Führung brauche. Sein Appell:
Reformen und Veränderungen dürfen nicht als Bedrohung verstanden werden, sondern als Chance, unser Land langfristig stark, sicher und wettbewerbsfähig zu halten.
Bundeskanzler Friedrich Merz hielt anschließend eine bemerkenswerte Rede über Mittelstand, wirtschaftliche Stärke, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Mut, wieder stärker an die eigenen Fähigkeiten Deutschlands zu glauben.
Ein Satz blieb dabei besonders hängen:
Friedrich Merz bezeichnete das Sauerland als „Kraftzentrum der Republik“.
Und er machte dabei auch deutlich, was er damit meinte:
den starken Mittelstand im Sauerland, die vielen Hidden Champions, Familienunternehmen, Handwerksbetriebe, engagierten Mitarbeiter, Vereine und die Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen und mit anpacken.
Gerade diese mittelständischen Strukturen stellte Friedrich Merz als besondere Stärke unserer Region heraus.
Besonders interessant waren auch seine Ausführungen zum sogenannten deutschen Wirtschaftswunder. Friedrich Merz machte deutlich, dass dieses keineswegs ein Zufall oder ein „Wunder“ gewesen sei, sondern das Ergebnis harter Arbeit, Leistungsbereitschaft und Mut von Millionen Menschen, die nach dem Krieg die Ärmel hochgekrempelt und Deutschland wieder aufgebaut haben.
Genau dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Rede:
Deutschland braucht wieder mehr Mut.
Mut zu Reformen.
Mut zu Veränderungen.
Mut zu Leistung.
Aber vor allem auch wieder Mut, an die eigenen Stärken unseres Landes zu glauben.
Denn Friedrich Merz machte deutlich:
Deutschland ist nicht schwach.
Deutschland ist nicht chancenlos.
Und Deutschland ist auch nicht verloren.
Wir verfügen weiterhin über starke Unternehmen, engagierte Mitarbeiter, innovative Gründer, hervorragende Handwerksbetriebe und leistungsfähige mittelständische Strukturen – gerade hier im Sauerland.
Natürlich sprach er auch offen über die Herausforderungen:
zu viel Bürokratie,
zu langsame Genehmigungen,
fehlende Digitalisierung
und zu wenig Geschwindigkeit.
Aber die zentrale Botschaft war:
Wir können diese Blockaden lösen, wenn wir wieder mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten entwickeln.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis des Abends:
Nicht Angst und Dauerpessimismus bringen ein Land nach vorne, sondern Mut, Verantwortung und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen.
Frank Kramer